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Bei den Zombis in Stuttgart

johanneskirche-stgt

Morgens weckten mich die Frostgeister schon zeitig. Es war klirrend kalt draußen und ich zog mich warm an, damit sie mir nichts anhaben konnten.

Aber nicht sie waren mir fremd, sondern die Zombis, die mir auf der Fahrt und in Stuttgart begegneten und hingebungsvoll auf ihre Smartphones starrten.

Andere führten ihre Hunde, Kinder und Frauen aus, während sie nebenher mit ihren Handys telefonierten.

Bei meiner Freundin zuhause saß ebenfalls ein Zombi am PC und ballerte im PC mit einem Gewehr durch die Gänge, so dass mir die Ereignisse in Winnenden wieder in Erinnerung kamen und ich richtig Angst bekam. Zum Glück war dieser Zombi dann beim Kaffeetrinken richtig nett, so dass sich meine Gänsehaut wieder glätten konnte.

Am Feuersee konnte man Elektoautos und – Fahrräder ausleihen. Aber mir war es zu kalt um mich durch die ellenlangen Infos durchzuklicken um mich anzumelden usw. Ich habe auch keine anderen gesehen, die das wollten.

Auf der Königstrasse kamen mir dann unglaublich viele handysüchtige Zombis entgegen.

Ob wohl schon Personen mit der berüchtigten Datenbrille herumlaufen?

https://www.youtube.com/watch?v=wj08gj5LY_g

Zuletzt war ich jedenfalls froh, wieder im Zug zu sitzen. Aber dort nervten dann die Handytelefonierer sowie einige Jugendliche, die versuchten dem ganzen Irrsinn mit Alkohol zu entfliehen.

https://www.youtube.com/watch?v=F-7k8adRkQU&feature=youtu.be

Zuhause war ich dann wieder von den Eis- und Schneegeistern umgeben und durfte erst mal Schnee schaufeln.

Nun warte ich auf den Frühling.

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Wallpaper selber machen ist besser als Herunterladen

Habt Ihr auch den Hintergrund Eures Desktop-Bildschirms oder Handys mit einem passenden Wallpaper verziert?

Gsp7

Wallpaper ist das englische Wort für “Tapete”.

Weil ich keine Lust habe, beim googeln auf lauter illegale Webseiten mit einem .to zu geraten, die man zwar herunterladen kann, aber gar nicht verwenden darf, erstelle ich mir meine Wallpapers jetzt selber. Dazu nehme ich meine selbsterstellten Lieblingsfotos, die ich z. B. auch mehrfach spiegele,wie die am Ende meines Videos:

So sieht der Blumenstrauß dann aus wie eine Tapete.
Dann lege ich meine Lieblingsmusik ein und schon habe ich meine Hintergrundmusik, mein Musik- Wallpaper.

Was habt Ihr denn für Hintergrundsbilder auf eurem Computer?

Quick Response

Quick Response, QR -Codes sind Datenmatritzen. Wir kennen sie von den Barcodes aus den Supermärkten. Sie wurden ursprünglich für die Lagerlogistik der Automobilindustrie erfunden.

Mit dem Handy können wir den QR- Code fotografieren und dann die Webseiten aufrufen oder telefonieren ohne eine Buchstabenfolge oder Nummer einzutippen.

Trauer1

So kann ich mir dann z. B. in Japan einen QR- Code Grabstein bestellen:

Dazu miete ich mir dann eine aufblasbare Kirche:

Jesus!

Nervensägen in der Ferienhausanlage

In der Abendluft hing der Duft von Fisch und Zwiebelrostbraten – jeden Abend! Ich stellte mir vor, wie viele arme Tiere daran glauben mussten. Schließlich könnte man in Frankreich ja auch mal ein Käsegericht essen!

Dass einige Menschen nicht kochen können und deswegen jeden Tag grillen, weiß ich ja schon von unseren Nachbarn, aber dass jemand ausgerechnet eine Fischdiät macht?
Ich nehme mal an, das war gar kein Fisch, denn es stank irgendwie fischiger als Fisch.

Muschelsucher

Wahrscheinlich war die Urlaubskasse leer und es waren selbstgefangene Meerestiere:

Qualle

Als es anfangs mal leise war, konnten wir die Handytelefonierer, die sich zur Wendeplatte schlichen, beobachten. Ein Mann, dessen Frau inzwischen abwusch oder die Kinder ins Bett brachte telefonierte lautstark mit seiner Freundin. Eine Frau die nicht merkte, dass sie während des Telefonats mit ihren Füßen seltsame Spiele mit den Steinen auf dem Boden machte, die Rinde der Bäume abriss usw.

Es gab zwar einen schönen großen Kinderspielplatz, aber leider keinen Boolespielplatz. Dazu wurde die Wendeplatte vor unserem Haus ausgewählt. Pünktlich zum Abendessen kam zunächst der, der immer nur mit sich alleine spielte. Die anderen konnten ihm nicht das Wasser reichen:

Dann kamen die Riesenfamilien mit 10 Leuten, die sich zu dem Geklappere ihrer Kugeln noch kräftig anfeuerten und dann wollten die anderen auch mal Krach machen und wetteiferten mit den verschiedenen Ballspielen. Die Väter knallten wieder besonders laut, um ihren Kindern zu zeigen, dass sie es besser können.

An diesen Ferienorten am Meer werden die Väter zu Kindern und die Kinder zu Familienoberhäuptern.

Die Hunde gingen mit Frauchen oder Herrchen spazieren oder wurden einfach im Ferienhaus eingesperrt, weil sie ja nicht an den Strand dürfen.

Eine Französin hatte mit ihrem Einspruch, dass ihr Hund ja ganz klitzeklein sei, Erfolg und so durfte sie ihn auf dem Arm zum Strand tragen.

Andere mit einem großen Hund weigerten sich einfach und dann wusste der Strandwächter auch nicht weiter. Er wollte schließlich nicht gebissen werden.
Am nächsten Tag fiel dann eben der Aufschrieb über die Wasserqualität schlechter aus. Aber wer liest das schon? Die Eltern des Kindes, das in den Hundehaufen gefallen ist, wussten eh nicht, von welchem Hund der war und kannten den Hundebesitzer auch nicht.

Samstags war An- und Abreisetag. Da knallten die Autotüren auf der Wendeplatte pausenlos ab 7 Uhr morgens.

Am nächsten Tag hörte es sich nach Baustelle an, etwa so als ob ein Dach neu eingedeckt wird. Es gab dieses Mal schon zum Frühstück „battre de tambour“, einen stundenlangen Trommelwirbel von 4 Personen:

Den durften wir nun täglich genießen, wenn wir nicht wie die anderen Urlauber Reissaus genommen hätten.

Dazu jodelte dann noch ein Barde mit Gitarre in den Abendstunden,

Mit Unterbrechungen, weil er die zum Lied gehörenden Noten zuerst suchen musste.

Einige Male war es aber auch so ruhig, dass ich auf der Terrasse meditieren konnte. Dann nämlich, wenn Neptun Mitleid mit mir hatte und die Wendeplatte unter Wasser setzte:

Ferienanlage unter Wasser

Zuhause hörte ich dann, dass es in einer Campinganlage am Comer See, mit besoffenen Jugendlichen noch viel schlimmer gewesen sein musste. Die haben in ihrem Suff sogar hinters Zelt der Nachbarn gepinkelt, weil sie das Clo nicht mehr fanden und sie waren so laut, dass keiner mehr schlafen konnte. Erst am nächsten Tag flogen sie dann aber raus.

Interaktive Whiteboards statt Tafeln. Wollen wir so Energie sparen?

Überall fliegen jetzt die Tafeln aus den Schulen heraus, weil angeblich alle eine Kreidestauballergie entwickelt haben und jede Schule in der Anschaffung von neuen Unterrichtsmitteln die modernste sein will.

Jetzt wird endlich wieder etwas verdient, freuen sich die entsprechenden Firmen, die die Hardware und die Software zu der elektronischen Tafel liefern und den Service machen.

Angeblich hält eine Lampe für den mit dem Whiteboard verbundenen Beamer mehrere Jahre. Aber dann dürfen sich keine Schüler im Gebäude befinden. Es bleibt abzuwarten, wann die ersten Whiteboards mit Graffitis verziert sind. Die große weiße Fläche lädt doch dazu ein.

Jetzt kann sich der Lehrer während seines Unterrichtes mit den vielfältigen Funktionen beschäftigen und die Schüler haben ihre Ruhe. Sie müssen auch nicht mehr die Stimmen der Tiere nachmachen, das macht jetzt alles der Lehrer mit seiner Multimediashow interaktiv selber.

Aber auch früher schon haben sich Pädagogen an ihren Tafelbildern, die in der Tat vortrefflich gelungen sind, ergötzt:

http://iwba.wordpress.com/2011/01/24/tafelbilder/

Was haben damals wohl die Schüler in der Zeit gemacht, während der Lehrer malte?

Natürlich muss man erst einmal einen Laptop einschalten, damit das Whiteboard überhaupt genutzt werden kann.Die Fenster müssen verdunkelt werden, damit das grelle Tageslicht nicht hereinkommt. Damit aber noch genug zu sehen ist, wird dann das Deckenlicht eingeschaltet.

Aber wenn der Strom dann eines Tages nicht mehr aus der Steckdose kommt, werden alle Schulen und Büros Hometrainer bzw. Schooltrainer bekommen, also Fahrräder auf denen man die Energie selbst erstrampeln darf.

So kommen Schüler in den Genuss von Sport, Malen, usw. gleichzeitig, lernen also Multitasking. Wenn sie mal wieder keinen Bock haben, springt sicher der Lehrer ein und zeigt ihnen, wie lange er mit 80km pro Stunde den Berg rauf fahren kann während Filme über den Unterrichtstoff angeschaut werden.

Aber nicht nur für Firmen und Schulen wird das Whiteboard angeboten, sondern auch für die private Nutzung.

Soll ich jetzt nächstens für meine Verwandten eine Urlaubspräsentation vorbereiten oder mit meinen Freundinnen eine Kochpräsentation inszenieren? Wie wäre es mit einem interaktiven Lohnsteuerjahresausgleich oder einem interaktiven Weihnachtsbaum?

Ach ja, damit die Kinder in der Schule keine Nachteile haben und weil die meisten Lehrer ja sowieso zu alt und zu blöd sind, um mit der Technik klarzukommen, müssen die Eltern natürlich mit den Kindern daheim üben, wie sie mit dem Finger oder einem Spezialstift schreiben und wie der Tafelanschrieb, bzw. der Whiteboardanschrieb abgespeichert wird! Da wird die Wirtschaft ordentlich angekurbelt, wenn in jedem Wohnzimmer ein Whiteboard hängt.

Wie der Unterrichtsstoff bei den Klassenarbeiten ganz leicht per Handy wieder abgerufen wird, bekommen die Kinder sicher schneller raus als den Erwachsenen lieb ist. Aber dann werden eben Klassenarbeiten abgeschafft und Lernfelder eingeführt.

Hauptsache der Euro rollt und alle sind beschäftigt und niemand kommt auf die Idee zu demonstrieren für mehr Menschlichkeit und mehr direkten Kontakt unter den Menschen, ohne Whiteboard und Computer dazwischen.

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/der-schwierige-start-der-digitalen-tafel/

Scheiß- Handys

Gerade flog wieder ein undankbares Handy mit einem schrillen Klingelton durch unseren Garten und ließ seine Scheiße in meine Teetasse fallen, damit ich mich auch ja wieder daran erinnere, wie ich mit meinem alten und meinem neuen Handy beschissen wurde. Dabei bekam es diesen Winter so gutes Vogelfutter wie noch nie!

Eigentlich brauche ich ja kein Handy, aber falls ich mal in irgendeinem Loch verschwinde, und um Hilfe rufen muss…

Jedenfalls hat mir debitel genau da, als mir das hätte passieren können, einfach meine Handynummer abgeschaltet, weil ich es 1 Jahr nicht benutzt hätte. Reaktivieren sei aus technischen Gründen nicht möglich.

Als ich daraufhin mein gelöschtes Restguthaben zurückforderte, sollte ich in ein Formular eintragen, wie viel sie mich mit dieser Masche beschissen haben. Dazu wollten sie noch alle möglichen persönlichen Daten und die SIM-Karte. Es hat nur noch die Geheimnummer meines Bankkontos gefehlt. Da das Handy (Sagem) sowieso unpraktisch zu bedienen war und immer von selbst anging, dass ich andauernd den Akku wieder aufladen musste, wollte ich ein anderes kaufen.

Ich sucht mir das preisgünstigste Prepaid-Handy aus, für den Fall, dass nächstes Jahr dasselbe passiert und fand ein passendes von Nokia.

An der Kasse stellte sich heraus, dass dazu ein Vertrag gehört, wo jeden Monat 99ct abgebucht werden, auch wenn ich gar nicht telefoniere. Um diesen Vertrag zu ändern sollte ich 10.- € mehr bezahlen. Also nahm ich ein anderes, mit dem man auch Bilder und Videos machen kann- sofern man wieder Geld bezahlt. Sonst kriegt man die Bilder nämlich nicht vom Handy runter. Ätsch!

Ich überlege mir gerade ob ich bei einer Greenpeace-Attacke mitmachen soll, die die Praktiken der Provider so deutlich macht, dass diese auch Schmerz empfinden.

Umweltschützer stellten außerdem ein Video ins Netz, in dem sich ein Kitkat-Riegel während des Verzehrs als abgehackter Menschenaffen-Finger entpuppt. Das stelle ich aber hier nicht ein, sonst kriegt Ihr heute Nacht Alpträume.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,688975,00.html

In diesem Fall wären es statt Schokoriegel eben Handys .