Tag-Archiv | Hanuman

Schon am 2. Tag in Delhi verschwand unser Taxifahrer

Hanuman- Statue

Unser Taxifahrer hat gleich an unserem 2. Tag in Indien verschlafen oder unser Hotel nicht mehr gefunden. Da wir aber nicht auf ihn warten wollten, bestellten wir uns einfach ein Prepaid-Taxi und fuhren am Affengott Hanuman vorbei zum Laksmi- Tempel (Birla- Mandir) und dem Kali Bari Tempel.

Lakhsmitempel

Dort mussten wir immer wieder unsere Schuhe ausziehen, bis ich irgendwann nur noch barfuß gelaufen bin. Überall huschten Streifenhörnchen umher und plötzlich wurde Andi von einem Priester angemalt: Er bekam eine Blumenkette um den Hals und einen roten Punkt auf sein 3. Auge, mit dem er nun „die Wahrheit hinter dem Schein“ erkannte und seine Schuhe nicht unbeaufsichtigt stehen lassen wollte. Klar- wo bekommt man in Indien Schuhgröße 43! Für die Novizen war die ganze Geschichte sehr zum Kichern.

Beim nächsten Tempelchen wurde er schon mutiger, ging hinein und ließ seine Crogs außen stehen. Sofort kam ein Dreikäsehoch und schlappte grinsend damit über den ganzen Vorplatz.

Eine Banane schenkte der Tempelpriester uns auch, aber die tauchte später leider völlig gemanscht in der untersten Ecke des Rucksacks wieder auf. 

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Besessenheit nach der Astralreise

Nach dem Vortrag von Holger und der anschließenden Diskussion über AKE kam ich zu dem Schluss, dass sich möglicherweise fremde Wesen in unseren Körpern einnisten, während wir außerhalb unseres Körpers auf Reisen gehen. Die Persönlichkeit mancher Leute ist nach Schockerlebnissen oder nach einem Koma oft völlig verändert. Sie werden dann als psychisch krank in Kliniken eingeliefert und mit Psychopharmaka ruhig gestellt.

In Indien geht man mit solchen Fällen ganz anders um. Da wird der Kranke von der ganzen Familie begleitet zu einem Heiligen in einen Balaji-Tempel gebracht und zusammen mit hunderten ähnlicher Fälle geheilt.

Siehe hierzu auch: Sudhir Kakar: ?Schamanen, Mystiker, Ärzte, wie Inder die Seele heilen?:

Im Balaji (= Hanuman)-Tempel in Mehndipur, wie im Asklepiustempel im alten Griechenland, werden die Patienten von ihren Leiden (böswillige Geister, die bei uns Wahnsinn, Epilepsie, TB, Unfruchtbarkeit usw. heißen) befreit. Diagnostiziert werden sie von Sayanas (Exorzisten), die Anzeichen einer seelischen Erkrankung durch Besessenheit finden. Sie kennen sich aus mit den verschieden Arten der Geister. Es gibt sogar Geister der unbefriedigten Wünsche. (hört sich psychoanalytisch an). Die bösen Geister sehnen sich nach einem menschlichen Körper und wenn sie ihn in Besitz nehmen, kann er krank werden.

Quelle:
http://books.google.de/books?id=GE-1ZN3_t-0C&pg=PA80&lpg=PA80&dq=Heilung,+Balaji+Tempel&source=bl&ots=mXwxpfkApg&sig=RHa-tu_BHz5rMk4K9PTymcFPZjg#v=onepage&q=Heilung%2C%20Balaji%20Tempel&f=false

Damit es aber nicht soweit kommt, dass uns etwas Schlimmes während der Nacht geschieht, wenn wir eventuell unbeabsichtigt in die Astralwelt gehen, haben wir doch als Kinder unsere Nachtgebete gelernt:

Abends wenn ich schlafen geh
vierzehn Engel um mich stehn,
zwei zu meinen Füßen,
zwei zu meinem Haupte,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zwei die mich decken,
zwei die mich wecken,
zwei die mich weisen
zu den himmlischen Paradeisen.

Nachdem meine Oma dieses Gebet mit mir gesprochen hatte, konnte ich des Nachts ungestört über die Häuser fliegen und kein einziges Ungeheuer störte meine Träume.