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Das Licht

Licht

Das Licht spricht:

Ich strahle und vertreibe die Finsternis. Sind deine Gedanken angefüllt mit Sorgen Ängsten und Nöten so erleuchte ich Dein Herz, damit du die Wahrheit erfährst.

Mit jedem neu geborenen Kinde erscheine ich neu in der Welt und erhelle und wärme sie.
Nicht nur den Heiligen gebe ich ihren Schein, auch deine Seele erleuchte ich, wenn du zu mir kommst, damit du ebenfalls strahlst und andere erhellst.

Ihr sollt meine Schönheit in der gesamten Schöpfung erkennen und in Euch selbst.

So spricht das Licht.

Ich wünsche Euch einen lichtvollen 3. Advent
und schicke Euch Liebe und Licht 💡

Allerheiligen 2010

Allerheiligen
Am Montag, dem 1. November gedenkt die katholische Kirche allen Heiligen und Verstorbenen, auch der, die niemand kennt.

Dazu Grablichter, vielleicht eher für Halloween, zum Gruseln :

Ich nehme jedenfalls ein Grablicht zum Anzünden, es muss auch nicht bis Weihnachten brennen, sonst macht es ja meinen Adventskerzen Konkurrenz.

Siebenschläfer

Der Siebenschläfertag ist am 27. Juni. Er wird mit den Sieben Schläfern von Ephesus in Verbindung gebracht, mit dem Nagetier Siebenschläfer und nicht zuletzt mit Bauernregeln für das Wetter.

Der Siebenschläfertag beruht auf einer Legende aus dem 5. Jahrhundert. Danach haben sich sieben junge Christen in der Zeit der Christenverfolgung anno 251 in eine Berghöhle nahe Ephesus versteckt. Sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert. Sie starben aber nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt und befreit. Sie bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben kurz darauf. Darauf wurden sie als Heilige verehrt.

Nach den alten Bauernregeln soll das Wetter nun 7 Wochen so bleiben wie an diesem Tag. Aber da bei der Kalenderreform 1582 zehn Tage aus dem Kalender gestrichen wurden, dürfte Siebenschläfer eigentlich erst am 7. Juli sein.

Diesem Siebenschläfer ist das aber wohl egal:

Mit Bharati auf der Kumba Mela im Cassiopeia

Wir waren eingeladen, einen Film über den größten unorganisierten Event der Welt anzuschauen, zu dem uns Bharati Erklärungen gab und unsere Fragen beantwortete.

70 Millionen Pilger, darunter die verschiedensten Heiligen, mit ihren Studenten wollen mit ihrer Anwesenheit ihren Weg zum Nirvana verkürzen. Dafür lassen sie ihre Haare und Fingernägel meterlang wachsen, transformieren ihre Sexualität indem sie sich Steine an ihre Geschlechtsteile hängen, oder durchbohren sich mit Dolchen um zu zeigen, dass sie eine Inkarnation Hanumans sind. Die höchsten Sadhus sind die, die nicht mehr an der Welt haften und somit weder Kleidung noch Speise und Trank benötigen.

Eine weibliche Sadhu ließ sich 3 Tage in ein Erdloch stecken, um zu demonstrieren, dass sie nicht einmal mehr atmen muss und auch weil ihr Körper während dieser Zeit, in der sie von der göttlichen Mutter erleuchtet wird, nicht berührt werden darf. Eine andere Frau, die zu einer Sekte gehörte, deren Mitglieder niemals Salz essen, wurde mit den heiligen giftigen Kobras eingesperrt und sie hängte sie sich um den Hals. Es hieß, dass sie das nur überlebte, weil Shiva sich in ihr manifestierte. Normalerweise gehen aber die weiblichen Sadhus nicht an die Öffentlichkeit .

Viele Wunder werden auf der Kumba Mela gezeigt, wie schwimmende Steine zum Ram-Gemurmel . Gott Rama ließ einst eine Brücke von Indien nach Sri Lanka aus schwimmenden Steinen bauen, die deshalb schwammen, weil Ram draufstand. Manche können sogar Erdbeben aufheben oder werden durch Wechsel in andere Körper 1200 Jahre alt.

Man sieht sowohl Haschisch rauchende und mit Handy telefonierende, die aber wohl noch einen weiten Weg zur Erleuchtung haben. Eigentlich wollen diejenigen, die sich mit dem schnellen und gefährlichen Weg des Tantras und des Verbotenen, der schwarzen Magie, befassen ja den schnelleren Weg gehen, landen aber umso öfter in der totalen Verwirrung.

Wir sahen auch Heilige, die ihren Arm 12 Jahre emporheben, bis er ganz dünn und verkrüppelt wird und manche sterben auch dabei.
Manche leiden, damit sie selbst schneller ins Nirvana kommen, manche nehmen aber auch anderen Menschen das Karma in Form von Schmerzen ab.

„Piloten-Baba“, ein Siddhi und spirituelles Oberhauptes der nackten, mit Asche eingeriebenen und mit dem Dreizack bewaffneten „Kriegerasketen“, den Naga Babas, ließ sich ebenfalls tagelang unter der Erdoberfläche eingraben. Er erkannte, dass der menschliche Wille Wunder bewirken kann, „wenn er klar, positiv und frei von Begierde ist“. Der Zweck dieser Samadhi-Demonstrationen ist die Förderung des Weltfriedens. Wenn ein Mensch in Samadhi eingeht, wird eine enorme Kraft freigesetzt, die erheben, inspirieren, heilen und alle, die damit in Berührung kommen, transformieren kann. Manchmal verschwindet Piloten-Baba auch einfach aus seinem orangefarbenem Dhoti, um die Menschen, besonders die Intellektuellen, zu überraschen. Beim Fragenstellen unserer Teilnehmer hat wohl einer versucht es ihm nachzutun, das endete aber nur mit einem lauten Gepolter, einer abgebrochenen Stuhllehne und allgemeiner Erheiterung.

Hier sieht man anders als in unserer genormten Welt der Kurzhaarschnitte, Glatzen und Jeans oder Anzug und Krawatte Mode eine unglaubliche Vielfalt und Kreativität der Sadhus:

Allerheiligen – Allerseelen

An Allerheiligen wird aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen gedacht, auch der Heiligen, von denen nur Gott weiß.
Seit Anfang des 4. Jahrhundert gab es schon Allerheiligenfeste, damit man keinen der vielen Heiligen zu gedenken vergaß. Papst Gregor III. legte den Feiertag im 9. Jhdt. auf den 1. November. Seither wird Allerheiligen und Allerseelen an den ersten beiden Novembertagen begangen. In manchen Gegenden wird auch einige Tage später gefeiert.
In Irland entstand dieses Fest im 8./9. Jahrhundert und markiert hier den Winterbeginn und ist zugleich Jahresanfang. Hintergrund ist die Wandlung in der Natur, durch die die ewige Welt der Heiligen sichtbar wird.
Am Vortag von Allerseelen, dem Nachmittag an Allerheiligen, werden die Gräber mit Grün und Blumen (Astern und Chrysanthemen) geschmückt und es wird ein „ewiges Licht” aufgestellt.
Der Armseelenkult besagt, die Seelen Verstorbener, die vor Gottes Gericht bestanden hätten, seien vor ihrer Aufnahme in den Himmel an einem Ort der Reinigung (Purgatorium, Fegfeuer). Die Lebenden könnten den Toten durch Armseelenspenden helfen: Messopfer, Gebete, Opfer und Fasten.
Nach einer jüdischen Legende werden die Seelen in der höllischen Unterwelt der Sünder, jeden Freitagabend nach Sonnenuntergang durch den dunkle Engel des Todes, zeitweise in die Welt der Lebenden gelassen. Die Seelen sitzen dann an einem fließenden Wasser, um sich zu kühlen. Strenggläubige Juden tranken darum am Sabbat kein Wasser, damit der Wasserspiegel nicht sank, damit die aus der Hölle Beurlaubten auch noch trinken können. Nach altem christlichen Volksglauben, stiegen die Armen Seelen an Allerseelen aus dem Fegfeuer zur Erde auf und ruhten für kurze Zeit von ihren Qualen aus.

In früheren Jahrhunderten findet man auch abergläubische Bräuche an Allerseelen. Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt um die Qualen der Seelen in der heißen Hölle zu lindern. Man stellte Speisen auf das Grab und zündete Kerzen an. Allerdings durften auf den Gräbern von Selbstmördern keine Kerzen entzündet werden, damit deren Kinder dadurch nicht auch zu Selbstmördern werden. Das Licht auf den Gräbern soll die Seelen anlocken und ihnen den Weg zu dem Ruheplatz des Körpers weisen oder es soll die Seelen wärmen. Das Licht ist eine Schranke zwischen den Lebenden und den Toten oder es vertreibt die bösen Geister. Wer sich nachts auf einen Grabhügel stellt, soll diejenigen, die nächstes Jahr sterben, über die Gräber gehen sehen.

Zuwendungen für Arme, Mönche, Nonnen und Patenkinder (z.B. Seelenkuchen, Seelenbrote, Seelenzopf, Allerseelenbrötchen) wurden für diesen Tag gebacken. Auch zu Hause verköstigte man die Toten mit Speisen und Getränken.
Keine leere Pfanne darf auf dem Ofen stehen, damit sich nicht eine arme Seele versehentlich hinein setzt, keine Ofengabel darf verkehrt herum stehen, es würde die arme Seele schmerzen; kein Messer darf verkehrt herum auf dem Tisch liegen, die arme Seele müsste darauf sitzen. Das Herdfeuer brennt Tag und Nacht , damit die Seelen sich wärmen können. Man stellte in den Räumen Lichter auf und betete für die Ruhe der Seelen. Die ganze Nacht über brannte ein Licht, damit die Seelen ihre Brandwunden kühlen konnten.
Wer sich in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ins Freie wagte, war in Gefahr zu sterben, denn Spuk und Zauber drohten von Geistern und Dämonen. Am Tag war es verboten, zu säen oder die Gämsen zu jagen. Mit dem Allerseelentag endete in früheren Jahrhunderten das alte Wirtschaftsjahr, das neue begann mit Martini.

Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen (1098-1179) wurde vom Vatikan erst nach 818 Jahren als Heilige erkannt! Wahrscheinlich war sie denen zu aufmüpfig. Sie schreckte weder vor den 17 Päpsten und Gegenpäpsten zurück, die zu ihren Lebzeiten regierten noch vor Königen, Kaisern oder Erzbischöfen um ihnen die Meinung zu sagen.
1150 gründete sie dann das erste Frauenkloster. Das wurde auch Zeit.
Dahinter kann nur eine sehr starke innere Kraft stecken. Sie gilt als eine der bedeutendsten Frauengestalten des Mittelalters, die rheinische Sibylle.
Schon als Kind sah sie ein großes Licht, welches ihre Seele erbeben ließ.
Mit ihren Visionen entdeckte sie den Kosmos und entwickelte eine feminine Theologie.
Mit 43 Jahren schaute sie ein himmlisches Gesicht: „… es kam ein feuriges Licht mit Blitzesleuchten vom offenen Himmel hernieder. Es durchströmte mein Gehirn und durchglühte mir Herz und Brust gleich einer Flamme…“
Sie erhielt die innere Aufforderung aufzuschreiben, was sie erlebt. Danach wurde sie als Prophetin anerkannt.
Da sie öfters kränkelte, untersuchte sie systematisch die Heilkräfte der Pflanzen, Tiere und Edelsteine.
Ihr Leben wird im Film „Vision“, der jetzt in den Kinos läuft dargestellt.

Viel zu lange wurden diese o.a. Erscheinungen verteufelt und als krankhaft abgestempelt, bekommen jetzt aber durch die Esoterikwelle wieder mehr Gewicht und Sinn (dadurch dass mehr Erfahrung gemacht, publiziert und diskutiert wird) und diejenigen, die ähnliche Phänomene erleben wollen, müssen zum Glück nicht mehr als Nonne oder Mönch ins Kloster gehen. Ich finde es jedenfalls großartig, dass die wilde Hildegard wieder ins Bewusstsein des 21. Jahrhunderts eindringt. Musik hat sie übrigens auch noch komponiert.

🙂