Tag-Archiv | Heiliger Christopherus

Von der Meditation über Liebe, Selbstliebe und Dankbarkeit zum Heiligen Christopherus

Ich fokussiere meine Gedanken auf das Thema Liebe, Selbstliebe und Dankbarkeit. Dann forme ich mit meinen Händen eine Kugel mit all meinem Leid und drücke diese zärtlich an mich, weil ich weiß, dass es zu mir gehört und es dazu dient, dass ich innerlich zu größerer Bewusstheit wachsen werde.

Durch Selbstliebe entwickle ich Selbstheilungskräfte und so öffne ich mein Herz weit für die wärmende Liebe, die mein Leid wie Eis in der Sonne schmelzen lässt. Meine Kugel wird immer kleiner, bis nur noch ein paar Tröpfchen übrig bleiben, die ich zwischen den Handflächen zerreibe.

In Dankbarkeit atme ich ruhig ein und aus. Ich fühle mich vom eigenen Leid befreit und habe nun den Wunsch diese heilende Liebeswärme auch an die Schöpfung zu verströmen. Da berührt mich wieder diese Hand, dieses Mal am Hinterkopf. Während ich überlege, ob das wohl ein Engel ist und was er möglicherweise von mir will, purzeln vor mir in Zeitlupe mehrere Heilige durcheinander vor mich hin. Eine weibliche Heilige, mit Baby auf dem Arm und Rosen entschwebt hurtig auf einer Wolke, eine andere mit blauer Haut, die aussieht wie die indische Göttin Durga, macht sich auch schnell aus dem Staub.

Christopherus1

Rechts neben mir steht plötzlich eine riesige Gestalt. Es ist der Heilige Christopherus, der Energie von meinem Christuslicht wünscht, um sein Leid zu schmelzen. Voller Dankbarkeit lenke ich diese Energie aus meinen Handflächen zu ihm hin.

Nach einer Weile löse ich mich vorsichtig aus dieser wundersamen Meditation.

Legende zum Heiligen Christopherus:
Es lebte ein riesengroßer, bärenstarker Mann namens Reporb, auch Offerus (Verdammter) genannt, der nachts ein Kind über den Fluss tragen sollte. Mit jedem Schritt wurde das Kind schwerer und das Wasser unruhiger und er erreichte nur mit großer Mühe das andere Ufer.
Er fragte das Kind:“Wer bist du?“ Wenn ich die ganze Welt auf den Schultern getragen hätte, wäre das nicht so schwer gewesen, wie du es warst. Das Kind antwortete:“Ich bin nicht die ganze Welt, ich komme von dem, der die Welt geschaffen hat. Ich bin Jesus Christus. Du hast auf deinen Schultern nicht nur mich getragen, sondern die Last der ganzen Welt.“
Als Beweis sollte Reporb, seinen Stock in die Erde stecken. Am nächsten Morgen fing der Stock an zu blühen und Früchte zu tragen. Von da an nahm der Riese den Namen Christophorus („der, der Christus trägt“)an und widmete sich der Verbreitung der Lehre Christi.

Christophorus ist zwar kein Heiliger der Katholischen Kirche mehr, weil er nicht beweisen kann, dass es ihn gab, aber er gehört zu den 14 Nothelfern und ist der Patron der Flößer, Brückenbauer, der Reisenden und Pilger und des gesamten Straßenverkehrs. Die kennen ihn jedoch, so wie die Hundefutter-Käufer.