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Heilloses Durcheinander beim Heilströmen

Nach ein paar Yogaübungen ist der Körper für die Seele vorbereitet. Ein Schwarm schwarzer Krähen zieht noch aus meinem Kopf heraus und fliegt kreischend zum Himmel empor.

Ich erde mich indem ich meine Wurzeln tief in die Erde eingrabe und mich mit dem göttlichen Licht über das 8. Chakra über meinem Kopf verbinde. Heilenergie durchströmt meinen Körper und ich fühle, wie ich cirka 30 cm über dem Boden schwebe.

Die Fingerspitzen meiner rechten Hand berühren meinen Scheitel und die Fingerspitzen meiner linken Hand liegen über der Nasenwurzel. Nach einer Weile des Strömens lege ich sie auf die Nasenspitze. So wandern sie mit der Zeit bis zu meinem Solarplexus.

Da bemerke ich, dass die Finger meiner rechten Hand bis tief in meinen Kopf hineinragen und die der anderen Hand mitten in meinem Bauch stecken. Auch stimmen die Größenverhältnisse nicht mehr. Meine Beine sind viel länger als sonst und das linke ist bestimmt 1 Kilometer lang!

Auch liegt der Kopf dort, wo der Bauch ist. Die einzelnen Körperteile liegen verschieden hoch, auf verschiedenen Ebenen. Wie ist das nur möglich? Dann kann ich meinen linken Arm nicht mehr finden. Irgendwann liegt er dann rechts.

Meine Fingerspitzen der linken Hand berühren nun das Wurzelchakra und dann geht es richtig los: jetzt stehen meine Beine senkrecht zum Himmel, obwohl ich ausgestreckt daliege.
Ich habe das Gefühl, dass mein Körper total zerstückelt ist, so wie es die Schamanen von ihrer Initiation berichten. Ob ich die Pilzsuppe aus der Tüte lieber nicht hätte essen sollen?

Ich lege nun statt der Fingerspitzen meiner rechten Hand, die ganze Handfläche auf den Scheitel. Die Energie strömt harmonischer durch meinen Körper und die eigenartigen Phänomene hören auf.

Nun ruft mich eine liebliche Melodie aus der Meditation und ich fühle mich wieder völlig normal. Alle Körperteile befinden sich am richtigen Platz und ich bin hellwach und voller Energie.

Handauflegen statt Handaufhalten, das Geheimnis unserer Hände

Welches offensichtliche Geheimnis unsere Hände offenbaren, lernte ich beim Jin Shin Jyutsu oder dem japanischen Heilströmen, einer mehrere tausend Jahre alten Kunst zur Harmonisierung der Lebensenergie im Körper.

So nehmen wir am besten Informationen auf und verarbeiten unsere Gedanken:

Gedanken verarbeiten

Wir werden uns der Weisheit unseres Körpers bewusst und lernen, seine Botschaften zu verstehen und zu nutzen, um die emotionale, mentale und körperliche Harmonie wieder herzustellen. Wir begeben uns zum Ursprung unserer Gefühle und harmonisieren sie.

Unsere Energie wird meistens durch unsere negativen Gedanken blockiert, aber auch durch Narben oder zu viel Stress. Sorgen wirken auf Milz und Magen. Deshalb ist Daumendrücken (auch für sich selber) gut für das Selbstbewusstsein, aber auch gegen Ermüdung und Erschöpfung.

Die Schlüssel zum Harmonisieren sind unsere Finger. Sie können unseren Körper, Geist und Seele wieder in Harmonie bringen, wenn unsere Batterien erschöpft sind. Fast alle Energiebahnen fließen durch die Finger, daher können wir uns am einfachsten dadurch harmonisieren, indem wir nacheinander jeden einzelnen Finger strömen, wobei die eine Hand die Finger der anderen Hand einzeln umfasst. Nach einigen Minuten verspüren wir ein Kribbeln oder gar ein Pulsieren, der Energiestrom fließt. Die Wirkung ist ähnlich wie bei den Mudras.

Jedem Gefühl ist ein Finger zugeordnet. Jeder Finger hat ein eigenes Thema:

Angst wirkt auf die Muskulatur, Niere und Blase, man macht sich vor Angst in die Hose. Wir können den Zeigefinger gegen Rückenschmerzen halten oder rechthaberisch in die Höhe strecken.

Wut und Frust wirken auf Blut, Galle und Leber. Entweder läuft die Galle über oder es läuft uns eine Laus über die Leber. Wird das Blut nicht richtig gereinigt, gibt es Ablagerungen in den Adern oder in den Knien. Also umfassen wir den Mittelfinger und gießen den Energiestrom in die Knie.

Trauer wirkt auf Lunge und Dickdarm. Wir halten den Ringfinger, wenn wir unzufrieden sind, um wieder klar zu sehen.

Die Verstellung oder Täuschung wirkt auf den Dünndarm. Hierfür ist der Kleine Finger zuständig.

Die Fingerspitzen werden auf bestimmte “Sicherheitsenergieschlösser” gelegt, um so den Energiefluss zu harmonisieren und wiederherzustellen und so Stress und Spannungen abzubauen. Ein Hauptzentralstrom, der vorne am Körper hinab und auf der Rückseite hochfließt und 12 Organströme fließen durch unseren Körper und kommen an den Sicherheitsenergieschlössern an die Oberfläche und sind hier auch durch sanftes Handauflegen aktivierbar.

Oft wenden wir Jin Shin Jyutsu unbewusst an. Bei Schmerzen, fassen wir mit den Händen instinktiv dorthin. Ein Kleinkind lutscht am Daumen um das Gefühl von Geborgenheit zu fühlen.

Zum Nachdenken fassen wir mit der Hand an die Stirn. Dort ist das Energieschloss 20, das für unser Gedächtnis zuständig ist.

Bei Rückenschmerzen nehmen wir oft unbewusst eine harmonisierende Haltung ein, indem wir die Hände nach hinten gerichtet auf das Becken legen, auf Sicherheitsenergieschloss 2.

Es gibt 26 solcher Harmoniepunkte, die wir behandeln können:

Es werden auch bestimmte Kombinationen von 26 “Sicherheitsenergieschlössern gehalten.

Zur Beruhigung legen wir die Arme überkreuz und stecken sie einfach unter die Achselhöhlen und atmen zwei Minuten ruhig vor uns hin.

Umgekehrt können wir uns nun auch analysieren. Wir können einen Finger halten und beobachten, welche inneren Bilder und dazugehörigen Gefühle in uns aufsteigen.

Was bedeutet also mein Pickel auf Energieschloss 21 (da ist die Wange)?
Aha, die Verdauung funktioniert nicht. Ich habe etwas Unverdauliches oder wieder zuviel Schokolade gegessen!
Was mache ich dagegen?
Am Daumen nuckeln, das hilft gegen Süßsucht.
Auch wenn man ihn vorher ins Nutellaglas steckt? 🙂