Tag-Archiv | Hexe

Waldesdämmerung im verzauberten Marbachtal

Eine Hexe grinste mich an, als ich den roten Kreuzen folgte.

Verzaubertes Marbachtal

Sie schickte mich auf einsame Pfade, die sich in unzähligen Windungen durch das Marbachtal hindurch schlängelten. An einer Brücke sollte ich die Grenzen des rationalen Intellektes überschreiten und Erfahrungen machen, die mich auf den Berg der Erkenntnis führen sollten.

Ich spürte die lichten Kräfte um mich herum, jedoch war mir der Zugang zu ihnen noch verwehrt. Ich fühlte mich anfangs wie ein Schatten unter den Lichtwesen.

Mit der Zeit aber, stiegen aus geheimnisvollen Quellen die Geister der Unterwelt hervor um mir zu helfen das Licht in der Dämmerung des Waldes zu finden und wieder eins mit meiner Natur zu werden.

Eine große Anzahl, durch den Blätterwald gut getarnter Faune, begann eine wundersame mystische Flötenmelodie zu spielen. Scheinbar endlos klangen diese Harmonien durch das Rauschen des Marbachs hindurch:

Mein Herzchakra öffnete sich weit, als ich den Reigen der Nymphen beobachten konnte und alle negativen Empfindungen konnten heraussteigen. Neue Lebensenergie strömte in mich ein.

Die Geister beim Theater

Wir trafen uns beim „im po sand en“ Denkmal vor der Landesbühne, welches sich der Architekt selbst gesetzt hatte. Obwohl er inzwischen schon älter geworden war, habe ich ihn bei 150-er Jubiläumsfeier noch erkannt.

Aber in Theaterhäusern gehen noch mehr Geister umher. Geister verstorbener Schauspieler und Autoren, Seelen von Figuren aus den gespielten Werken, deren Namen nicht einmal ausgesprochen werden dürfen, wie „Macbeth“…

Treppenhaus

Beim Eintreten in die heiligen Hallen spürte ich die Anwesenheit von Wesen aus der Vergangenheit. Während unsere Führerin darüber sprach, dass die Schauspieler zirka zwei Stunden vor dem Spieltermin zur Maskenbildnerin kommen müssen, dass sie meistens mehrere Rollen im Wechsel aufführen müssen und ihre Künstlerverträge jährlich verlängert werden oder auch nicht, drängten sich die Wesenheiten immer näher an uns heran.

Wir sahen die ausgehängten Spielpläne und Arbeitszeiten mit der 2-stündiger Mittagspause und den schwierigen Arbeitsbedingungen unter den heißen Lampen. In der schwül-warmen Luft war es schwierig zu atmen. Aus den Stühlen der Zuschauer weht uns aber ein kühles Lüftchen entgegen.

Wir erfuhren Einiges über den Transport sperriger Güter von und zu den Werkstätten.
Die Akustik war so gut, dass wir von den obersten Rängen aus die geflüsterte Einladung zum Kaffee gut verstehen konnten.

Theatermenschen pflegen heutzutage immer noch uralte heidnische und abergläubisch Rituale, deren Wurzeln bis ins finsterste Mittelalter zurückreichen. Was tun sie nicht alles um die Theatergeister zu besänftigen!

So müssen sie bei einem Fehler drei Mal ums Theater herumgehen und anschließend wieder um Einlass bitten um die wild gewordenen Theatergeister, das sind ehemalige Künstler, zu beschwichtigen.

Geister der drei Hexen aus Macbeth oder der Geist der Hekate können die Aufführung total schmeißen.

Übrigens ist im Theater alles verboten:

Vor der Aufführung darf man nicht „viel Glück“ wünschen, sondern sagt stattdessen: „toi, toi, toi“ und spuckt sich über die linke Schulter.
Sagt es trotzdem jemand, so darf man niemals mit „Danke“ antworten, sondern höchstens mit einem „Wird schon schiefgehen“! So kann man die Geister verwirren.

Auch zu diesem wohlgemeinten „Toi toi toi“ vor der Premiere darf man nichts antworten, damit man die Premiere nicht vermasselt.

Bei der Generalprobe darf man nicht applaudieren, weil sonst die Premiere schlecht wird.

Auf den Holz- Brettern die die Welt bedeuten wird nicht gegessen, weil sonst die Ratten kommen.

Mit einem Hut darf man nicht über die Bühne gehen, weil sonst die Zuschauer weglaufen.

Der Ausdruck „Hals- und Beinbruch (englisch: „Break a leg“) genannt, kommt ursprünglich aus dem Elisabethanischen Zeitalter. Nach der Applaus-Anordnungen kam bei der dritten Verbeugung das sogenannte „breaking leg“, der Hofknicks dazu.

Pfeifen ist im Theater strikt verboten, weil sich so die Bühnentechniker verständigten. Auf diese Weise wurde zum Beispiel eine Wand von oben herrunter gelassen. Diese herunterfahrende Wand könnte ja jemanden auf den Kopf treffen. Auch als die Theater noch mit Gaslampen beleuchtet wurden, rannten alle aus dem Theater hinaus, wenn eine Gasleitung leck war und pfiff.

Alle heißt, dass noch viel mehr Leute hinter den Stellwänden sitzen, als das Publikum zu sehen bekommt. Zum Beispiel der koordinierende Disponent, der Feuerwehrmann hinter dem kleinen Fenster, der Intendant, der das Pult mit Knöpfen koordiniert und die Inszenierung hinter den Kulissen inspiziert, der Regieassistent der die Künstler betreut und die Souffleuse, die oft in der 1. Reihe sitzt.

In der Klamottenkammer stapelten sich nicht nur antike Gewänder aus jedem Zeitalter, sondern auch künstliche Bäuche und Buckel, Hüte… Es sah dort aus, wie im Lager einer Hexe, die die Menschen in Arbeitssklaven verwandelt hat, die nur manchmal wieder am Leben teil nehmen dürfen.

Wir erfuhren in der Schneiderei, wie sorgfältig die Kleidung vorbereitet sein muss, damit die Schauspieler wenig Zeit zum Umziehen benötigen.

Maskenbildnerinnen bewahrten alte vergammelte Hände, Masken und Nasen in Kisten auf.

Skalpe

In den Schränken hatten sie jede Menge Skalps wie Haare und Bärte versteckt. Auf einem Regal über der Türe hingen Werkzeuge die wie Folterzangen und Fleischwolf aussahen. Es waren angeblich Werkzeuge für S-Krause und Rasiermesser. Ich hatte das Gefühl, als ob wir doch in einem Hexenreich waren.

Ich vergaß mein mulmiges Gefühl wieder als wir uns schief lachten, weil eine Rothaarige mit Bubikopf plötzlich langhaarig erblondete. Sie hatte die vorgeschriebene Ruhezeiten zwischen Schminken und Spielen allerdings nicht eingehalten.

Die Maskenbildnerinnen knüpfen von Hand Perücken aus Büffelhaaren und aus asiatischen Haaren.
Eine Perücke braucht ungefähr 1 Monat Arbeitszeit, je nach Kopfgröße und Haarlänge und – dichte.
Mit Klammern werden die eigenen Haare hochgesteckt, ein Haarband wird drum herum gewickelt und die Perücke wird mit Haarklammern festgesteckt.

Dann traten en wir ins Traumreich der meisten Frauen: Schuhe in allen Varianten. Sollten wir etwa verlockt werden hierzubleiben?

Schuhe

Seid also in Zukunft vorsichtig, wenn ihr ins Theater geht. Überall lauern Gefahren. Ein über die falsche Schulter Spucken oder ein verträumtes Liedchen pfeifen, kann äußerst peinliche Zwischenfälle hervorrufen!

Wem es noch immer noch vor nichts graut, kann hier noch mehr über die Theatergeister erfahren:

http://westfaelisches-landestheater.de/rund-ums-wlt/hinter-den-kulissen/die-theatergeister—aberglaube-am-theater-nr-2-kolumne-sophie-schmidt-5/

Die Heilerin Katharina Kepler

Während einer Hexenverfolgung wurde die Wirts- und Kräuterfrau Katharina Kepler, die Mutter des kaiserlichen Astronomen Johannes Kepler 1615 in einem der bekanntesten württembergischen Hexenprozesse wegen ihrer Heiltätigkeit angeklagt.

Weil Katharinas Ziehmutter eine kräuterkundige Hebamme war, wurde Katharina wegen dieser „Hexe“ von den Dorfbewohnern von Leonberg aufs Übelste gemobbt: Sie hätte das Vieh verhext, sei an der Lähmung des Dorfschneiders schuld, einen Vater zweier Kinder hätte sie getötet, wäre eine Kupplerin des Teufels…

Das Übliche eben, wenn Neid und Geschwätz die Oberhand gewinnen. Und dass sie durch geschlossene Türen gegangen sei, wurde ihr auch noch zum Vorwurf gemacht.

Bei einem Streit mit der Gattin eines Glasers behauptete diese von ihr vergiftet worden zu sein.

Da Katharina sich dann auch noch dummerweise mit dem Richter anlegte, hatte sie nun auch noch das Gericht michachtet und die teuflische Maschinerie nahm ihren Lauf.

Die dreiundsiebzigjährige Katharina wurde daraufhin in einer Stube im Stadttor 14 Monate lang an eine eiserne Kette gelegt und von zwei starken Männern bewacht.

Der Foltertermin wurde angesetzt und nur noch ihr berühmter Sohn Johannes konnte sie retten. Als andere Verteidiger wären nur noch Hexer, Zauberer infrage gekommen, die ja dann mitangeklagt worden wären.

So durfte sie eine Prüfung ablegen, die darin bestand, ihr die Folterinstrumente zu zeigen, damit sie die ihr zur Last gelegten Taten gestehen sollte. Da sie aber standhaft blieb, wurde sie 1621freigesprochenund entkam so dem Feuertod auf dem Scheiterhaufen.

Katharina starb ein Jahr später in Roßwälden. Ihr Grab habe ich hier zwar gesucht, aber nicht gefunden. Das hat sie wohlweislich gut versteckt.

Übrigens wurde später ihre Tante als „Hexe“ verbrannt.

Hexenweihnacht

Auch wenn Ihr ,wie ich, dieses Jahr wieder nichts gebacken habt und vorbereiten konntet, weil ihr ja so beschäftigt durch die Gegend fliegen musstet, um es allen recht zu machen, werdet Ihr trotzdem heute Euer Hexenweihnacht feiern und Euch die besonderen Kräfte dieses Tages zu eigen machen.

Am 21. 12. 1010, Dienstag, 9:17 Uhr wird die maximale Verfinsterung zur Wintersonnenwende stattfinden. Wir haben dann eine totale Mondfinsternis zur Hexenweihnacht, Jul.
Um 7:32 Uhr wird der Vollmond in den Kernschatten der Erde treten. Eine knappe Stunde später geht der Mond bereits wieder unter. Aber was macht das schon. Zeit ist relativ.

Der Schütze-Vollmond vereint die Schütze-Sonne mit dem Zwillinge-Mond, was soviel bedeutet, dass die Inspiration und Offenheit des Schützen für das auf den Alltag bezogene Denken des Zwillinge-Mondes eine Erweiterung verspricht. Der Schütze spiritualisiert und ermöglicht es uns, abstrakte Vorstellungen über unseren Lebenssinn wahrzunehmen. Wir können auf Visionssuche gehen und schauen, was der neue Zyklus uns beschert. Wir können unsere Innere Vision erleben.

Irgendwann an diesem Tag werden wir eine Hexenhalbestunde zwischen die 24 Stunden schieben und unsere Meditation notfalls auch mit einer imaginären Kerze einrichten. Schließlich ist dies das letzte volle Jahr, die letzten 365 Tage vor dem Ende des Maya Kalenders, dem Beginn der großen Wandlung! Allein diese Zahlen lassen jedes Hexenherz erglühen:

21.12.2010 und 21.12.2011.

Du musst versteh’n, aus Eins mach Zehn. Die Zwei lass geh’n.
Und die restlichen Zeilen darf ich weglassen!

Die Quersumme von 21.12.2010 ist 9 (“alles wird neu”)am Tag der totalen Mondfinsternis.
Hier findet Ihr noch mehr über das Julfest.

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/12/21/julfest-midwinter-rauhnaechte-7618530/

Ich wünsche Euch ein zauberhaftes Julfest mit einer Mondfinsternisbetrachtung zum Fühstück.

In dieser besonderen Hexenweihnacht werden sicher mehr Hexen als sonst geweiht werden, sofern sie sich denn nicht selbst einweihen. 