Tag-Archiv | Hinduismus

Ramakrishna

Ramakrishna Paramahamsa (religiöser Ehrentitel ) ist am 18. Februar 1836 in Kamarpukur in Bengalen geboren und lebte bis zum 16. 8. 1886.
Er war hinduistischer Reformer und Mystiker und ein ekstatischer Heiliger, der schon als Kind Visionen erlebte. Im Kali-Tempel, wo Kali als Retterin der Welt verehrt wurde, war er Priester. Dort betete er die Göttin Kali so lange an, bis sie sich ihm als die göttliche Mutter offenbarte. Daraufhin wurde er von einer Kommission aus hinduistischen Gelehrten als Avatar erklärt und somit Buddha oder Jesus gleich gestellt. Für Ramakrishna war das aber nicht wichtig.

Er erkannte nach seiner Erleuchtung, dass die Mystik des Christentums, des Islams und des Hinduismus alle zur Selbstverwirklichung führen können und lebte diese 3 Religionen auch nacheinander. Bildhaft verglich der dass jede Religion ihren Krug mit dem sie das Wasser aus dem Urgrund schöpft, anders nennt.

Er erkannte, das es derselbe Gott ist, dem sich alle nähern, nur eben auf verschiedenen Wegen

Mudras – Sind die Götter taub?

Wenn Deine Gebete nicht erhört werden, warum probierst du es nicht einfach mal mit der Gebärdensprache der Götter?

Im Hinduismus und im Buddhismus werden uns in der Kunst durch eine komplexe Körpersprache ihre Absichten kundgetan. Wir finden sie auf Darstellungen von Buddhas, Bodhisattwas oder Göttern.

Mudras sind symbolische, mystische Handgesten, 500-1000 Jahre älter als Buddha. Sie können uns zu den Bewusstseinszuständen führen, die sie symbolisieren. Durch Mudras wird also eine Beziehung zur Gottheit hergestellt. Mit vor unserer Brust gekreuzten Armen bezeugen wir unsere vollkommene Hingabe an die Gottheit und nicht wie von einigen pessimistischen selbsterklärten Körpersprachespezialisten behauptet wird, ein Verschließen vor dem Gegenüber.

An der Spitze eines Fingers befinden sich etwa 4000 Nervenfasern, die im Kontakt mit den Organen und dem Zentralnervensystem stehen. Finger-Mudras wirken wie Akupressur und können zur Heilung eingesetzt werden.
Beim Jnana- Mudra berührt der Daumen den Zeigefinger. So werden Kreislauf, Tastsinn, Nervensystem und Gehirn stimuliert. Man kann damit Schlaflosigkeit, Gedächtnismangel und Depressionen beheben und Glücksgefühle erleben. Es erhöht die Intelligenz .Diese Schwanenschnabel- Gebärde hat verschiedene Bedeutungen, und heißt auch Putzen einer Lampe, Malen, Perlen, Jasmin, Segen, Gänsehaut.

Im klassischen indischen Tanz werden ganze Geschichten mit den Händen und Fingern erzählt.
Mudras werden auch im Alltag, beim Namaste- Gruß mit den gefalteten Händen, verwendet.

abhayamudra heisst „Fürchte dich nicht“ :
Mudra

Ein erhobener Zeigefinger warnt uns.
Zeigt die geöffnete linke Hand nach unten, ist die Gottheit bereit , uns einen Wunsch zu erfüllen.

Zwar wird behauptet, man könne Mudras überall machen, aber im Stau die Arme ums Lenkrad schlingen könnte gefährlich werden…und wer weiß welche Krankheit der Arzt diagnostiziert, wenn er uns damit im Wartezimmer erwischt…?.

hier noch etwas Lustiges:

Der weibliche Aspekt in den Weltreligionen

Der weibliche Aspekt der Gottheit ist im Hinduismus überall präsent.
Divine Feminine – Shakti: ist hier der weibliche Aspekt der Gottheit. Die Urgöttin, die Weltenmutter ist Maha Devi, diese Muttergöttin reicht in die Zeit vor dem Einfall der Arier. Die 3 Weltenschöpfer haben alle Ehefrauen: Lakshmi ist Frau von Vishnu, Sarasvati ist die Frau von Brahma. Parvati, die Frau von Shiva beinhaltet alle Göttinnen. Sie erscheint z. B als Durga oder Kali.

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/11/09/musiker-universums-7335901/

Im Buddhismus wird die Göttin Kwan Yin verehrt. Die Grüne Tara ist die Mutter aller Buddhas.

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/11/08/kwan-yin-steiners-katze-gemeinsam-7333055/


Islam:
die „Shia“ (Partei), die sich von der islamischen Hauptrichtung abspalteten, verehrten Fatima, eine Tochter Mohammeds wie eine Heilige, da von ihr die einzigen männlichen Nachkommen des Propheten stammen. Sie heißt auch „Die Herrin unter den Frauen der Welten“. Hier wird ihr ein schönes Gedicht gewidmet:

http://www.muslim-markt.de/gedichte/gedichte/fatimah_zahra_cacha/cacha01.htm


Judentum:
Schechinah ist nach der mystischen Tradition der Juden der weibliche Aspekt Gottes. Schechina ist die Bezeichnung der Rauchsäule, die den Israeliten bei ihrem Auszug aus Ägypten voranschwebte. Schechina, »die Glorie Gottes«, wird auch als seine »Tochter.« bezeichnet und in der Kabbala als eine der spirituellen Säulen, die Himmel und Erde verbinden.

Christentum:
Der Heilige Geist wird als „weibliche Vehikel“ für das Ausgießen einer höheren Lehre und spirituellen Wiedergeburt begriffen. Der Heilige Geist handelt in der Schöpfung, vermittelt Weisheit und inspiriert die Propheten des Alten Testaments. Im Neuen Testament ist sie die Gegenwart Gottes in der Welt und eine Kraft bei der Geburt und im Leben Jesu.
Im Alten Testament und in den Schriftrollen vom Toten Meer war der Heilige Geist die spirituelle Kraft oder Gegenwart Gottes angesehen. Das Wirken dieser Kraft finden wir im Zungenreden heutiger Pfingstgemeinden). Sie wurde als eine Stimme angesehen, die von der Höhe kommt und zum Propheten spricht. Daher ist sie in der Sprache der Propheten des Alten Testaments der göttliche Geist der innewohnenden Heiligkeit und Schöpferkraft und wird als eine weibliche Macht betrachtet.
Es gibt einen Bericht über die Reisen des Apostels Thomas nach Indien mit Gebeten, die den Heiligen Geist unter anderem als „die Mutter der ganzen Schöpfung“ und als die „mitfühlende Mutter“ bezeichnen. Einige koptisch-christlichen Schriften verknüpfen den durch Christus offenbarten „Geist des Geistes“ und dem „Geist der göttlichen Mutter. Unter den frühen Christen wurde der Heilige Geist als die Mutter Jesu betrachtet.

http://www.pistissophia.org/de/Der_Heilige_Geist/der_heilige_geist.html

Zu Ehren an das weibliche Prinzip der Schöpfung : Die Göttin (Durge/Shakti/Kali)