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Das Hirngespinst im Schläfenlappen

Es gibt kaum noch etwas, was man in diesem Jahrhundert nicht kaufen kann. Sogar einen TMS (transkranialer Magnetsimulator) das ist ein Apparat, der aus einem Saulus einen Paulus machen kann, gibt es hier zu kaufen:

http://www.innerworlds.50megs.com/winshakti/

Versuchspersonen, die diesen „Gotteshelm“ aufsetzten entwickelten spirituelle Gefühle, sogenannte „Gotteserfahrungen“, wenn programmierte Sequenzen durch transkraniale Magnetstimulation auf ihre Schläfenlappen einwirkten. Deshalb heißt dieser Bereich im Gehirn auch Gottesareal.

Andrew Newberg von der University of Pennsylvania/Philadelphia fand heraus, dass bei tiefer Meditation ein Areal im vorderen Stirnlappen besonders aktiv ist, d. h. hier wird mehr Sauerstoff verbraucht und ein anderes Gebiet im Scheitellappen ist dafür weniger aktiv.

Da bei der Meditation alle Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle ausgeschaltet werden, führt dies zu einer gesteigerten Aktivität im Stirnhirn. Dann gelangen keine räumlichen Informationen mehr in ein Areal des rechten Scheitellappens der für die Orientierung im Raum zuständig ist und deshalb nimmt man sich selbst als grenzenlos wahr. Dies kann zu dem mystischen Gefühl einer Vereinigung mit Gott führen.

In dem Buch des indischen Neurologen Vilayanur S. Ramachandran „Die blinde Frau, die sehen kann“ wird beschrieben, wie die „Gotteserfahrung“ entsteht, wenn Teile des Schläfenlappens gereizt werden.

Bei epileptischen Anfällen wird ebenfalls eine erhöhte Aktivität im Gottesareal nachgewiesen. Auch hier treten häufig Erleuchtungserlebnisse auf. Manche glauben nun deshalb, dass Gott ein Hirngespinst sei. Andere sehen es als Beweis an, dass wir ein solches Gehirn bekommen haben, um Gott zu erkennen.

Hier gibt es noch mehr interessante Information zu diesem Thema zu lesen:

http://www.beepworld.de/members97/wich_mann/wissenschaft.htm