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Allerheiligen – Allerseelen

An Allerheiligen wird aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen gedacht, auch der Heiligen, von denen nur Gott weiß.
Seit Anfang des 4. Jahrhundert gab es schon Allerheiligenfeste, damit man keinen der vielen Heiligen zu gedenken vergaß. Papst Gregor III. legte den Feiertag im 9. Jhdt. auf den 1. November. Seither wird Allerheiligen und Allerseelen an den ersten beiden Novembertagen begangen. In manchen Gegenden wird auch einige Tage später gefeiert.
In Irland entstand dieses Fest im 8./9. Jahrhundert und markiert hier den Winterbeginn und ist zugleich Jahresanfang. Hintergrund ist die Wandlung in der Natur, durch die die ewige Welt der Heiligen sichtbar wird.
Am Vortag von Allerseelen, dem Nachmittag an Allerheiligen, werden die Gräber mit Grün und Blumen (Astern und Chrysanthemen) geschmückt und es wird ein „ewiges Licht” aufgestellt.
Der Armseelenkult besagt, die Seelen Verstorbener, die vor Gottes Gericht bestanden hätten, seien vor ihrer Aufnahme in den Himmel an einem Ort der Reinigung (Purgatorium, Fegfeuer). Die Lebenden könnten den Toten durch Armseelenspenden helfen: Messopfer, Gebete, Opfer und Fasten.
Nach einer jüdischen Legende werden die Seelen in der höllischen Unterwelt der Sünder, jeden Freitagabend nach Sonnenuntergang durch den dunkle Engel des Todes, zeitweise in die Welt der Lebenden gelassen. Die Seelen sitzen dann an einem fließenden Wasser, um sich zu kühlen. Strenggläubige Juden tranken darum am Sabbat kein Wasser, damit der Wasserspiegel nicht sank, damit die aus der Hölle Beurlaubten auch noch trinken können. Nach altem christlichen Volksglauben, stiegen die Armen Seelen an Allerseelen aus dem Fegfeuer zur Erde auf und ruhten für kurze Zeit von ihren Qualen aus.

In früheren Jahrhunderten findet man auch abergläubische Bräuche an Allerseelen. Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt um die Qualen der Seelen in der heißen Hölle zu lindern. Man stellte Speisen auf das Grab und zündete Kerzen an. Allerdings durften auf den Gräbern von Selbstmördern keine Kerzen entzündet werden, damit deren Kinder dadurch nicht auch zu Selbstmördern werden. Das Licht auf den Gräbern soll die Seelen anlocken und ihnen den Weg zu dem Ruheplatz des Körpers weisen oder es soll die Seelen wärmen. Das Licht ist eine Schranke zwischen den Lebenden und den Toten oder es vertreibt die bösen Geister. Wer sich nachts auf einen Grabhügel stellt, soll diejenigen, die nächstes Jahr sterben, über die Gräber gehen sehen.

Zuwendungen für Arme, Mönche, Nonnen und Patenkinder (z.B. Seelenkuchen, Seelenbrote, Seelenzopf, Allerseelenbrötchen) wurden für diesen Tag gebacken. Auch zu Hause verköstigte man die Toten mit Speisen und Getränken.
Keine leere Pfanne darf auf dem Ofen stehen, damit sich nicht eine arme Seele versehentlich hinein setzt, keine Ofengabel darf verkehrt herum stehen, es würde die arme Seele schmerzen; kein Messer darf verkehrt herum auf dem Tisch liegen, die arme Seele müsste darauf sitzen. Das Herdfeuer brennt Tag und Nacht , damit die Seelen sich wärmen können. Man stellte in den Räumen Lichter auf und betete für die Ruhe der Seelen. Die ganze Nacht über brannte ein Licht, damit die Seelen ihre Brandwunden kühlen konnten.
Wer sich in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ins Freie wagte, war in Gefahr zu sterben, denn Spuk und Zauber drohten von Geistern und Dämonen. Am Tag war es verboten, zu säen oder die Gämsen zu jagen. Mit dem Allerseelentag endete in früheren Jahrhunderten das alte Wirtschaftsjahr, das neue begann mit Martini.

Wie man von der Hölle in den Himmel tanzt

Daikini – Tanz

Bewegungsablauf..

Daikini Bewegungsablauf

Durch den Daikinitanz transformieren wir die Hölle in den Himmel: Daikinipraxis ist der Versuch zu fühlen, ins Gefühl hineinzugehen. Wir verbinden uns während des Tanzes mit dem positiven Gefühl. Nach dem Tanz spüren wir weiter und spüren uns selbst. Wenn wir uns den Gefühlen öffnen, finden wir zu uns selbst. So verändern wir unseren Blickwinkel und nehmen immer mehr das Schöne wahr.
Daikini ist die Göttin, die den Raum durchschreitet, sich in ihm bewegt und von der Hölle in den Himmel tanzt. Sie drückt die Bewegung der Gedanken aus und transformiert die Energie im Raum. Durch ihren himmlischen Tanz verwandelt sie negative Energie in die strahlende Energie der Erleuchtung um. Diese Energien können transzendenter oder spiritueller Natur sein. Sind sie spirituell, so handelt es sich um die Weisheitsgöttinnen. Karma- Daikinis oder Göttinnen der Handlungen heißen sie, wenn sie weltlicher Natur sind. Es mögen wohl auch Schamaninnen gewesen sein, die sich durch Ektase in Trance getanzt haben und so in die himmlischen Sphären gelangten. Wir kennen sie auch als die Hexen oder als Hagazussa, die Zaunreiterin, die sich zwischen den Welten bewegt. Also diejenigen, von denen sich das patriarchale System bedroht fühlte.
Sie sieht ja oft auf Darstellungen grausig aus, mit ihrer Knochenkette aus menschlichen Schädeln,mit ihrem 3. Auge, das sie befähigt höhere Wahrheiten zu erkennen oder wie sie Wut, Hass, Gier, Verblendung in Form von menschlichen Körpern bezwingt, indem sie auf ihnen herumstampft. Die um sie herum lodernden Flammen symbolisieren ihre hohe Energie.

Rote Daikini

Eine berühmte Daikini ist aus dem 11. Jahrhundert war Macig Labdrön . Sie war eine bedeutende Yogini des Buddhismus in Tibet und wurde Dämonen-Bezwingerin genannt. Die Essenz der Daikini ist die Energie der unendlichen Liebe mit der sie überall die Schönheit in den anderen sieht.

Auch in der heutigen Zeit leben Meisterinnen, die als Daikini-Verkörperung gelten, darunter Khandro Rinpoche , Mayum Tsering Wangmo und Jetsun Kushog Chimey Luding Dölkar .

In der Daikinipraxis wird z. b. die rote Daikini visualisiert, damit sie die Blockaden im feinstofflichen Energiesystem öffnet. Auch das untere Tor, das sexuelle Chakra kann durch die Daikinis des Tantras transformiert werden. Daikinis geben oft höchste Einweihungen. Sie sind voller Mitgefühl, leidenschaftlich UND intelligent und praktisch. Allerdings sind sie oft unberechenbar und dem gewöhnlichen Geist unverständlich. Sie zerstören intellektuelle Konzepte. Sie zeigt uns unseren Schatten, den wir verdrängt haben. Mit ihrem Messer öffnet sie uns die Situation und sie reißt die Masken ab. Erst nach der Vernichtung steigt der Phoenix aus der Asche.

Katharina von Bora und Martin Luther

Katharina von Bora, eine entlaufene Nonne, die ihr Leben mutig selbst bestimmte, heiratete Martin Luther .

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Martin Luther trotzte Königen und Kaisern und schrieb über das eheliche Leben. Statt Keuschheit ruft er Nonnen und Mönche zum brechen ihrer Gelübte auf. Mit der Bibel argumentierte er: seid fruchtbar und mehret Euch oder heiratet und zeugt Kinder. Diese Skripte las Katharina heimlich. Sie wurde als Kind einfach ins Kloster gesteckt.
Davon wurde sie dann ermutigt mit ihren Mitschwestern zu dem Professor Luther nach Wittenburg zu fliehen. Für diese adligen Damen wurden nun Kleider gesammelt und Unterkünfte gesucht und sie sollten möglichst schnell verheiratet werden, weil sie anderswo nun als eidbrüchig und vogelfrei galten. Die unabhängige und stolze Katharina durfte einen Freund nicht heiraten und lehnte daraufhin vorgeschlagene Bewerber ab, bevor sie Martin Luther, einen ehemaligen Bettelmönch, heiratete. Luther war vom Papst mit einem Bann und vom Kaiser mit einer Reichsacht geächtet, also auch vogelfrei. Es gibt üble Spottbilder über die Hochzeit der beiden und Papstanhänger rufen alle Seelen, die im Fegefeuer und in der Hölle schmoren, zum Jubel über Luthers Hochzeit auf. Sie bezeichnen ihn als Nonnenräuber. Vor lauter Kummer erkrankt Luther.
Katharina erweist sich als tüchtige Frau, sie beginnt damit seinen stinkenden Schlafsack zu entsorgen, führt seinen Haushalt vorbildlich und vermehrt seine Güter. Luther sieht die Rolle der Frau nur im Kinderkriegen . Trotzdem nimmt Katharina ebenso an gelehrten Männerrunden teil, wie an den 3000 Tischreden. Sie kennt sich auch gut aus in Heilkunde.
Trotz dem Geschwätz ihrer Widersacher, die behaupten, aus ihrer Ehe könne nur der Antichrist hervorgehen, bekommen sie wohlgeratene Kinder.
Als Luther stirbt und es Krieg gibt, stirbt sie mit 53 Jahren auf der Flucht.

Gedanken über die Hölle

Gedanken über die Hölle

Normalerweise geht man da ja nicht zielgerichtet hin, aber ich dachte mal, dass man da durch muss, wenn man in den Himmel will. So steht es wohl auch im Koran. Und im islamischen Totenbuch.
Was dort beschrieben wird, geschieht auf der Astralebene und kann beim Astralwandern erlebt werden.
Die Hölle ist eine Prüfung für die innere Stärke, das Mitgefühl und das Besiegen der Angst, bzw. das (Gott)Vertrauen, sowie über die Kontrolle der Gedanken. Der eingentliche Feind sind die eigenen falschen oder schlechten Gedanken. So sehen es viele Völker.
Diejenigen, die dieses Wissen haben und die entsprechenden Eigenschaften besitzen, müssten eigentlich ihren Artgenossen helfen. Und so heißt es auch von den Boddhisattwas (Erleuchtungswesen), dass sie die höchste Stufe zum Nirvana erreicht haben und eigentlich schon hinein könnten, aber aus Mitgefühl kommen sie wieder auf die Erde um den anderen Lebewesen zu helfen.
Im Islamischen Totenbuch wird die Hölle sehr orientalisch malerisch beschrieben. Äußerst anschaulich wird von der zu überquerenden Höllenbrücke berichtet, sowie vom Höllenfeuer und der Hölle selbst, mit ihren 7 Höllenhöfen. Auch Höllengeister malträtieren die Bewohner, die sogar Höllenspeisen vorgesetzt bekommen. Das hört sich genauso an wie die Höllenbeschreibung von Dante. Im Tibetanischen Totenbuch wird die Hölle so erklärt: Du glaubst etwas von außen kommendes angreifen und besiegen zu .müssen. Dies äußert sich zumeist als Hass. Dieser Prozess wendet sich gegen einen und du quälst dich selbst.
Meistens gibt es hier rotglühendes Eisen und Feuer. Aber auch kalte Höllen mit Eis und Schnee gibt es, eine Art von Aggression, die sich weigert zu kommunizieren.
Weil Menschen ähnliche Gefühle haben, erfahren sie die Hölle auch ähnlich. Auch C.G. Jung meinte, dass wir zur Hölle in uns selbst absteigen.
Wir müssen uns also möglichst viel in Selbstbeherrschung und Gedankenkontrolle üben, um auch wieder aus der Hölle herauszukommen, falls wir uns mal dort befinden. Hierzu würden sich z. B. Beten oder Meditieren eignen. Daß es nicht möglich sei, der Hölle zu entrinnen, ist wohl eher auf die Aussage von Menschen zurückzuführen, die über andere Macht ausüben wollten.