Tag-Archiv | Holz

Borkenkäfer- Meditation

Ich schließe meine Augen und vergesse meinen Körper. Obwohl ich mich aufgelöst habe, bin ich noch da und bekomme einen Gegenstand in die Hand gelegt.

Nun löst sich auch die Außenwelt von mir ab und ich lege allmählich meine Aufmerksamkeit auf meinen Fingerkuppen um zu fühlen, was sie berühren. Ich ertaste den Gegenstand sorgfältig, fahre mit meinen Fingernägeln über ihn hinweg und schnuppere genussvoll daran.

Alle Gedanken die an mir vorbeiziehen,lösen sich auf: meine eigenen und auch die der anderen.
Meine Gedanken sind verschwunden. Ich bin nur noch Gefühl und nehme wahr, wie sich mein Herzchakra ganz weit öffnet:

Aus meinem innersten Zentrum fühle ich den Ast eines riesigen Baumes mit einer wunderschönen Blätterkrone, dessen Wurzeln tief in Mutter Erde reichen. Er besitzt jedoch keine Rinde mehr. Das Holz ist vom Borkenkäfer abgenagt. Überall hat er seine Gänge gegraben. Es fließt kaum noch Energie in dem Holzstück…

Behutsam werde ich wieder aus meiner Meditation geholt und ich erfahre, dass der Baum ein Symbol für meine Stärke gegenüber der Außenwelt ist.

Fraßgänge des Borkenkäfers

Fasziniert betrachte ich nun die filigranen und unregelmäßigen Fraßgänge des Borkenkäfers im Holz, die ich zuvor nur undeutlich gefühlt hatte. Das Buchdruckerweibchen, wie der Borkenkäfer auch genannt wird, bohrt eine Rammelkammer unter die Rinde der Bäume, um die Männchen anzulocken und sortiert später die befruchteten Eier in die Seitengänge der Kammer, damit sie dort reifen und gepflegt werden können.

Leider ernähren sich die Larven vom Saft der Bäume, die meistens davon absterben.

Die Flößerei in den Bergen

Geiststein

Als ich rund um den Köshof im Welzheimer Wald wanderte, war dort eine unglaubliche Stille, die nur von dem Gesang der Vögel unterbrochen wurde. Auch am Geiststein sangen nur die Naturgeister ihre Zaubergesänge.

Hier habe ich schon einmal über den Geiststein geschrieben:
http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/27/spirituelle-wanderung-geiststein-8467280/

Vor mehr als 250 Jahren, war es hier am Bärenbachsee, einem Schwallsee für Holzflößerei noch nicht so ruhig, als der Damm für den neuen Floßsee gebaut wurde. Solche aufgestaute Floßseen gab es damals an den Seitenbächen der Rems (Schweizerbach, Bärenbach, Walkersbach)
Im Herbst wurde das Floßholz geschlagen und auf vier Schuh abgesägt.

Im Winter transportierte man das Holz zum Holzeinwurfplatz und ließ sie hinunterrutschten.
Nach der Schneeschmelze wurde das aufgestaute Wasser abgelassen in das aus dem See strömende Wasser geworfen.

Während des Flößens mussten die Mühlen den Betrieb einstellen, weil die Arbeit mit den Baumstämmen so gefährlich war.

Das geflößte Holz wurde in Waiblingen und Neckarrems wieder aus der Rems gezogen; wo es an Ausziehvorrichtungen aus dem Wasser gezogen und gelagert.

Den Sommer über wurden die leeren Floßseen zur Heugewinnung genutzt.

Nun weiß ich also, dass die Flößerei nicht nur in ebenen Gebieten betrieben wurde, wie ich vorher annahm, sondern auch in bergigem Gebiet.

Hilft ein Baumsparvertrag gegen Waldtöter?

Jetzt werden auch noch unsere Wälder nachhaltig abgeholzt:

Hieß es nicht immer, wenn der Wald verschwindet, wird Kohlendioxid freigesetzt und das Klima wandelt sich?

Gibt es systematischen Abholzungen nur in den letzten großen Regenwäldern Brasiliens und Indonesiens?

Bei uns in Deutschland wird schließlich nachhaltig abgeholzt. Das heißt, dass, nur die Menge an Holz geschlagen werden darf, die wieder nachwächst. Wo wachsen denn an unseren Fahrbahnrändern und an den Wegen die Bäume nach?

Wer merkt das überhaupt? Diejenigen, die mit dem Auto zum Waldparkplatz fahren um ihren Hund eine halbe Stunde Gassi zu führen oder die, die mit ausladenden Schritten und klappernden Stöcken die Rehe verjagen? Denen, die vor Weihnachten Treibjagden durchführen kann es ja nur recht sein,wenn die Bäume fehlen, dann können sie die Rindenfresser besser sehen.

Der Wald gehört zwar zu 39 Prozent den Kommunen, die stellen ihn uns aber nicht als Erholungsparks zur Verfügung, sondern nutzen ihn als Wirtschaftswälder zur Gewinnung von Holz und Wildfleisch. Und nun haben sie eine neue Quelle entdeckt, ihre leeren Kassen zu füllen.

Immer öfter traf ich in den letzen Jahren im Wald auf riesige Holzfällmaschinen:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/03/21/spaziergang-wald-13246870/

Hochpotente Hightech-Maschinen zerkleinern in Sekunden einen Baum in Holzspäne, die unter hohem Druck in kleine Pellets gepresst werden. Zusammen mit den Giften wie Lindan, das gegen die gefährlichen Borkenkäfer gespritzt wurde, wird dann in den Holzpellet- Heizungen beim Verbrennen Dioxin frei.

Werden deshalb unsere Pellets ins Ausland verkauft und welche aus Russland eingeführt? Russland ist nämlich auch schon fleißig am abholzen und pelletieren. Egal, Hauptsache der Euro rollt.

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/141615/index.html
Hier ist noch ein interessanter Film über das ewige Waldsterben:

Was meint Ihr, soll ich mein Geld doch lieber in einem Baumsparvertrag als auf einem Grundstück auf dem Mond anlegen, wenn ich mal im Lotto gewinne?

Wozu brauch i denn ä Mülltonn?

Auf einem Ausflug kam uns plötzlich beißender Qualm entgegen, der immer schlimmer wurde. Da wir in der Nähe spielende Kinder gesehen haben, dachten wir, sie hätten vielleicht gezündelt und wir müssten vielleicht die Feuerwehr wegen der beißenden Rauchschwaden alarmieren.

Dann kamen wir an die Quelle des Qualms und Feinstaubes, eine Mischung aus Wasserdampf, Rauch, heisser Luft und gesundheitsgefährdenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe:

Erst einmal war ich froh, dass es nur ein Bauer war, der dem Gestank nach nasse Holzstämme ins Feuer warf und kein Waldbrand:

Im Kamin würde sich beim Verbrennen des nassen Holzes Glanzruß bilden, der zu einem Kaminbrand führen kann und den der Schornsteinfeger nicht entfernen kann.

Dann kamen uns aber Bedenken einmal wegen des starken Windes und dann sahen wir wie er blaue Plastiksäcke ins Feuer warf:

Soviel ich weiß, entstehen so krebserregender Dioxine.

Wozu brauch i denn ä Mülltonn I ko mei Müll selber verbrenna:

Wird das Holz im nassen Zustand verbrannt, verdampft zuerst das Wasser. Deshalb verbrennen nicht mehr alle Holzbestandteile vollständig. Holzgase schlugen sich als Ruß auf unseren Kleidern und Haaren nieder, so dass wir auf dem Heimweg immer noch den beißenden Qualmgeruch in den Kleidern und Haaren hatten.

Müllverbrennung

Feuchtes Holz zu verbrennen ist außerdem stark umweltbelastend.