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Von Kühen und Ameisen

Von Kühen und Ameisen
Kälbchen

Die Kühe waren gleich neben unserem Grundstück und wir mussten achtgeben, dass sie uns nicht die Handtücher wegfraßen, so gierig machten sie sich über das saftige Gras her.

Überall hatten sie schon ihre „Kuhgangerln“ in den Matsch an den Hängen eingegraben (Pfade, die sie immer wieder entlang liefen).

Jeden Tag tauchten neue Kühe auf, so dass wir uns bald auch wie Kühe in der Herde vorkamen:

Besonders wenn sie mit uns zu Abend speisten, konnten wir ihr lautes Schmatzen und Schnaufen hören. Dies und das gelegentliche Muhen waren mal eine Abwechslung, weil wir ja sonst nur das Konzert der Rasenmäher unserer Nachbarn zu Hause kannten:

Sie düngten auch fleißig und erhöhten den Stickstoffgehalt im Boden. Deshalb gediehen die Blumen auf den Weiden umso prächtiger:

Dann kamen die Fliegen, Bremsen und Ameisen, von denen sich eine sogar in einer Sänfte tragen ließ:

Manchmal wollten die Kühe auch mal unsere Almhütte besichtigen.

Eine Kuh nahm Anlauf:

und dieser Bulle probierte es auf diese Art:

Für den Fall, dass das Zauneinreißen mal gelang, hatten sie Glocken umhängen, damit man weiß, wo man sie suchen muss:

Die Bäuerin vom Nachbarn schenkte uns leckere Milch, aus deren Rahm wir sogar Schlagsahne machen konnten.

Milchtasse

Dschjoti auf der Almhütte

Nun sollten wir also wie einst die Kuhhirten in einer Almhütten überleben.

Zum Glück mussten wir nicht deren schwere körperliche Arbeit übernehmen.
Unsere Almhütte hatte auch kein Plumpsklo, sondern war gut ausgestattet mit Strom und fließendem Wasser und mit unserem Auto konnten wir sogar bis vors Haus fahren:

Almhütte

Obwohl unsere Wirtin uns vorausfuhr, war es später gar nicht so einfach den Weg zu unserer Almhütte zu finden, weil wir lieber die Landschaft betrachteten, anstatt uns den Weg zu merken.

Landschaft

Wir waren nun umgeben von einem Bach, einem Forellenteich

saftigen Weiden und Kühen:

Wir pflanzten erst mal unseren Salat hinters Haus und säten Kresse aus:

Salat

Später sahen wir dann die Hochbeete der Einheimischen. Nun wussten wir, warum sich alle Schnecken auf unseren Salat stürzten:

Hochbeet

Sie hatten keine Kletterseile dabei!

Dann setzten wir uns gemütlich kaffeetrinkend mit Apfelstrudel und Marillenknödeln vor die Hütte und beobachteten, wie sich die Radfahrer den Berg hoch abstrampelten.

Neben der Almhütte plätscherte auch ein leise gurgelndes Bächlein:

bächlein

Das schwollaber in den nächsten Tagen zu einem reißenden Gebirgsbach an:

Es klang dann natürlich ganz anders und bald schon konnte ich am Klang der Bäche heraushören, an welchem Ort wir uns befanden. Die Karten stimmten nämlich meistens nicht und die Kennzeichnungen waren auch öfter mal weg.

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