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Der Grüne Mann am Grande Plage von Olonne

Steine

La Grande Plage von Olonne ist bei Ebbe ein wunderschöner 3 km langer großer und windgeschützter Sandstrand.

1999 gab es hier vor der Bretagne ein Tankerunglück , unter dem die Tierwwelt schlimm leiden musste. Freiwillige säuberten noch im Januar 2000 den Strand in Sables d’Olonne vom Öl.

Strand  bei Olonne

Die Naturgeister waren an diesem Tag bei Ebbe ganz friedlich und legten sich extra in Positur, damit ich sie fotografieren konnte. Es waren erstaunlich viele „Grüne Männer“ am Strand. Ich nahm aber nichts von den Meeresschätzen an, um die Meeresgöttin nicht wieder zu verärgern.

Die Fische schwammen immer mit der 9. Welle des Meeres mit. Sie weist auf die Wellen der Zeit hin und auf die 9 Monate des menschlichen Lebens. Mit der 10. Welle kehrt der Mensch durch den Tod wieder in unsere Welt zurück, wußten die Kelten.

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Keltische Grabhügel

Die Naturgeister luden mich ein, die keltischen Grabhügel im Oberholz bei Göppingen zu besichtigen. Wenn sie mir nicht geholfen hätten, wäre ich fröhlich an den bewachsenen Hügeln vorbeispaziert.

Grabhügel

Also führten sie mich durch Streuobstwiesen und öffneten mir mit ihrem Gesang das Tor zur Anderswelt.
Ich wanderte also durch die Jahrhunderte bis ca. 500 vor Christus, als die Kelten in Grabhügeln bestattet wurden. Damit sie niemand entwendete, wurden Felsbrocken darauf gestellt und Erde darüber geschüttet. Trotzdem kamen Grabräuber um die Schätze aus den Hünengräbern zu stehlen und sie bei sich zuhause zu verstecken. So wie hier als sie auch den Altar geklaut haben:

http://dschjotiblog00.blog.de/2013/09/16/altar-geklaut-16403403/

Zum Glück haben sie die Bäume und Sträucher stehen gelassen und die Naturgeister sind auch noch da, wie ihr hören könnt:

Kelten und Naturgeister im Biosphärengebiet der Schwäbischen Alb

Ich folgte der roten Raute, mal neu gestrichen, mal alt und vermodert, mal an drei Bäumen hintereinander, mal verschwunden an einer Weggabelung.

Nach dem kleinen Steinbruch stieg ich den Wiesenhang zum kahlköpfigen Burren empor. Nachdem ich die wunderschöne Aussicht ringsum genossen hatte und die Kaiserberge gezählt hatte, stieg ich auf der anderen Seite wieder hinab.

Der Name des Burren leitet sich von purren her und bedeutet, man damit das Wild hochschreckt. Er wird aber auch auch “Glufakissa” (Nadelkissen) genannt, wegen seiner wohlgerundeten glatten Oberfläche.

Beim Michelsberg waren kaum Leute zu sehen, die hier herrlich hätten Urlaub machen können.

Schwäbische Alb

Dann kamen Schilder zur Felsenrunde und überall waren Felsen. Am Trauf gab es viele schöne Aussichten. Von hier aus hatte ich einen wunderschönen Blick in den Geislinger Talkessel. Vom Hausener Fels aus konnte ich ins Geisentäle schauen und die dortigen Gespräche belauschen:

Welcher dieser Zahlreichen Felsabhänge nun der eigentliche “Jungfraufelsen” ist, von dem die von einem Jäger verfolgte Jungfrau aus Verzweiflung herabsprang, wollten mir die Waldgeister nicht verraten. Im Gegenteil, sie behaupteten, dass im Laufe der Zeit immer mal wieder Jungfrauen dort hinabgestürzt seien, weil die Männer früher so wild waren, wenn sie zu viel Met getrunken haben.

Manchmal musste ich regelrecht durch die Büsche kriechen, um wieder so einen Felsen zu erblicken. Dabei grinsten sichelbewehrte Zauberer wie Merlin von knorrigen Eichen zu mir herab. Sie widmeten sich der heiligen Mistelernte.

Auf den Hügelgräbern tummelten sich die Naturgeister und in den Gräben liessen Kobolde eine römische Amphore in kleine Stücke zerplatzen um die Studenten der Archäologie zu beschäftigen.

Vor einer Bank auf der ich ausruhen wollte, entdeckte ich seltsame Buchenästchen aufgehäuft und andere Hexereien, so dass mich lieber weiter lief. Wer weiß wer diesen Ort verhext hat:

Immerhin haben die Vorfahren der Kelten es geschafft, das Schwäbische Meer aus dieser Gegend zu vertreiben, so dass heutzutage nur noch einige Muscheln und andere Versteinerungen anzutreffen sind. Auch die einst rauchenden Vulkane haben sie vor langer Zeit besänftigt.

Vielleicht retten sie das Gebiet ja auch gemeinsam mit den Naturwesen noch vor den Biosphärikern:

Der zauberhafte Frühling

Ich legte meine Isisflügel an und rauschte wie ein riesiger goldener Schmetterling mit den Naturgeistern in den Frühling. Ich wurde ganz eins mit ihnen und verlor mich in der blühenden Landschaft und in den süßen Frühlingsmelodien die sie einst mit Mendelssohn sangen.

Schmetterling

In diesem Raum lebte früher der Volksstamm der Kelten, der den Fluss als heftig, böse und stürmisch erlebte und ihn deswegen „Neckar“ nannte. Später kamen die Römer und die Alemannen. Jetzt bewirtschaften zumeist Schwaben die dortigen Weinberge.

Göttliche Gedanken zogen ein in mein Gemüt und mein Herz war berührt von der wunderbaren Pracht. Meine innere Quelle begann zu sprudeln als das Licht durch mich hindurch strömte.

Neidköpfe zur Dämonenbekämpfung

Bei meinen Wanderungen durch die alten Städte erschrecken mich immer wieder diese Fratzen die heutzutage Neidköpfe heißen und an der Westseite von Gebäuden angebracht sind. Sie haben die Aufgabe Dämonen abzuwehren.

Auch in Schorndorf blickten mich etliche dieser Neidköpfe von den stattlichen Fachwerkhäusern her an.

nid hieß im Mittelalter Hass, Zorn oder Neid und wurde im Sinne von „jemandem Schaden wünschen“ verwendet.

Der „bösen Blick“ war gefürchtet, weil er die Milch der Mütter versiegen oder die Babys sterben ließ.

Ein Gorgonenkopf mit gebleckter Zunge, wie das Haupt der Medusa konnte dagegen seit der Antike natürlich Wunder wirken.

Als man nopch kein Mutterkorn kannte, verseuchten natürlich die bösen Hexen und Dämonen auch das Getreide und wurden mit mächtigen Löwenköpfen eingeschüchtert.

Obwohl diese Sitte, Neidköpfe anzubringen, uns zivilisierten und unwissenden Menschen ziemlich makaber vorkommt, gab es davor ähnliche, aber noch viel schauerlichere Bräuche. Da wurden nämlich Haustiere als Opfer in Gebäude eingemauert um vor den bösen Mächten verschont zu bleiben.
Die Kelten hängten zur Abschreckung sogar die Schädel ihrer Feinde um ihrer Bauten.

Stadtkirche Schorndorf von innen

Zum Glück war dieses Mal die Kirchentüre auf, so dass ich einen Blick hinein werfen konnte, bevor die Naturgeister wieder alles verhext hatten. Zwar treiben sie oft viel Schabernack, aber sie haben auch einen Sinn für Schönheit und so lassen sie auch die vielen Mülltonnen und Autos verschwinden, damit die Stadt ansehnlicher wird. Ihr Gesang ist allerdings genauso schräg wie ihr Hexenwerk:

Rauhnächte oder die Nichtzeit

Zwischen dem Mond- und Sonnenjahr fehlen 12 Nächte, die die alten Kelten als Nicht- Zeit kannten. Weihnachten (wih heißt heilig) bedeutete einen Zeitraum von 11 Tagen und 12 Nächten, den Rauhnächten, die zwischen dem Sonnenjahr (365Tage) und dem Mondjahr (12mal 29,5 Tage gibt 354) Tage liegen.

Rauhnacht

Es sind die 12 Rauhnächte zwischen den Jahren in der die physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt sind und die Grenzen zu anderen Welten und Bewusstseinsebenen verschwimmen und alles geschehen kann. Das Tor zur Geister- und geistigen Welt klafft besonders weit auf.

Ich habe heute beim Einkaufen eine Klobürste erworben und damit meine Chakren gereinigt. Danach habe ich auch ein wenig Hagazussa gespielt.

Ich nahm nämlich ein wundersames Flimmern wahr und als die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebel krochen, konnte ich ein paar Geister erblicken, die ich natürlich gleich fotografiert habe. Sie bemerkten mich gar nichtund ich konnte hingerissen ihrem Zaubergesang lauschen:

Manche Menschen versuchen zu Weihnachten mit Räucherwerk böse Geister auszutreiben oder zu Silvester die Geister und Dämonen mit Feuerwerk zu verscheuchen.

Die Nichtzeit ist auch eine Zeit des Stillstandes, in der man weder Geschäfte abschließen noch Wäsche waschen sollte. In dieser Zwischenzeit, sollten sich die Menschen anstatt zu arbeiten, besinnen und im Kreise ihrer Lieben die Wiederkehr des Lichtes feiern.

Hängt man weiße Unterwäsche auf lockt man lüsternen Geister an.
Wer draußen nur seine Wäsche aufhängt, könnte noch Schlimmeres erleben.

Draußen tobt nämlich die wilde Jagd Wotans (Odins) mit dem einäugigen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte zusammen mit den Verstorbenen, auf der Jagd nach einem Eber, begleitet von seinen Raben Mugin und Munin („der Gedanke und die Erinnerung“) und den Wölfen Geri und Freki („der Gierige und der Gefräßige“).

Deshalb feiere man besser daheim mit Julbier, reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Plätzchen, warmen Met und einem Festtagsschmaus und opfere wie unsere Vorfahren Äpfel, Nüsse und Honig.

Während die Natur draußen unter ihrem Schneekleid oft leblos erscheint, schenkt die große Mutter dem Sonnengott neues Leben. Mit den länger werdenden Tagen erwacht auch die Natur und das Leben wieder um uns herum und wir erkennen, dass jeder Tod nur ein vorübergehender Schlaf ist.

Ich wünsche Euch noch ein paar besinnliche Rauhnächte.

Mein geheimes Anwesen im Windmond

Da bei den Kelten alles Sein in den Tiefen der Dunkelheit wie aus einem dunklen Mutterschoß heraus geboren wurde, begann ein Zyklus immer mit der dunklen Hälfte. So begann also das Jahr Anfang November in der dunklen Jahreszeit.

Auch mein wilder Garten begann sich zu verändern. Die üppige Pracht stand noch voll in der Blüte und lebte in manchen Früchten (Erdbeeren) noch einmal auf, um dann langsamer zu pulsieren und schließlich einzuschlafen, wie auch die Frösche und Wassergeister in meinem Teich.

Alles an der Oberfläche scheint friedlich zu schlafen. Glitzernder Reif breitete sich wie ein Mantel über die Fauna. Das Gras darunter ist grau, die Farben sind verblasst.

Andere Geister beseelen und beschützen nun mein geheimes „An-wesen“. Sie steigen aus den Nebeln heraus und sausen mit den Winden ums Haus und stellen sich herrschsüchtig in Position. Aus diesem Grund hieß der November früher Windmond oder Nebelung.

Nun wird es Zeit mit der Natur mitzuschwingen, alles aufzuräumen und nach innen zu gehen in die Stille und sich Gedanken zu machen über die Illusion von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder die Dualität von Gut und Böse…