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Die Heilerin Katharina Kepler

Während einer Hexenverfolgung wurde die Wirts- und Kräuterfrau Katharina Kepler, die Mutter des kaiserlichen Astronomen Johannes Kepler 1615 in einem der bekanntesten württembergischen Hexenprozesse wegen ihrer Heiltätigkeit angeklagt.

Weil Katharinas Ziehmutter eine kräuterkundige Hebamme war, wurde Katharina wegen dieser „Hexe“ von den Dorfbewohnern von Leonberg aufs Übelste gemobbt: Sie hätte das Vieh verhext, sei an der Lähmung des Dorfschneiders schuld, einen Vater zweier Kinder hätte sie getötet, wäre eine Kupplerin des Teufels…

Das Übliche eben, wenn Neid und Geschwätz die Oberhand gewinnen. Und dass sie durch geschlossene Türen gegangen sei, wurde ihr auch noch zum Vorwurf gemacht.

Bei einem Streit mit der Gattin eines Glasers behauptete diese von ihr vergiftet worden zu sein.

Da Katharina sich dann auch noch dummerweise mit dem Richter anlegte, hatte sie nun auch noch das Gericht michachtet und die teuflische Maschinerie nahm ihren Lauf.

Die dreiundsiebzigjährige Katharina wurde daraufhin in einer Stube im Stadttor 14 Monate lang an eine eiserne Kette gelegt und von zwei starken Männern bewacht.

Der Foltertermin wurde angesetzt und nur noch ihr berühmter Sohn Johannes konnte sie retten. Als andere Verteidiger wären nur noch Hexer, Zauberer infrage gekommen, die ja dann mitangeklagt worden wären.

So durfte sie eine Prüfung ablegen, die darin bestand, ihr die Folterinstrumente zu zeigen, damit sie die ihr zur Last gelegten Taten gestehen sollte. Da sie aber standhaft blieb, wurde sie 1621freigesprochenund entkam so dem Feuertod auf dem Scheiterhaufen.

Katharina starb ein Jahr später in Roßwälden. Ihr Grab habe ich hier zwar gesucht, aber nicht gefunden. Das hat sie wohlweislich gut versteckt.

Übrigens wurde später ihre Tante als „Hexe“ verbrannt.

Die Göttliche Ordnung im Himmel und auf Erden

Friedrich Johannes Kepler (1571 – 1630) war zugleich gläubiger Christ und beschäftigte sich mit der Astrologie. Als Begründer der modernen Naturwissenschaften entdeckte er die Gesetze der Planetenbewegung als Ausdruck der Weltharmonie des Schöpfers.

Während seines Unterrichtes hatte er eine Satori- Erfahrung, eine Eingebung, bei der er schlagartig die Anordnung des Weltalls als göttliche Ordnung begriff.
Er glaubte, dass in der Welt die göttlichen Ideen für den menschlichen Geist sichtbar werden, damit er sie erkennt und lobpreisen kann.
Das Resultat seiner Vision waren die Sphären der sechs damals bekannten Planeten, die in die 5 Platonischen Körper eingebettet sind.

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/11/10/meditation-platonische-koerper-7347021/

Die Göttliche Ordnung können wir auch in unser Leben sinnvoll integrieren:
Morgens ordne ich meine Gedanken. Und schreibe alles auf, was tagsüber zu erledigen ist.
Läuft etwas schief wird ab jetzt die göttliche Ordnung angerufen.

Ich lobe die göttliche Ordnung in meinem Gebet und während ich ihr danke, fühle ich wie sie meinen Körper, meine Seele und meinen Geist durchdringt und sowohl mir selbst Friede und Kraft bringt, als auch den anderen, für die ich bitte.

Zur stetigen Erinnerung an die hilfreiche göttliche Ordnung, die mich begleiten soll, klebe ich notfalls hier oder da einen Zettel auf Medizinschrank, Tel, Schreibtisch, Koffer, Arbeitsplatz… je nachdem, wo der Schuh drückt.Jetzt klebe ich mal einen auf meinen PC. Vielleicht tauchen dann verschwundene blogfreunde wieder auf. 😉

Meditation über Platonische Körper

Es gibt 5 Platonische Körper.
Einer davon ist der Tetraeder, er hat 4 Dreiecke. Das Oktaeder hat 8 Dreiecke. Das Dodekaeder hat 12 Fünfecke und das Ikosaeder hat 20 Dreiecke. Der Würfel hat 6 Quadrate.

PlatonischKörper

Besonderheiten und Gemeinsamkeiten:
Platonische Körper sind vollkommen regelmäßige Körper. Ihre Oberflächen bestehen aus gleich großen, gleichseitigen und gleichwinkligen Vielecken
Zu jedem platonischen Körper gehören drei spezielle Kugeln. Die erste berührt alle Kanten ihres platonischen Körpers genau in der Mitte. Eine zweite, kleinere Kugel, eine Innenkugel, ist so in den Körper einbeschrieben, dass sie alle Flächenmittelpunkte des platonischen Körpers berührt. Eine dritte Kugel, die umhüllt den platonischen Körper so, dass sie alle Ecken des Körpers berührt.

Das Dodekaeder finden wir schon als Grabbeigaben bei den Kelten. Es war das Ordenssymbol der Pythagoräer.
Platon verbindet die vier Elemente mit den regelmäßigen Körpern: Erde mit dem Würfel, Wasser mit dem Ikosaeder, Feuer mit dem Tetraeder, Luft mit dem Oktaeder. Das Dodekaeder verbindet er mit der Quintessenz, dem Himmelsäther. Die 12 Seitenflächen entsprechen den 12 Sternbildern.
Johannes Keplers brachte die fünf platonischen Körper in Beziehung zu den Planetenbahnen.
Zur Demonstration entwarf er ein Planetarium.

KeplersPlanetarium1

In der Mitte steht die Sonne und die Planeten bewegen sich auf Kugelschalen. Die große Halbkugel trägt die Bahn des Saturn.
Die übrigen Schalen sind Inkugeln in einem platonischen Körper.
Im Würfel ist die Kugel des Jupiter.
Im Tetraeder die Kugel des Mars.
Im Pentagondodekaeder ist die Kugel der Erde.
Im Ikosaeder ist die Kugel der Venus.
Im Oktaeder ist die Kugel des Merkur.
Nachdem Kepler bemerkte, dass die Zahlen nicht genau stimmten, verbesserte er das Modell, indem er den Schalen eine gewisse Dicke gab, die er mit den Monden in Verbindung brachte.
Später verwarf er dieses Modell aber wieder.
Würfel findet man im Kochsalz und Oktaeder im Fluorit. Pyrit kristalliert zu Dodekaedern und Ikosaedern.
Die Alge Braarudosphaera hat Dodekaederform. Dodekaeder kommt als Kristallform vor. Tetraeder, Würfel und Oktaeder kommen ebenfalls in der Natur als Kristalle vor.
Das Tetraederprinzip ist ein geistiges. Um nicht nur einseitig zu denken ist vielleicht die
„Meditativ-Tetraedrische Kreativitätsübung“ hilfreich. Man meditiert hier z. B. über das Tetraeder folgendermaßen:
Spitzen und Ecken entsprechen der Tiefe des Denkens. Was passiert mit uns, wenn wir die Ecken und Kanten abrunden?
Es gibt die Meinung, dass die Wissenschaftler an den platonischen Körpern nur die Flächen wahrnehmen, Ingenieure nur die Kanten und Diagonalen. Den Statiker interessieren sich angeblich mehr für Drehpunkte und Stabilität der Körper.
Wie wäre es mal mit rückwärtsdenken?
Bei dieser Meditation sollen Augen und das Herz für das „kreative“ Dritte oder gar das „farbige“ Vierte geöffnet werden.
Und wenn ich auf diesen link gehe, weiß ich, was Heilige Geometrie bedeutet.

und noch eins obendrauf, für die sehr Interessierten: