Tag-Archiv | Kirche

Lässt sich mit Regenschirmen der Euro retten?

Auf einem Ausflug nach Bad Ischl wunderten wir uns sehr. In der Trinkhalle spukte nämlich plötzlich eine 2. Sissi herum:

Zwei Sissis in der Trinkhalle

Und dann lag da noch die Göttin Ostara auf dem Tisch in einem Schaufenster herum.

Ostara

In dieser Gasse:


kaufte ich die Solar Schmetterlinge:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/06/10/solar-schmetterlinge-13839547/

In einer Kirche hingen viele Regenschirme. Warum konnten sie denn nicht einfach das Dach reparieren?

Regenschirme in der Kirche

Es war eine Aktion in Zusammenhang mit den vielen Rettungsschirmen, die immer und immer wieder aufgespannt werden um den Euro zu retten.

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Wie Frauen im Mittelalter gebändigt wurden

An unserer Kirche gibt es ein Relief, auf dem Trauernde schön brav nach Geschlechtern getrennt, dargestellt sind. Links der Vater mit den Knaben und rechts die Mutter mit den Mädchen.

Gebende

Die Mutter trägt ein „Gebende“. Das sind ein weißes mit Mehl gestärktes Stirnband mit Kräuselrand und eine Kinnbinde, welche höhergestellte verheiratete Frauen in der Kirche tragen mussten, nachdem sie „unter die Haube“ gekommen waren.

Die Kinnbinde war ganz schön unbequem beim Essen und Sprechen und hat sicher auch gekratzt. Gleichzeitig wurden so auch die Haare „gebändigt“. Nur unverheiratete Frauen durften die Haare offen tragen.

In Frankreich hieß die Kinnbinde kleiner Bart (Barbette) und wurde Mitte des 12. Jahrhunderts Mode.

Hier wird die Mode aus dem Mittelalter vorgeführt und erklärt

Erst nach den Pestepidemien des 14. Jahrhunderts, als die Menschen wieder lebenslustiger wurden, änderte sich diese Mode.

Hier gibt es eine Nähanleitung für ein Gebende:

http://www.tempus-vivit.net/bibliothek/buch/gebende

Natarajas Tanz in der Kirche

Ich wollte auf dem christlichen Weg, den schon unsere Mystiker gingen, eine Gotteserfahrung machen und suchte deshalb eine Kontemplationsgruppe in einer katholischen Kirche auf.

Im Wintermantel und Schal rezitierten wir gemeinsam einige Zeilen aus einem Heft auf dem Willigis Jäger „Integrale Spiritualität“ geschrieben stand.

Wir wurden angewiesen in die Stille zu gehen, indem wir alle Gedanken und Vorstellungen loslassen sollten, um so die Einheit mit dem göttlichen Urgrund zu erfahren.

Dann erfolgte eine ca. 20-minütige Kontemplation. Wir saßen im Kreis auf unseren Meditationshockern mit dem Rücken zum Altar. Weil es so kalt war, waren wir in Decken eingewickelt. Während der Kontemplation erlebte ich außer Stille auch ein gemeinsames Besteigen eines Gipfels.

Danach schritten wir auf unseren Wollsocken langsam im Kreis um den Altar herum, ich natürlich im Ballengang.

Bei der anschließenden 20-minütige Kontemplation besuchte mich zu meinem Erstaunen Shiva in seiner Nataraja- Gestalt:

Nataraja

Dann begann er sich während meiner beschaulichen Betrachtung so wie hier als Lillith zu präsentieren:

Mir wurde ganz heiß dabei. So hatte ich es mir nicht vorgestellt, auf Gott zu lauschen. Was hätte wohl Theresa von Avila, die durch einen leidenden Jesus bekehrt wurde, davon gehalten?

Während wir daraufhin schnell im Kreis über den Marmorboden schritten, konnte ich mich wieder etwas abkühlen.

Zum Abschluss rezitierten wir wieder gemeinsam den Text von Johanna Tauber über „ohne Bilder und Form“.

Ich bin sehr dankbar darüber, dass sich mir Gott so wunderbar von seiner weiblichen Seite gezeigt hat.

Quick Response

Quick Response, QR -Codes sind Datenmatritzen. Wir kennen sie von den Barcodes aus den Supermärkten. Sie wurden ursprünglich für die Lagerlogistik der Automobilindustrie erfunden.

Mit dem Handy können wir den QR- Code fotografieren und dann die Webseiten aufrufen oder telefonieren ohne eine Buchstabenfolge oder Nummer einzutippen.

Trauer1

So kann ich mir dann z. B. in Japan einen QR- Code Grabstein bestellen:

Dazu miete ich mir dann eine aufblasbare Kirche:

Jesus!

Cochin

Ich war schon sehr verblüfft in Cochin so viele Männerpärchen Händchen halten zu sehen. Aber das ist bei dem Frauenmangel ja kein Wunder.

Als das allerdings verheiratete junge indische Paare in Mahabalipuram am Strand machten, kam die Moral-Polizei und nahm sie mit aufs Revier.

Die Diskussion geht immer darum, dass die Kinder verdorben werden und die Frauen nicht mehr verheiratet werden können.

Cochin ist eine 3 Millionen- Stadt, dessen Hafen schon seit der Antike für seine Gewürze bekannt ist.

Fort Cochin

Hier flickten die Fischer ihre chinesischen Fischernetze aus den Zeiten Kublai Khans und ließen sich dabei von den Touristen für ein paar Rupien zusehen.

Fischernetze Cochin

Es war immer noch Onam und alle hatten ihre schönsten Kleider angezogen und wandelten die Uferpromenade entlang.

Cochin Uferpromenade

Leider rasten wir an allen tollen kleinen Läden vorbei, hinter unserem Guide her, um ins jüdische Viertel zu kommen. Dort wimmelte es von Anmachern, die es uns dann auch vermiesten, uns in den kleinen Läden umzusehen.

Wir besichtigten die jüdische Siedlung und gingen in die Synagoge aus dem 15. Jahrhundert. Die 60- Personengemeinde spricht heute noch aramäisch- hebräisch. Auf einer Wand war die Geschichte der Juden in Indien dargestellt.

Dann schauten wir in die Franziskanerkirche hinein, in der Vasco da Gama begraben ist.

Abends gingen wir dann noch in eine Kathakali- Vorstellung.

Kathakaliwerbung

Von Mahabalipuram nach Pondicherri

Morgens atmeten wir noch einmal die frische Seeluft am Strand von Mahabalipuram.

StrandMamallapuram

Wir hatten große Schwierigkeiten, im Hotel unsere Euros in indische Rupien zu wechseln. Angeblich hatten sie kein Geld, keiner war zuständig oder die Zuständigen waren nicht da.

Palmen

Zum Glück bekamen wir auch keine der hin und wieder herunterfallenden Kokosnüsse auf den Kopf.Es war sowieso ein Glückstag, weil wir eine Mantramaschine fanden:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/11/10/indien-mantramaschine-kommt-9951399/

Dann fuhren wir nach Pondicherry, wo Aurobindo 1926 einen Ashram gründete.
In seinen heiligen Hallen drängelten sich die Massen der Touristen, die alle zum Heiligtum strömten und die Gartenpracht gar nicht betrachteten.

Heute ist die Aurobindo- Organisation zum größten Arbeitgeber der Stadt angewachsen und unterhält Läden, Fabriken und Schulen.
Verwundert sahen wir hier breite gepflasterte Straßen ohne Kühe.

Pondicherri

Sogar originelle Abfallkörbe gab es auf der Strandpromenade:

Abfallkörbe

Im Aurobindogarten schliefen überall Menschen. Niemand beachtete die schönen Skulpturen:

Aurobindogarten

Wir bestaunten etliche Hindutempel.

Pondicherri3

Pondicherri2

Dieses Mal machte unser indischer Reiseführer keinen großen Bogen um die Katholische Kirche:

christlicheKirche

Tags: Mahabalipuram, Pondicherri, Südindien, Aurobindo, Ashram