Tag-Archiv | Kirtan

Prinzessin Dschjoti im Sikh-Tempel

Um einen Gurudwara = (Tor zum Guru) zu besuchen, muss man sich nicht einmal dem Stress nach Indien fliegen zu müssen antun:

http://dschjotiblog00.blog.de/2011/02/22/heilige-scheisse-frauen-duerfen-begleitung-turm-10660978/

So einen Sikhtempel, in dem Gäste herzlich willkommen sind, gibt es auch in Stuttgart. Jeden Sonntag um 12 Uhr wird hier gefeiert:

Hinter dem Eingang zog ich meine Schuhe aus und stellte sie in ein dafür vorgesehenes Regal. Ich wickelte mir einen dünnen Schal um mein Haupt. Es lagen auch Tücher zum Ausleihen in mehreren Farben bereit. Dann wusch ich mir die Hände.

Ich folgte einigen Sikhs in den Tempelraum, der mit schönen Teppichen ausgelegt war. Vor dem Heiligtum verbeugte ich mich etwas und blieb eine Weile stehen, um die fremdartige Energie, zu spüren.

Später beobachtete ich, wie die Gläubigen ihren Respekt erwiesen, indem sie sich sogar bis zum Boden hinunter verneigten. Einige warfen in den Kasten vor dem Altar Geld ein.

Hinter dem Heiligtum hing das Nishan Sahib, das goldene Sikh-Zeichen an der Wand. Der stählerne Ring stellt die Einheit Gottes dar, das zweischneidige Schwert Wahrheit und Gerechtigkeit. Die beiden gekreuzten Krummschwerter umgeben das Ganze als Zeichen seiner Allmacht.

Ich erfuhr, dass es sich bei dem Heiligtum unter der Bettdecke um den AGGS, den Adi Guru Granth Sahib handelt. Als ich mich wunderte, dass da ein toter Guru drunter liegt, erklärte man mir, dass dieser Guru nur ein Buch mit ca. 6000 Strophen in 31 verschiedenen Melodienfolgen sei.

Der Fliegenwedel, einem Symbol der Autorität wird ehrerbietig über dieser heiligen Schrift bewegt, um die Insekten zu vertreiben wie man es einst bei den menschlichen Gurus machte.

Ich kuschelte ich mich in die Mitte des Raumes zwischen die Falten eines Teppichs und wartete, bis sich rechts von mir die Männer mit ihren Turbanen in allen Farben und Formen und links die Frauen in wunderschönen Saris mit ihren Kindern niederließen. Die meisten saßen im Schneidersitz.

Jedem wurde Parshad, ein süßes Teigbällchen überreicht.

Dann begannen zwei Mädchen spirituelle Melodien (Kirtans) mit heiligen Worten so zu singen, dass ich ganz hingerissen davon war und langsam mit der Melodie in andere Welten entschwebte.
Dazu spielten sie das indische Harmonium und wurden von einem Tablaspieler begleitet.

Sikh bedeutet Schüler. Im 15. Jahrhundert gründete der Wanderprediger Guru Nanak in Nordindien eine monotheistische Reformbewegung, die Hinduismus und Islam verbinden sollte. Weltweit gibt es jetzt mehr als 27 Millionen Anhänger und alle gelten als gleichwertig, weshalb auch alle Männer den Namen Singh (Löwe) tragen und alle Frauen den Namen Kaur (Prinzessin).

Sie versuchen ein moralisches und spirituelles Leben im Einklang mit der Schöpfung zu führen. Die Gläubigen lassen ihre Haare wachsen und die Männer ihre Bärte. Aus diesem Grund und auch weil sie einen Turban tragen, wurden sie schon oft mit Muslimen verwechselt.

Ehrliche Arbeit gilt als ein Weg zur Erlösung:

„Nur der allein, Oh Nanak, kennt den Weg, der arbeitet im Schweiße seines Angesichts und dann mit all den anderen teilt.“ (Guru Granth)

The Gods vanished from Hindu Temple

Did you sometimes have the feeling that an angel has personalized into a human being or into an animal?

He helps you in a certain situation or over a difficult period of time. But one day the person or the animal dies or goes away or changes into the opposite and does not bring delight to you anymore.

So it happened the 8th of August 2012, when I came to a Hindu- temple near Stuttgart and the gods where gone. I could not feel them anymore. There was no puja going on. A feeling of emptiness pervaded the room.

But once they where there:

The first time I visited the Hindu- temple it was overwhelming. A huge wallpainting decorated the room with the world of the gods. It was so pretty, that the gods must have helped to paint it.

Götterwelt

The gods where everywhere in the big clouds of burnt incense. I saw the Planetgods,

Planetengötter

the god of fire and many others…

Schrein

At another wall I saw the offerings for the deities and everything was decorated nicely.

A women sang a Kirtan for the gods with an angel`s voice.

The priest were ceremoniously painted, with special stripes and golden embroidered dresses. They surrounded the Homa (sacrificial fire) clockwise and the Hindus followed. They took me with them and we had leaves of flowers in our hands. The priest sang beautiful Mantras to the honour of the gods like Kali, Sarasvati, Laksmi, Vishnu, Ganesha…They are all incarnations of one God. So Vishnu is the male part and Sarasvati the female part of God and Lakshmi is the female part of Vishnu.

Then the priest rang a bell for Aarti- ceremony to gain the attention of the gods. Three times he moved the oillamp circular in front of the statue and then towards the people. They put their hands first over the flame then to their forehead to bring the god within themselves.

The priests took the offerings and spent the sanctuary of the gods. Therefore they painted on our foreheads a dot of vibhuti. That is holy ash. We got also little yellow and white dots of kukkum powder, which looked like Shivasigns. Now we were protected by the gods. We drank sweet tetrapack milk from our palms and the priest put leaves of flowers behind our ears.

The statues of the gods were awakened with temple music and we chose the mantras from a mantramachine. I was allowed to wash the gods with tetrapack milk, while singing OM and whispering their names into their ears.

During the day they got prasad to eat and in the evening they got their beautiful pyjamas on and were brought to bed.

Once a year the main god of the temple is pulled in a huge wooden carriot around the block to bring blessings.

I hope the gods will come back one day.

Agamani is as well as devotional songs as a fantastic tale of human emotions and love . The music in which gods turn to humans and humans to god :

Kirtans zu den Venustagen

Kirtan bedeutet in Sanskrit “wiederholen”.
Wenn wir unser Bewußtsein erweitern wollen und unsere Gefühle und Empfindungen ausdrücken wollen, können wir Kirtans (Mantras) singen oder chanten. Dabei entstehen in uns Lebensfreude und Kraft für das tägliche Leben, unser Herz öffnet sich für Gefühle wie Liebe und Anbetung.

Sikhs meinen mit Kirtans die Verse aus dem Guru Granth Sahib (GGS). Sie Rezitieren sie in Begleitung von Instrumenten und bekommen so durch die Lobpreisung der Schöpfung den sinnlichen Zugang zur Spiritualität.
Die Tugenden Gottes erklingen dann in unserem Herzen und der Mensch kann so ein kleiner Gott auf Erden werden.

Jo Mangey- Freedom and Leela – Sikh Shabad Gurbani Kirtan

Waheguru