Tag-Archiv | Konflikt

Kennen Sie Ihre Lebensaufgabe?

Viele Menschen wissen gar nicht mehr, wer sie eigentlich sind und dass sie auf der Erde sind um zu leben. Sie leiden, weil sie ihre Lebensaufgabe nicht verstehen.

Das Leben das ich selbst gewählt

Ehe ich in dieses Erdenleben kam
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der mich gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und Plage,
und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde aus der ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
da hört ein Wesen ich die Frage tun,
ob ich dies zu leben mich getraute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal all das Schlimme
„Dies ist das Leben, das ich leben will“,
gab ich zur Antwort mit entschlossner Stimme.
So war’s als ich ins neue Leben trat
Und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt.
Ich klage nicht, wenn’s mir oft nicht gefällt,
denn ungeboren hab ich es bejaht.

Hermann Hesse

ERKENNE DICH SELBST! – sagen alle großen spirituellen Weisheitslehrer.

Sie können ihre Lebensaufgabe z. B. durch die Kabbala, die Numerologie oder die Astrologie finden.

Worin ihre Lebensaufgabe liegt, verrät Ihnen in der Astrologie das Haus und das Sternzeichen, in dem sich Ihr Drachenkopf (aufsteigender Mondknoten) befindet. Die karmisch verursachten Aufgaben lesen sie dann aus dem absteigenden Mondknoten. Ungelöste und schwierige Seiten zeigen die rückläufigen Planeten und die Mondknoten.

Manche Menschen wissen schon als Kind, welche Aufgabe sie in der Welt ausüben wollen, ob sie die Kranken heilen oder als Lehrer Wissen vermitteln wollen. Andere merken erst später dass sie für sich innere Ruhe finden sollen oder die Liebe so leben sollen, dass sie nicht nur geliebt werden, sondern auch selbst Liebe geben müssen.

Will sich jemand partout nicht unterordnen, ist es möglicherweise seine Aufgabe Demut zu lernen.
Um Hingabe zu entwickeln muss zuerst das Gegenteil, die Auflehnung erkundet werden. Er muss sich dann mit seinem Schatten auseinandersetzen und erkennen, dass er sich in einen größeren Zusammenhang, z. B. eine Gruppe einzufügen hat oder einer guten Sache dienen soll. Dann lebt er im Fluss mit seinem Leben und er wird von allen Seiten unterstützt.

Ist jemand oft Situationen ausgesetzt, in denen er große Angst verspürt, deutet es darauf hin, dass er lernen muss zu vertrauen.
Auch das Loslassen lernen soll wohl zur Erkenntnis führen, dass das Schicksal nichts nimmt, ohne wieder etwas zu geben.

In periodischen Auslösungen bekommt jeder Mensch immer wieder etwas zu lernen, auch wenn er seine Lebensaufgabe nicht kennt. Es geht hier um Selbsterkenntnis. Diese wird erreicht, wenn man die wiederkehrenden Momente und Probleme seines Lebens betrachtet.

Von der materiell ausgerichteten Denkweise, die sich auf Ereignisse und Erfolge bezieht, können wir unser Bewusstsein über den Konflikt hin zum Höheren oder Wahren Selbst erweitern.
Je mehr ein Mensch in seiner Mitte ruht, umso klarer sieht er seinen Weg selbst als seine Lebensaufgabe. Wenn wir unsere Lebensaufgabe verinnerlichen und bejahen, können wir wachsen und gedeihen.

Das 9- stufige Eskalationsmodell

Sowohl im Privatleben bei Familienstreitigkeiten als auch im öffentlichen Leben bei Stuttgart 21 und natürlich unter verfeindeten Staaten wie Korea, können wir
das 9-stufige Eskalationsmodell nach Glas beobachten.

Eskalationsstufen:

1. Verhärtung der Standpunkte . Man glaubt, die Spannungen seien durch Gespräche zu lösen.
2. In der Debatte entsteht ein Schwarz-Weiß-Denken und man fühlt sich überlegen oder unterlegen.
3. Aktionen: Da man sich nicht mehr in den anderen einfühlen kann und glaubt, dass reden nichts bringt, wächst die Gefahr von Fehlinterpretationen.
4. Images/Koalitionen: Man bekämpft sich gegenseitig,streut Gerüchte und sucht Verbündete.
5. Unerlaubte Angriffe sollen den Gesichtsverlust des Gegners herbeiführen.
6. Durch Drohungen und das Aufstellen von Ultimaten wird der Konflikt beschleunigt.
7. Der Gegner wird als Feind gesehen, so dass Begrenzte Vernichtungsschläge als „passende“ Reaktion gesehen werden.
8. Zersplitterung: Nun wird das Ziel, das feindliche System zu zerstören und aufzulösen, intensiv verfolgt.
9. Gemeinsam in den Abgrund: Nun gibt es kein Zurück mehr .Es kommt zur totalen Konfrontation. Auch wenn man selbst dabei vernichtet wird, muss der Feind vernichtet werden.

Aber auch wenn die Bestie in uns steckt, gibt es Hilfe: Mediation.

Mediation ist ein Verfahren zur Konfliktlösung. Allerdings müssen sich die Beteiligten freiwillig entschließen daran teilzunehmen und wieder miteinander zu sprechen. Dann lösen sie mit Hilfe eines Mediators, eines Schlichters, ihren Konflikt selbst und eigenverantwortlich.

Diese Möglichkeit alternativer Konfliktbewältigung wäre wünschenswert für alle Gebiete, damit wir unsere Rollen, die wir in dieser Welt spielen anders ausüben. Wenn wir Politiker davon überzeugen, als Mediatoren statt als Alligatoren aufzutreten, wird eine neue Kultur entstehen.

Ob es auf diese Weise gelingt?