Tag-Archiv | Kräuter

Meditation während der Kräuterwanderung

Nach dem heftigen Regen standen die Wiesen wieder in voller Blüte und die Sonne zauberte all ihre bunten Farben hervor. Alles funkelte und klang ganz rein.

Ich setzte mich mit aufrechtem Rücken zu meiner Meditation hin, erdete mich, indem ich mir vorstellte, dass meine Wurzeln tief in die Erde wachsen. Ich schützte mich wie üblich und atmete tief ein und aus.

Bilder meiner Kräuter aus meinem Kräutergarten stiegen aus meinen Tiefen empor und vermischten sich mit den Wildkräutern der Natur.

Naturgeist

Ich nahm wahr, wie die Naturwesen miteinander kommunizierten.
Die ganze Natur war ein sich ständig verändernder Ton, eine Hymne an die Geister des Wassers, die allen Wesen zu trinken gaben.

Auch die Geister des Waldes erwachten zum Leben und zeigten sich von ihrer mystischen Seite:

Nach einer Ewigkeit bedankte ich mich noch bei den Naturgeistern für diese zauberhafte Kräuterwanderung, bei der ich die Kräfte der Natur aufnehmen durfte. So kam ich dann wieser frisch gestärkt aus meiner Meditation zurück.

Sommer Sonnenwend Feier 2012

An Sonnenwende wirken die Naturkräfte am stärksten und somit sind die Kräuter da am wirksamsten. Alles ist auf den Beinen: Elfen, Hexen und Kobolde …

Die katholische Kirche verbat deshalb sogar 1612 auf dem Konzil zu Ferrara das Kräutersammeln zu dieser Zeit.

Auch der Nationalsozialismus, der das Fest für sich ideologisch instrumentalisierte, konnte uns den germanischen Brauch die Sonne zu begrüßen, nicht vermiesen.

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/26/gruss-sonne-8457820/

Wir hatten uns für unsere Sonnenwendfeier einen besonderen Kraftplatz im Wald gesucht und saßen im Kreis um das Feuer und reinigten die Umgebung mit unseren Rasseln und Zimbeln.

Feuerstelle

Neben uns war ein kleiner Teich für die Wassergeister.

Die Himmelskräfte waren uns wohl gesonnen, da der Regen erst vor kurzer Zeit aufgehört hatte. Wir begrüßten sie deshalb auch besonders mit einem Spruch von Rudolf Steiner

Der Sonne Licht durchflutet
Des Raumes Weiten,
Der Vögel Singen durchhallet
Der Luft Gefilde,
Der Pflanzen Segen entkeimet
Dem Erdenwesen,
Und Menschenseelen erheben
In Dankgefühlen
Sich zu den Geistern der Welt.

Dann atmeten wir die violette Wolke in unser 3. Auge ein um es zu öffnen. Danach spürten wir unsere Sinne immer deutlicher. Die Vögel des Waldes begannen besonders schön zu singen.

Unsere Guritha räucherte uns mit Salbei und warf Kräuter wie Mariengras und Wachholderspitzen ins Feuer. Sie gab uns Petersilienblätter für unseren Geschmackssinn und kurz darauf nahm ich dann den Petersiliengeist wahr:

Petersiliengeist

Wir sangen Lieder und Mantren und als wir meditierten, hatten wir das Gefühl, dass die Tiere und Geister des Waldes uns beobachteten.

Bärlauchfest 2012 im Kloster Lorch

Heute waren wir auf dem Bärlauchfest beim Kloster Lorch. Die Parkplätze waren schon morgens so voll, dass wir auf eine riesige Wiese ausweichen mussten. Bei manchen Autos, die nur für das Fahren auf Asphalt geschaffen waren drehten die Räder im Matsch durch.

Klosterführerin

Angeboten wurden außer der Falknerei z. B. Vorträge über Kräuter und eine Führung durch das Kloster von einer Frau in mittelalterlichem Gewand, die u. a. erzählte, dass Königin Irene von Byzanz, Herzogin von Schwaben in der Lorcher Klosterkirche begraben wurde.

Wer sich für Schwertkampf interessierte bekam hier seine Lektion:

Überall waren Buden mit Kräutern. Nicht nur Bärlauchpesto duftete durch die Gegend….

Filzkunst

Es gab Schmuck und Handarbeiten:

Gestricktes

Körbe wurden geflochten:

Hier gab es leckere Süßigkeiten schön verpackt:
Süßigkeiten

Und alles wurde mit lauter Musik untermalt:

In der Kirche waren wunderschöne Gemälde von Greifvögeln ausgestellt, die Jan- Hendrik Pelz gemalt hat:

Im Inneren des Klosters waren alte und neue Gemälde an den Wänden. Hier habe ich einen Teil des Stauferrundbildes von Hans Kloss fotografiert, auf dem die Geschichte der Staufer dargestellt ist:

Stauferrundbild

Vom Turm hatten wir einen schönen Überblick auf das Bärlauchfest und auf die Umgebung:

BärlauchfestvomTurm

Wir genossen noch die wunderschöne Aussicht vom römischen Wachtturm, bevor wir wieder zum Parkplatz gingen:

Aussicht tvom römischen Wachtturm

Wie ich Gründonnerstag feiere

Grün kommt von greinen und heißt weinen. Aber weinen will ich nicht. Für mich ist Grün eine Farbe der Hoffnung und der Zuversicht. Also mache ich etwas anderes:

Heute, am Gründonnerstag kleide mich nur grün. Auch esse ich nach altem Brauch nur Grünes, um die Kraft des Frühlings aufzunehmen und so das ganze Jahr gesund zu bleiben.

Leider kann ich die in grünes Papier gewickelten Gründonnerstags-Eier nicht mehr in der Kirche weihen lassen, weil ich sie bereits zum Frühstück verspeist habe. Nun habe ich eben keinen Schutz gegen Schlangenbisse mehr und Hexen erkenne ich auch ohne Gründonnerstags-Ei an ihren grünen Augen.

Auf der Fensterbank wachsen jede Menge Kräuter. Im Garten werde ich die Brennnesseln ernten und eine leckere Brennnessel-Blätterteigrolle daraus bereiten. Danach wird gesät und die Pflanzen werden geschnitten. Wenn ich dann fix und fertig bin, geht es ab in ein schönes grünes Fichtennadelbad zum Entspannen.

Auch wenn Ihr heute kein Grün tragen wollt, werde ich Euch nicht grün sein.Ich stelle Euch ein Video zu kräftig mitsingen ein:

Was ich mal über die Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag geschrieben habe könnt Ihr hier lesen:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/01/nacht-gruend Gründonnerstag, grün, Hoffnung, Ei,