Tag-Archiv | krafttier

2015, ein Maikäferjahr?

Auf meinem Weg nach oben knackte es merkwürdig im Gebüsch und ich fragte mich die ganze Zeit, was das denn wohl sein mag.

Als ich an meinem Kraftort hoch oben auf dem Berg ankam, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Das sollte mein Krafttier sein???

Seit Jahren hatte ich diese Tierchen mit dem pelzigen Bauch und den hübschen fächerartigen Fühlern nicht mehr gesehen und hier waren unzählige von ihnen. Die Männchen hatten mal wieder mehr Fühlerplättchen als das Weibchen bekommen, woraus ich schließe, dass ihr Schöpfer männlich sein muss.

Maikäfer

Er ist jedenfalls ein hübsch anzuschauender Frühlingsbote, der auch noch Glück bringt.

Maikäfer legt Eier in den Boden, wo die Engerlinge sich von Wurzeln ernähren und junge Bäume so stark schädigen, dass sie absterben und umfallen. Nach vier Jahren schlüpfen im Mai aus den Puppen neue Käfer.

Danach krabbelt der Maikäfer aus dem Erdboden hervor und fliegt auf die Blätter der Laubbäume um sich davon zu ernähren. Besonders schmecken ihm die Buchenblätter. Wenn die Maikäfer zu viele werden, fressen sie ganze Wälder, Gemüse- und Getreidefelder kahl, Aber Pestizide haben sie so verringert, dass ich sie jahrelang nicht mehr gesehen habe.

Es gibt Salben aus den Larven bzw. Engerlingen, die rheumatische Beschwerden lindern und Nerven stärken.

Früher wurden die Maikäfer in Deutschland zerkleinert, in Butter angedünstet und dann mit einer Mehlschwitze und Brühe zu einer Maikäfersuppe verarbeitet. Auch aßen die Menschen sie überzuckert oder kandiert.

Man kann sie auch wie Max und Moritz es taten,unter der Bettdecke von unliebsamen Verwandten verstecken.

Der Maikäfer empfiehlt mir, mich mehr mit den kleinen Dingen des Lebens zu beschäftigen:


Obwohl mich das erdige Krafttier „Maikäfer“ daran erinnert, mich an kleinen Dingen zu erfreuen, auf Details zu achten und nicht abzuheben, fliege ich gemeinsam mit ihm durch die Lüfte und genieße den Tag.

Schamanische Behandlung durch einen Kater

Ich saß auf dem Balkon und atmete das nachlassende Sonnenlicht tief ein und aus, als sich meine Seele von meinem Körper zu lösen begann. Alles um mich herum wurde lebendig. Die Luft vibrierte.

Inneres Lächeln

Tiger, der charismatische Kater meiner Freundin, der auf seiner Bank vor sich hin döste, hob seinen Kopf, schaute mich durchdringend an, als ob er mein Lehrer sei. Er erhob sich und kam in großen Sprüngen auf mich zu.

Aus seinen grünen Augen sprühten die göttlichen Funken der Großen Mutter.

Während ich ihn streichelte und kraulte, löste er ganz behutsam schnurrend negative Energien aus meinem Energiefeld heraus. Nachdem er den Kloss aus meinem Hals- Chakra herausgezogen und in sich aufgenommen hatte, sprang er von meinem Schoß herunter.

Anschließend würgte er keuchend wie ein Schamane, den riesigen Kloss hinaus und erbrach sich.

Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen auf die Erde herab und es war Zeit für mich zu gehen.

Musik und Klang begleiten nun wieder meinen Weg, mein Hals- Chakra ist wieder frei.

Das Zebra auf der Pferdekoppel

Heute trabte und schnaubte ein Zebra in mein Leben. Ob es mich wohl auf die Vereinigung von Gegensätzen aufmerksam machen wollte?

Sobald ich beim Vorbeifahren aus den Augenwinkeln heraus das Zebra erblickte, fuhr ich in den nächsten Parkplatz und rannte zurück. Ich habe es extra gefilmt, damit ich später einen Beweis habe, dass es überhaupt existiert.

Die Streifen sind schließlich eine Götterbotschaft und kündigen eine gute Ernte an.

Mit diesem Krafttier kann man die Geheimnisse des Lebens und seine Mysterien ergründen und die Dinge von zwei Seiten betrachten.

Die Frösche sind wieder auferstanden

Frösche bitten um Wasser

Der Teich sah aus, als ob sie darin Orgien gefeiert hätten. Die neu eingepflanzten Wasserpflanzen schwammen völlig zerrissen auf der Wasseroberfläche. Die Fische, die sich zuvor verkrümelt hatten, lugten ängstlich aus dem Teich.

Am Rand des Beckens saßen sie nun, die beiden Frösche. Jeder auf einer Seite, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten.

Monatelang hatten sie tief im Boden zugebracht, in den sie sich eingegraben hatten um den Winter zu überstehen. Einige ihrer Verwandten hatten es sogar wie die Saddhus in Indien, mehrere hundert Jahre in Felsblöcken eingeschlossen, überlebt. Deshalb ist der Frosch auch ein Symbol der Reinkarnation.

Aber nicht lange darauf saßen sie wieder einträchtig nebeneinander. Nun hoffe ich, dass sie mir den Regen herbei singen, weil meine Pflanzen dringend Regenwasser benötigen:

Die ägyptische Göttin Heket, die zuständig für Unsterblichkeit und Auferstehung ist, trägt einen Frosch – Kopf. Ebenso Kuk, der Urgott der Finsternis sowie weitere Urgötter Ägyptens trugen alle einen Froschkopf.

Bei den Warao-Indianern am Orinoco erscheint die Ur- oder Erdmutter ebenfalls in Froschgestalt.

Im Feng Shui bringen Frösche Reichtum. Deshalb sollte man einem Frosch eine Münze ins Maul stecken und ihn an die Eingangstüre setzen und zwei davon in die Glücksecke.

Diese alten mystischen Krafttiere haben auch einen guten Draht zur Unterwelt und wurden von Hexen und Zauberern wegen ihrer ewigen Wiederkehr geschätzt.

Jetzt gibt es wieder Buddha aufs Brot

Ich steckte Shivas Auge in meine Hosentasche und brach auf um mich auf hohe See zu begeben.
Die Sterne standen günstig. Es war Jupiters Tag und er würde mir einen besonderen Energieschub schicken. Der Gelegenheit um mir meinen Buddha wiederzuholen, der mir vom Brot gestohlen worden war, war gekommen.

Sorgfältig kleidete ich mich in türkisblau, damit mein Kehlkopfchakra ruhig bleiben und so meinen Selbstausdruck günstig beeinflussen würde, weil ich mehreren Personen meine Art die Welt zu sehen, verständlich machen musste.
Wie ich schon aus meinen Karten wusste, würde statt eines Seemonsters eine Sirene über meine Angelegenheit entscheiden.

Mein Weg führte mich an diesem kaltnassen Tag wieder über den Friedhof. Da sprang mich von hinten etwas Kreischendes an, krallte sich an meiner nagelneuen Hose fest und klammerte sich dann um meine Beine. Nur mit gutem Zureden ließ es von mir ab. Dann sah ich das rote Collier und erkannte mein Krafttier. Nun ging mir mein Licht auf, als sie meine Ängste hinwegzerrte und ich konnte mein bioelektrisches Feld wieder mit Lebenskraft aufladen.

Katze

Mein Krafttier hatte etliche von guten Seelen bei sich, die ich einst zum Licht geführt hatte. Sie alle wollten unbedingt mit, um mir beizustehen in meinem Kampf. Ein Rabenpärchen schloss sich uns ebenfalls an.

Wir hatten zum Glück einen ganzen Zugabteil für uns, weil die paar Leute die noch darin saßen schnell ausstiegen. So viel geballte Energie konnten sie wohl nicht vertragen.

Als wir in der Fussgängerzone an einem eigenartigen Gebilde vorbei kamen, das Einsteins Haus sein sollte, war mir klar, warum so wunderliche Dinge über ihn erzählt werden.

Wie seltsam Ulm an diesem grauen Tag aussah! Eigentlich wollte ich noch ein wenig durch das Fischerviertel bummeln, aber mein liebes Krafttier lief schnurstracks zum Ulmer Münster.

Gewaltig ragte die Turmspitze des Kirchturmes über dem Münsterplatz heraus. Mein Bewusstsein kletterte daran empor und ich war berührt von seiner Kraft. Ich konnte die vielen seltsamen Wesen die sich hier tummelten um mich herum spüren.

Auch um das Ulmer Münster schlichen eigenartige Gestalten herum. Aber mein Krafttier wollte unbedingt noch ein paar Heilige dazu überreden uns zu begleiten und so mussten wir hinein. Ich spürte einen kalten Hauch von Ewigkeit, als sich die Kirchentür hinter uns schloss.

Ulmer Spatz

Aber als ich den schlauen Ulmer Spatz sah, stellte sich tiefe Ruhe bei mir ein und ich ruhte wieder ganz in meiner Mitte. Er wollte mich als mein zweites Krafttier begleiten und so vertraute ich tief dem Plan der Schöpfung und ließ los. Mein inneres Licht konnte wieder leuchten.

Aus dem eichengeschnitzten gotischen Chorgestühl beim Hochaltar grinsten unheimliche Wesen hervor, die ich lieber nicht mitnehmen wollte. Irgendwo sollte noch ein Knochenmann herumgeistern, aber der hatte wohl woanders zu tun. Ich frage mich allerdings, was die in einer Kirche wohl so alles treiben?

Da gefiel mir die Himmelskönigin schon besser. Unterwegs trafen wir noch ein paar Verwandte vom Ulmer Spatz und der Löwenmensch mit seiner Sippschaft wollte auch noch mitkommen, weil bei der Sirene Verwandte von ihm Wache halten.

Obwohl wir lange vor dem gesetzten Termin im Reich der Sirene eintrafen, war Albert Einstein schon da. Er hatte wieder irgend so eine komische Formel dazu verwendet und kam mit Lichtgeschwindigkeit hierher. Damit konnte er uns auch alle in dem kleinen Saal unterbringen.

Das Gefecht fing an. Wir mussten uns mächtig anstrengen, weil die Denkweisen der Menschen doch sehr voneinander abweichen. Aber zum Glück gelang es mir mit Hilfe derer, die mich alle unterstützt hatten, überzeugend aufzutreten.

Zum Schluss bekam ich daher wenigstens einen großen Teil von meinem Buddha für meine Brote zurück.

Ich hatte danach noch eine Weile zu tun um die lieben Geister dazu zu bringen, Ulm wieder halbwegs so zu verlassen, wie wir es angetroffen hatten.

Schamanische Visionssuche

Das Läuten der Kirchenglocken begleiteten uns auf unserem Weg. Es war noch glühend heiß, an diesem Sommerabend. Trotzdem brannte schon unser Feuer um die Atmosphäre zu reinigen.

Uns reinigten wir mit Rasseln und räucherten uns mit Salbei.

Wir begrüßten die Energien der Mutter Erde und baten um die Erlaubnis für unser Visionssuche.

Wir begrüßten die Geistwesen des Ostens, des Neuanfanges in unserem Kreis.
Dann, die des Südens, des Wassers und der Fülle, des Wachsens und des Selbstvertrauens.

Wir luden auch die Kraftwesen des Westens ein, die zum Element Erde gehören, mit der Qualität der Reife sowie die des Nordens der Fülle und der Geduld.

Auch Mutter Erde baten wir um Erlaubnis hier nach Antworten zu suchen.
Zuerst dehnten uns streckten wir uns in alle Richtungen.

Wir stampften mit unseren Füßen kräftig und rhythmisch in die Erde, schüttelten uns und hörten sie dröhnend antworten.

Mit kräftigem Rasseln reinigten wir uns erneut.

Durch das rhythmische Rasseln kam unser Bewusstsein in die Fußsohlen und unsere Köpfe wurden frei. Alphawellen durchströmten unser Gehirn.

http://www.youtube.com/watch?v=VbiJ03eRVbo

Wir setzten uns, um uns auf unsere Reise zu begeben.

Wir baten um Schutz und um Führung. Wir spürten ein Lüftchen um uns und den Kontakt zu Mutter Erde. In unserer Vorstellung gingen wir an einen besonderen Ort in die Natur, an dem wir uns besonders wohl fühlten.

Wir hörten den Gesang der Vögel und das Brausen der Geister. Wir nahmen uns als Teil der Schöpfung wahr.

Eine innere Stimme empfahl uns weiterzugehen bis wir in ein Dickicht kamen, welches sich für uns öffnete. Eine Höhle lud uns ein hineinzukommen.

Es wurde immer dunkler und wir spürten mit inneren Sinnen und tasteten mit unseren Händen den Weg. Nach einer Weile führte uns eine alte Steintreppe wieder hinauf ins Helle.

Der Lichtkegel führte uns zum Ausgang auf dem Berg. Die Hütte darauf war unser Ziel.

Dort erwartet uns ein altes weises Weibchen, das uns anlächelte. Ich setze mich zu ihm und erzählte ihr vertrauensvoll, was mich bewegt. Sie meinte, dass ich die Antwort auf meinem Lebensweg durch die Zeit bekomme, ich müsse nur auf die Zeichen achten…

Ich ging allein bis zum Berggipfel, wo mein Krafttier auf mich warten sollte um mich auf meinem Lebensweg ein Stück zu begleiten und um mich zuunterstützte. Ich ging in die Richtung des Abendrotes und musste nicht lange warten, bis mich eine Ameise biss.

Das sollte doch wohl nicht etwa mein Krafttier sein?

Zum Glück erschien dann doch noch ein riesiger Löwe und vor lauter Freude darüber, vergaß ich meine Furcht vor ihm.

Bevor das letzte Tageslicht verschwunden ist, ging ich zurück zur Hütte und bedankte mich für dieses Erlebnis. Ich weiß, ich bin hier immer willkommen, wenn ich Rat benötige. Das Krafttier brachte mich noch zurück an meinen Ausgangsort.

Ich ließ noch in der Stille alles auf mich wirken…

Schamanische Trommelreise

TeppichWir sollten einen Kontakt zu den geistigen Kräften in uns herstellen, indem wir unser Bewusstsein durch Klang in einen traumähnlichen Zustand versetzen. Unsere Wahrnehmung veränderte sich und wir fielen in einen anderen Bewusstseinszustand als sonst.

Dies erreichten wir, indem der Trommler uns mit seinen eintönigen monotonen Trommelschlägen in einen Trancezustand verhalf.

Durch Instrumente, die tierähnliche Laute aussenden, wird die Kraft des Tieres in uns gerufen, die uns Lebenskraft geben. Jeder Mensch hat seine verwandte Seele im Tierreich, aber auch in der Pflanzenwelt. Dieses Krafttier zeigt sich, wenn bestimmte Ereignisse des Umbruchs eintreten, wie Geburt, Hochzeit, berufliche Veränderungen, Krankheit und Tod.

Wir sollen uns auf unseren Alltag besinnen und auf das was in unserem Leben ansteht. Indem wir unseren Atem wahrnehmen und Ruhe finden, können wir uns in die Atmosphäre mehr einfühlen.

Wir gingen in Gedanken an unseren Kraftplatz und erwarteten unser Krafttier. Wenn es sich zeigt, sollten wir ihm unsere Fragen stellen: Was brauche ich, auf was muss ich achten, was soll ich gerade lernen oder genießen…

Da wir in Beziehungen auch lernen, ist es wichtig, mit welchen Menschen wir uns umgeben.
Entwicklungen finden nicht durch den Verstand statt, sondern auf einer anderen Ebene.

Nachdem ich nun auf einer Lichtung saß und den Trommelschlägen lauschte, schaute der Kopf eines zerzausten Wolfes aus dem Gebüsch. Ich regte mich nicht und hoffte, dass ein ansehnlicheres Krafttier erscheinen würde.

Kurz darauf schaute ein Stück von einem Bären aus dem Busch. Irgendwie kam es mir seltsam vor, ein Bär in einem schwäbischen Dorf!

Zu meiner Freude erschien ein riesiger Hirsch, mit einem noch gewaltigen Geweih. Ich folgte ihm gerne in den tiefen dunklen Tannenwald, allein schon deshalb, um zu sehen wie er mit seinem Geweih durch die engstehenden Bäume passt.

Irgendwann lief ich mit seinem Rudel und der Rhythmus der Trommel vereinigte sich mit meinem Herzschlag.

Nach einer Weile lief ich nicht mehr mit den Hirschen durch den Wald, sondern mit schwarzen Kriegern durch felsiges Gelände zu einem Vulkan, dessen glühende Lava aufwärts zum Kegel strömte. Dich hätte auch gerne gesehen was hinter dem Kraterrand war, ich verwandelte mich jedoch in einen Adler und sah arbeitende und tanzende Menschen von oben.

Dann lief ich wieder durch Gebäude mit roten Wänden immer die Stufen empor, bis ich mich nach dem Sinn fragte, irgendwelche modrigen Holzstufen die nirgendwo hinführten zu erklettern.

Als ich mich dann auf den Boden legte, stieg eine Schnur aus meinem Bauch aufwärts zum Himmel und oben war ein Teil von mir, das sich von mir trennen wollte. Ich blieb aber lieber unten.

Zur Belohnung bekam ich von den Menschen, die ein Festmahl bereitet hatten, ein besonders leckeres Stück Tomate.

Die Gefühle, die ich von der Reise mitnahm, kamen von sehr alten, tiefen und dunklen Schwingungen, die sich anfühlten als ob die aus der Steinzeit kämen.