Tag-Archiv | Krokus

Was ist ein Krokus?

Ein Krokus ist eigentlich ein von den Göttern verwandelter Jüngling. Seine Geliebte Similake verwandelten sie in eine Eibe. Die anderen Krokusse nebendran entsprossen dem Boden zusammen mit anderen Blumen als Geschenk für das Brautlager von Hera und Zeus:

Krokusse 2012

Aus den getrockneten Narben des lilafarbenen Safran-Krokus wird das teuerste Gewürz der Welt, Safran gewonnen. Hieraus färbte man sowohl für die buddhistischen Mönche Indiens als auch unsere Könige safranfarbene Gewänder. Zu Heilzwecken diente Safran ebenfalls.

Der Krokus ist bei uns ein Symbol der Unsterblichkeit. Ob Kleopatra ihn wohl deshalb als Badezusatz verwendete?

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Die wundersame Vermehrung der Gebeine des Heiligen Valentins und seine Vermarktung

Valentin von Terni war zunächst ein armer, ehrsamer Priester in Rom, der Hilfesuchenden und Liebespaaren Blumen aus seinem Garten schenkte und Verkrüppelte heilte. Später wurde er Bischof von Ternia.

Als er vor dem Kaiser die Anbetung eines Standbildes verweigerte, begann sein Martyrium. Am 14. Februar 269 wurde er in Rom enthauptet.
Kurz vor seiner Enthauptung schickte er einem blinden Mädchen eine Botschaft. Als das Mädchen den Brief öffnete, fand sie darin einen Krokus, dessen Farben sie erkennen konnte. Daraufhin ließ sich das ganze Haus taufen.

Im 4. Jahrhundert wurde der Kult des Valentin in Rom eingeführt.
Am 2. Meilenstein ließ Papst Julius I. eine Valentinsbasilika errichten. Von einer Verehrung des Heiligen Valentin von Rom erfahren wir bereits aus Pilgerberichten des 7. Jh. Beim 63. Meilenstein findet man im 8. Jh. ebenfalls eine einem hl. Valentin geweihte Kirche.

Die Gebeine des Valentin von Terni wurden 1605 in die Kathedrale von Terni gebracht. Seine Reliquien werden heute noch in der Liebfrauenkirche zu Worms vor allem am 14. Februar, festlich gepflegt und verehrt.

Totenkopf

Valentins Gebeine wanderten im Laufe der Zeit in verschiedene Kirchen und mehrfach wieder zurück. Ein Teilchen einer seiner Rippen wurde 1454 nach Kiedrich im Rheingau verschenkt. Auch in den Dom von Breslau kamen Valentinsreliquien.

Durch Verwechslung mit Valentin von Rätien wurde der Heilige Valentin oft als Bischof mit Hahn, mit Krüppeln oder Epileptikern dargestellt.
Seit 1734 gibt es noch einen Heiligen Valentin in St. Michael in Krumbach in einem gläsernen Sarg. Dieser Katakombenheilige wurde in Rom in Empfang genommen. Auch das Karmelkloster in Dublin, Irland, sowie die Pfarrei John-Duns-Scotus im schottischen Glasgow besitzen Valentinsreliquien.

Seit der Reform des römischen Generalkalenders (1970) und der anschließenden Reform des Regionalkalenders für das deutsche Sprachgebiet (1972) gibt es diesen „unheimlichen“ Heiligen, den man immer verwechselt, nur noch in den Regionalkalendern für die Diözesen Fulda, Limburg und Mainz.

Heute ist er der Patron der Jugend, der Liebenden und Verlobten, der Reisenden und Bienenzüchter. „Fallentin“ ist für das Fallen zuständig und somit der Schutzheilige gegen die Fallsucht, die Epilepsie, er wird auch gegen Krämpfe, Gicht und Viehseuchen angerufen. In Südtirol, half das Verschlucken von Holzstückchen vom Altar des Heiligen gegen Zahnschmerzen. Gichtkranken Kindern setzte man in Würzburg Valentinsreliquien auf den Kopf.

Die Wurzeln des Valentinstag-Brauchtums sind die erwachenden Frühlingsgefühle in England und Frankreich.
Es gibt aber auch einen orientalischen Brauch, an diesem Tag seiner Angebeteten Liebesschwüre zu senden.

Der römischen Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, Gattin des höchsten Gottes Jupiter wurde am 14. Februar aufwendige Blumengebinde geopfert und man schenkte auch den Frauen an diesem Tag Blumen. Junge Mädchen gingen an diesem hohen Festtag in den Juno-Tempel, um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl zu holen. Junge Männer zogen an diesem Tag Lose, auf denen die Namen der ledigen Frauen standen. Die Pärchen gingen miteinander aus und die Ehemänner schenkten ihren Frauen an diesem Tag Blumen.

In England schickt man sich am Valentinstag anonyme Liebesbriefe und andere Liebeszeichen.

In Amerika wurde aus dem englischen „Tag der Liebenden“ zusätzlich der „Tag der Freundschaft und der familiären Beziehungen“, damit noch mehr Blumen und die erste Liebesbriefmarke der Welt verkauft werden konnten.

In den Hansestädten trafen sich am Valentinstag die Seefahrer, Kaufmannsgilden, Handwerkerzünfte und andere Bruderschaften zum Freundschaftsmahl.

Von Amerika kam der Valentinstag dann nach dem 2. Weltkrieg durch die Alliierten Soldaten auch nach Deutschland, wo ihn 1950 die Blumenhändler zum „Tag der offenen Herzen“ erklärten. Beim ersten „Valentinsball“ in Nürnberg wurde er dann offiziell eingeführt.

In Japan beschenken am Valentinstag nur Frauen ihre Männer, Kollegen und Chefs.

In Italien wird heute die Auszeichnung „San Valentino d’Oro“ an Schlagersänger verliehen.

Es heißt, ein Mädchen werde den ersten Mann heiraten, den es am Valentinstag erblickt. Heiratswillige Männer sollten deshalb möglichst früh ihren Blumenstrauß überbringen.