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Die Antwort eines Bodhisattwas

Dunkle gesichtslose verschleierte Frauengestalten krochen aus den Spalten der Felsenhöhlen. Immer mehr von ihnen kamen durch das Wüstental auf mich zu. Mir wurde ganz unbehaglich und ich fühlte mich von ihnen bedrängt und ich hielt die Luft an.

Die Szenerie erinnerte mich an die Leprakranken aus „Jesus Christ Superstar“, die ihn bedrängten sie zu heilen:

Auf einmal schwebte aus einem Ikosaeder die Lichtgestalt eines sitzenden Bodhisattwas zu mir heran und durchdrang meinen feinstofflichen Körper, so dass ich glaubte, der Bodhisattwa selbst zu sein. Langsam wurde mein Atem wieder kräftiger und mit jedem Ausatmen wurden die dunklen Gestalten mit ihren schwarzen Gewändern lichter, bis sie schließlich ganz verschwanden und sich das ganze Tal lichtdurchflutet vor mir ausbreitete. Ich fühlte mich unglaublich leicht, wie ein transzendentes Wesen. War ich nun ein Bodhisattwa?

Nach dieser Meditation mit dem 8. Chakra, kam ich zu dem Schluss, dass der Bodhisattwa mir lediglich demonstrieren wollte, dass er nicht nur egoistisch im Nirwana schwebt, wie ich ihm unterstellt hatte, sondern sich durchaus auch ins Jammertal begibt um andere Wesen zu erlösen.

Wenn die Menschheit sich durch die wiedergeborenen Seelen entwickelt, tragen die „Erleuchteten“, die im Himmel oder im Nirvana schwelgen schließlich nicht zur Evolution der Menschheit bei.

Dieser Bodhisattwa aber hilft anderen Wesen, indem er die göttliche Kraft durch sich wirken lässt, bevor er selbst ins Nirwana eingeht, damit das Leben nicht mehr als Leid erfahren wird, welches überwunden werden muss.