Tag-Archiv | Künstler

13. Mit Shiva beim Heiligen Paul

Saint Paul 1

Nun flog Shiva mit mir auf seiner Mistgabel, er nennt es Dreizack in ein wunderschönes mittelalterliches Bergdorf in dem wir den Heiligen Paul besuchen wollten, so wie schon so viele berühmte Filmschauspieler vor uns.

Auch haben sich hier viele Künstler niedergelassen und Chagalls Grab haben wir auch hier entdeckt.

Weil der Heilige Paul sich aber bisher weigerte, sich darstellen zu lassen, verschönern die Künstler den Ort eben mit anderen Kunstwerken. Ein armes Pferd haben sie sogar mit Hufeisen zugenagelt:

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=2CmdhVnpAKg&feature=youtu.be

 

Ich habe versucht sie zu filmen, aber so zauberhaft wie der Ort war, so wurde auch wieder der Film.

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3. Das Licht flutet in die Welt

Ich durfte den Maler Matisse, der seine Visionen über Lebensfreude, Musik und Tanz malerisch ausdrückt, zu seiner Kapelle begleiten.

Ich sah es Shiva an, dass er Matisse beim Bauen und Füllen der Rosenkreuzerkapelle mit Licht kräftig unterstützt hatte, so krumm und schief und bunt wie sie ist, so leuchtete auch sein Antlitz…außerdem verriet ihn mal wieder sein Dreizack, den er auf dem Dach abgestellt hatte.Vampir Matisse

Ebenso hatte Shiva sich beim designen der Messgewänder mal wieder nicht zurückhalten können. Kein Wunder dass es dann wieder Ärger gab.

https://www.youtube.com/watch?v=SefhDvTJvhY

Auch konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Messgewänder eher wie Umhänge von Vampiren aussahen.

Etliche dieser berühmten alten Künstler an der Cote d´Azur zogen schließlich blutjungen Musen an, wie das Licht die Motten. Wenn sie sie ausgesaugt hatten, warteten schon die nächsten.

Amélie, die Frau von Matisse schien dies ebenfalls zu gedacht zu haben…

1. Der Traum vom Meer und vom Licht

Ich träumte vom Meer und aus diesem riesigen Meer tauchte plötzlich Shiva hervor und löste meine düsteren Visionen in nichts auf. Er versprach mir Antworten, wenn ich ihm folgen würde.

Ich ergriff seinen Dreizack und sprang damit über meinen Schatten und folgte ihm durch die Lüfte. Aber Shiva ließ mich nicht mal durch ein Loch in den Wolken schauen, er wollte dass ich nach innen blicke, denn von dort kamen die Fragen und dort hinein gehörten die Antworten.

Engelspromenade

Er zeigte mir, wo die Engel prominieren. Aber nur manche flanierten an den prächtigen Gebäuden entlang und ergötzten sich am Meer. Viele sausten dort im Takt der neuen Zeit entlang, sowohl zu Fuß als auch mit ihren Gefährten.

Shiva zeigte mir das Meer, sowohl das aus Wasser als auch das aus Häusern über denen sich ein ganz eigenartiges sich stets wandelndes kristallines Licht bewegte.

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Meine Augen tranken, zusammen mit der zwischen den Betonklötzen der Häuser versteckten Venus, die Schönheit der Bucht und ich staunte, welchen Zauber dieser Ort auf meine Seele ausübte.

Venus

 

Als ich nicht genug davon bekommen konnte, zog er mich erst sanft, dann aber bestimmt in eine ganz irreale Welt.

Es war eine Welt der Künstler, in der ich mich schnell zurecht fand, weil ich hier die mir vertrauten Naturgeister entdeckte.

Shiva machte mich mit dem französischen Maler, Bildhauer und Performancekünstler Yves Klein bekannt, der wie ich, die Farbe Blau liebte und Judo praktizierte er auch.

Er zeigte mir das Vereinfachen, so a la Zen- Meditation: nur Blau, nur ein Ton, nur mono.

https://www.youtube.com/watch?v=oO_CYFxFqwQ&feature=youtu.be

Sofort stürzte ich mich mitsamt meinen Kleidern ins blaueste Blau des Meeres, um dann wie seine Modelle, die sich für ihn in blauer Farbe wälzten, in der Leere die Ekstase zu erleben.

Überall  hüpften die bunten Gestalten der dunkle Mächte herum, denen die Malerin Niki de Saint Phalle Wohnung in ihren Kunstwerken schuf, damit diese sie  vor der Psychiatrie bewahrten. Aber leider bewahrten sie sie nicht vor den Giften, die aus den Materialien der Nanas in ihren Körper, insbesondere in ihre Lunge eindrangen.

Ich stieg viele Treppen hinauf und wieder herunter um mir einen Überblick über diese eigenartige Stadt zu verschaffen und um später auch wieder aus dem Gassengewirr der Altstadt herauszufinden.