Tag-Archiv | Kunstwerke

Ausflug zum Schwäbischen Bermudadreieck

Türkenbundlilien 2

Das Schwäbische Bermudadreieck ist berüchtigt, wegen der häufigen und tragischen Luftunglücke. Gedenktafeln auf dem Bosler erinnern an die Verunglückten der tragischen Flugunglücke, deren Ursache nicht erklärt werden konnte. Viele ereigneten sich im dichten Nebel.

Der Wetterbericht hatte mal wieder die üblichen Gewitter angekündigt, aber es war weit und breit kein Wölkchen zu sehen. Also machte ich mich auf zum Deutschen Haus am Albnordrandweg, um von dort aus den 800 Meter hohen Gipfel am Albtrauf, den Bosler zu erwandern. Von hier oben wollte ich die wunderschöne Landschaft betrachten.

Außerdem gab es bei der Albkante am Gruibinger Wiesle sogar Kunstwerke, die Jahrhundertsteine und Felsplatten aus Jurakalkstein. Der Künstler hatte leider das Dach vergessen, unter dem ich im Falle des angekündigten Unwetters Schutz hätte finden können.

https://www.youtube.com/watch?v=NKL_bJsUzvg&feature=youtu.be

Irgendwie fand ich es doch eigenartig, dass an diesem mystischen Ort so viele Blüten einen Turban trugen. Türkenbundlilien heißen sie heute. Früher hießen sie Goldwurz, wegen ihrer goldgelben Zwiebel, mit deren Saft die Alchemisten  aus unedlen Metallen Gold zauberten.

Kühe bekamen Martagon, den Türkenbund zum Fressen, damit Milch und Butter schön gelb wurden.

Ihren Duft verströmen die Türkenbundlilien erst, wenn die Sonne untergeht. Dann kommen Schmetterlinge mit langen Saugrüsseln und bestäuben sie. Sie sollen damit auch Dämonen verjagen und gegen Besessenheit wirken und werden Babys gegen Zahnweh als Amulett um den Hals gehängt.

Als Liebeszauber wirken sie ebenfalls.

Wie ich wieder zur Malerei fand

Don`t drink from the fairies cup

Der Zugang zum Reich der Ideen für meine Kunst war schon lange Zeit verschlossen, als mir eine Freundin von früher über den Weg lief.

Sie wollte unbedingt, dass ich ein Bild für sie malen sollte und bat so darum, dass ich ihr ihren Wunsch nicht abschlagen konnte.

Sie nannte mir ein Thema und wollte ein großes Bild. Ansonsten ließ sie mir freie Wahl in der Gestaltung und ich durfte mir Zeit lassen.

Bereits während der Vorbereitungen merkte ich, wie geheimnisvolle Kräfte mich durchströmten und meine Seele erweckten. Ich bekam immer mehr Zugang zum Reich der Ideen und wusste bald nicht mehr was ich alles nicht mit aufs Bild bringen sollte.

Zuerst malte ich sie in ihrer Traumwelt, konnte mich aber nicht von dem Gemälde trennen. Dann malte ich das Bild, welches sie sich gewünscht hatte. Es wurde noch schöner und farbenprächtiger und gefiel ihr sehr. Es hängt nun an einem besonderen Platz in ihrer Wohnung.

Der besondere Lohn der vielen Arbeit lag nicht nur im üblichen Flow beim Malen des Bildes und wenn ich in meiner Fantasiewelt versank, sondern dass mein Kanal zur Kreativität wieder offen liegt und ich Freude und Energie habe neue Kunstwerke zu schaffen.