Tag-Archiv | Lachyoga

Das Gelächter in meinem Garten

Ich verließ die Luftschlösser der Fee, die mich versetzt hatte und machte mich auf, bei einem Lachkurs das grundlose Lachen zu erlernen. So könnte ich das Leben, wenn es mal wieder trostlos und traurig erscheint, von einer anderen Seite betrachten.

Der Hund der Fee schob sich einfach einen langen spitzen Knochen zwischen die Zähne und aktivierte durch das Auseinanderziehen der Mundwinkel seine Lachmuskeln.

Dazu wird, um die entsprechenden Akupressurpunkte für die Tiefenatmung zu aktivieren, mit auseinandergespreizten Fingern in die Hände geklatscht und laut „ha ha ha“ und „wau wau wau“ gerufen. Dann lacht das Lachen ganz von alleine los.

Wir streckten und dehnten uns kräftig, indem jeder ein imaginäres Gummiseil mit seinen Händen auseinanderziehen musste. Mit diesen Lockerungsübungen schüttelten wir das Lachen aus uns heraus.

Ich klopfte meinen linken Arm runter und auf der Innenseite wieder hinauf um das Lachen aus dem Arm herauszuklopfen. Dasselbe macht ich von der Schulter zur Fingerspitze und den Körper hinab über die Zehen und auf der Rückseite zurück wieder nach oben. Zur Belohnung durfte ich mir den Bauch tätscheln.

Nun klopfte ich vorsichtig meinen Nacken, dann auch den Kopf, den ich bis zu den Nasenflügel beklopfte. Die Wangen, Lachfältchen und die Stirn wurden noch beklopft und ebenso der Scheitelpunkt und der Hinterkopf. So weckten wir sanft den Schalk im Nacken.

Zum Schluss klopfte ich mir selber auf die Schulter um mich ordentlich zu loben.

Wir kitzelten unser verstecktes Lachen aus der Handfläche, aus der Armbeuge, die übrigens unser Glückpunkt ist, aus der Thymusdrüse und aus dem 3. Auge heraus. Dazu atmeten wir tief ein und lachten beim Ausatmen laut los. Das gelang jedem, spätestens zu dem Zeitpunkt, als die Vortragende zu lachen begann. Dasselbe machten wir noch einmal auf der anderen Seite.
Wir zogen beim Einatmen unsere Schultern hoch und lachten zum Ausatmen.

Das alles hat sich so ein indischer Arzt Mandan Kataria aus Mumbai ausgedacht um dann einen Lachklub zu gründen. Die sprießen jetzt wie Pilze aus dem Boden. Es soll schon über 10 000 Lachyogagruppen geben.

An jedem ersten Sonntag im Mai feiert die Lachyoga-Bewegung den Weltlachtag. Dann schicken sie ihr globales Gelächter für den Weltfrieden um den Globus.

Es gibt sogar einen Forschungsbereich im Lachen, der heißt Gelotologie und hält das Lachen für gesund, weil es Endorphine freisetzt, das Immunsystem stärkt, den Stress abbaut usw. Wenn 1 Minute Lachen wirklich so anstrengend wie 10 Min Rudern ist, weil dabei durch Anspannung und Entspannung 100 Muskeln aktiviert werden nimmt man dabei bestimmt eine Menge ab.

Nun können wir also unsere Selbstheilungskräfte lachend aktivieren. Wir müssen nur unseren Kopf abschalten und loslachen. Vor dem Spiegel oder indem wir uns einen lustiges Video anschauen, geht es noch leichter, um aus dem ernsten und kalten Verstand der Erwachsenen in die Gemütslage der kindlichen Verspieltheit zu kommen. Auch wenn das Lachen am Anfang noch recht künstlich wirkt, öffnet sich doch mit der Zeit das Herzchakra und das Herz lacht mit.

Als ich von meinem Lachyogakurs zurück kam, empfingen mich die Naturgeister in meinem Garten schon lachend!

Übrigens ist am 4. Mai der nächste Weltlachtag.

Jetzt bin ich fit für Deutschland

So fröhlich kam ich heute aus dem Fitness- Studio heraus. Jetzt bin ich also fit für Deutschland:

Jetzt muss ich nie mehr im langweiligen Gerätekreis trainieren.

Ich machte wieder denselben Test in der Rumpelkammer wie vor 5 Wochen.

Inzwischen hatte ich eine starke Erkältung bekommen. Darüber erfuhr ich, dass Hochleistungssportler auch krank werden und Sport davor gar nicht schützt.

Und ich hatte oh Schreck, sogar zugenommen! Aber das sei nicht schlimm, wurde mir versichert, weil jetzt das leichte Fett abtrainiert sei und dafür schwere Muskelmasse antrainiert wäre. Leider sehe ich davon nichts. Ich kann leider auch noch keine so tolle Sprünge machen, wie die Muskelladies auf den Videos, die ich früher eingestellt hatte.

Aber dafür konnte ich diesmal wie ein Storch auf einem Bein sogar mit geschlossenen Augen solange stehen, bis der Trainer mich aufforderte, jetzt endlich damit aufzuhören. Ich hatte das nämlich beim Nachrichten schauen und gleichzeitigen Bügeln immer fleißig geübt.

Die Koordination auf dem Wackelbrett war einsame Spitze. Ich stürzte auch überhaupt nicht mehr herunter. Jetzt sind also meine Beinmuskeln gut ausgeprägt. Dabei sehen meine Beine genauso aus wie immer. Nur soll ich nicht so mit den Armen fuchteln, hieß es. Aber irgendwie muss ich mich doch in der Luft halten, wenn ich nicht auf die Erde stürzen darf.

Meint Ihr nicht auch, ich sollte es mal lieber mit Paddel-Yoga probieren?

http://web.de/magazine/gesundheit/fitness/16554052-bizarrsten-yoga-praktiken.html

Oder was haltet Ihr von den 8 Formen des Lachyogas? Das könnte ich doch auch gut ohne meinen Rollator praktizieren.