Tag-Archiv | Larven

Anthrax- Alarm auf meiner Terrasse

Ein haariger Typ mit einem ellenlangen Rüssel bedrohte mich mit lautem Brummen, als ich gemütlich in meiner Hollywoodschaukel unter dem Blauregen mein Mittagsschläfchen halten wollte. Er hatte mich wohl für einen Rivalen gehalten.

Angeblich sei er ganz harmlos und gehöre nur zur Gattung der Schmeißfliegen.

Sobald dem Wollschweber die Sonne auf den Pelz schien, raste er brummend mit den Armen voraus und den Beinen nach hinten durch die Luft um dann mit einer Vollbremsung vor der Blüte meines Blauregens anzuhalten.

Blauregen1

Nachdem er in der Luft stehend mit seinem langen Rüssel den Nektar der Blüte getrunken hatte, sauste er wie der Blitz im Zickzack davon. Zum Glück hatte ich meine Kamera griffbereit und konnte den Bombyliidae (Hummel heißt auf Latein Bombus) filmen. Er heißt auch Hummelschweber oder Hummelfliege.

Diese Wollschwärmer vermehren sich, indem sie die Kinderstube anderer Insekten auffressen. Das Weibchen verstreut seine Eier im Rüttelflug über der Kinderstube anderer Insekten. Nachdem die Larven aus den Eiern geschlüpft sind, fressen sie alle Nahrung und die fremde Brut auf.

Es gibt zahlreiche Arten von Wollschwebern, z. B. die Hottentottenfliege, die in Schmetterlings-Raupen eindringt und deren Puppen leer frisst.

Anthrax anthrax heißt der kohlschwarze Trauerschweber weil anthrax auf griechisch Kohle heißt.

Borkenkäfer- Meditation

Ich schließe meine Augen und vergesse meinen Körper. Obwohl ich mich aufgelöst habe, bin ich noch da und bekomme einen Gegenstand in die Hand gelegt.

Nun löst sich auch die Außenwelt von mir ab und ich lege allmählich meine Aufmerksamkeit auf meinen Fingerkuppen um zu fühlen, was sie berühren. Ich ertaste den Gegenstand sorgfältig, fahre mit meinen Fingernägeln über ihn hinweg und schnuppere genussvoll daran.

Alle Gedanken die an mir vorbeiziehen,lösen sich auf: meine eigenen und auch die der anderen.
Meine Gedanken sind verschwunden. Ich bin nur noch Gefühl und nehme wahr, wie sich mein Herzchakra ganz weit öffnet:

Aus meinem innersten Zentrum fühle ich den Ast eines riesigen Baumes mit einer wunderschönen Blätterkrone, dessen Wurzeln tief in Mutter Erde reichen. Er besitzt jedoch keine Rinde mehr. Das Holz ist vom Borkenkäfer abgenagt. Überall hat er seine Gänge gegraben. Es fließt kaum noch Energie in dem Holzstück…

Behutsam werde ich wieder aus meiner Meditation geholt und ich erfahre, dass der Baum ein Symbol für meine Stärke gegenüber der Außenwelt ist.

Fraßgänge des Borkenkäfers

Fasziniert betrachte ich nun die filigranen und unregelmäßigen Fraßgänge des Borkenkäfers im Holz, die ich zuvor nur undeutlich gefühlt hatte. Das Buchdruckerweibchen, wie der Borkenkäfer auch genannt wird, bohrt eine Rammelkammer unter die Rinde der Bäume, um die Männchen anzulocken und sortiert später die befruchteten Eier in die Seitengänge der Kammer, damit sie dort reifen und gepflegt werden können.

Leider ernähren sich die Larven vom Saft der Bäume, die meistens davon absterben.