Tag-Archiv | Leben

2.Die Erschaffung des Lichtes

Matisse blaues Fenster

Die Sonne schien durch die riesigen blauen Glasfenster.

Violinmusik verzauberte meine Ohren und ich träumte wie Chagall mir erklärte, dass Blau die Farbe der Transzendenz sei und wie ich die Erschaffung des Lichtes von rechts nach links an den verschiedenen Schöpfungstagen lesen muss.

Kreise blitzen durch die Nacht. Das Fenster wurde heller. Tiere und Menschen und Engel erschienen.

https://www.youtube.com/watch?v=kkKBQwaE_Ug&feature=youtu.be

Plötzlich erschien Shiva auf dem Thron Gottes. Er stieg herab, meinte, dass ich nicht so viel auf die Künstler, die ihr Ego feiern, hören soll und mich lieber in dem alten Olivenhain an den Naturgeistern erfreuen soll. Dort würde ich das Licht nicht nur durch eine Scheibe wahrnehmen, sondern direkt im Herzen erfahren.

Olivenbaumgeist

Dass wir unser Leben freiwillig hinter Scheiben verbringen sei überhaupt völliger Unsinn, meinte Shiva während er mich nach draußen  zerrte.

 

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Verliebt in eine Mikrowelle

Juhu – meine Mikrowelle hat ihren Geist aufgegeben und zwar einen Monat vor Garantieende.

Natürlich hatte ich den Kühlschrank vollgepackt mit Lebensmitteln, die ich mit der Mikrowelle zubereiten wollte. Nun war sie eine Ewigkeit zur Reparatur und ich musste auf für mich ungewohnte Weise mit anderen Kochutensilien hantieren. Natürlich kochte prompt der Milchreis über, als ich mal eben den Müll rausbrachte und mein Kirschkernkissen wollte ich auch nicht unbedingt im Backofen wärmen.

Weil es nach 6 Wochen hieß, sie könne nicht repariert werden, durfte ich mir eine neue aussuchen. Ich verliebte mich sofort in sie und sie wurde ganz rot, als sie mich sah. Zur Einweihung grillte ich gleich ein Sojasteak mit ihr  weil sie ganz einfach zu bedienen war. Abends feierten wir dann mit Glühwein aus der Mikrowelle.

Hier könnt ihr sehen wie wohl sie sich in meiner Küche fühlt:

mikrowelle

 

 

 

Der magische Square Dance

Ich wurde zum Kreistanzen eingeladen und fand mich plötzlich mitten in einem Pentagramm- Tanz gefangen.

winkende Statuen

Immer wieder, wenn ich in die falsche Richtung zu laufen beabsichtigte, bekam ich einen sanften Stoß und wurde gleichzeitig von einer Hand in die richtige Richtung gedreht und gezogen.

Es war irgend so ein Partnertanz mit Drehungen, Hüpfern und Durcheinanderlaufen. Natürlich hat sich sogar einmal die Lehrerin vertanzt und dann war das Chaos perfekt und das Gelächter groß.

Manchmal erinnere ich mich an meine Kinderzeit, als ich ähnliche Tänze, wie Ringelreihen lernte. Wenn ich alte Filme anschaute, in denen solche Tänze getanzt wurden, habe ich mich immer gewundert, wie sich die Tänzer solch schwierige Figuren merken konnten.

Die Musik und die Figuren waren ein California Twirl, also so eine Art Square Dance, wie ich hinterher erfuhr. Außerdem braucht man wohl einige Jahre und ein tolles Gedächtnis um die vielen verschiedenen Figuren zu beherrschen und im Square Dance Club mittanzen zu dürfen.

Wir tanzten im Pentagramm, einem uralten Bildsymbol der Menschheit, das Symbol der Großen Mutter. Schneller und schneller bewegten wir uns als Paare von einer Spitze des (Venus-) Fünfsterns zur anderen.

Wir liefen zur Mitte, durch sie hindurch und zur nächsten Spitze, bis wir alle fünf Außenpunkte besucht hatten und gemeinsam in Tanzrichtung, gegen den Lauf der Zeit, Hand in Hand den Horizont abschritten. So umtanzten wir den Mittelpunkt, der das Zentrum des Lebens darstellte.

Energie strömte von einem zum Anderen durch den Körper und durch den ganzen Tanzkreis. Die linke Hand nach oben empfängt die heilige Kraft und die rechte Hand nimmt sie und gibt sie weiter an die Tanzenden.

Durch die Spannungen die die Rhythmen in uns erzeugten, konnten wir uns mit frischer Energie aufladen. Mit der Zeit wurden meine Fesseln lockerer und meine Schritte sicherer und ich schwang im gleichen Rhythmus wie die anderen und vernahm den Herzschlag der Großen Göttin. So konnte aus den Tiefen meines Unbewussten die Stille des Seins heraufsteigen und die Gedanken des Alltags verwischen.

Love Life, Liebe trifft Leben

Seit Oktober gibt es einen sehenswerten Film in den deutschen Kinos, nach dem erfolgreichen Bestseller „Mitten ins Gesicht“ von Kluun.

Stijn und Carmen sind ein Traumpaar mit einer bezaubernden kleinen Tochter. Aber Stijn geht fremd, obwohl er Carmen liebt. Als Carmen schwer krank wird steht Stijn zwar fest an ihrer Seite, geht aber weiterhin fremd. Für Carmen, die um ihr Leben kämpft, wird seine Treue immer wichtiger…

Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie die Geschichte ausgeht.