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Soll ich meinen Organspende- Ausweis zerreißen?

Bisher fand ich es immer richtig, nach meinem Tod meine Organe zu spenden, sogar an ganz fremde Leute, die ich vielleicht gar nicht leiden kann.

Vor ein paar Tagen bekam ich die Info meiner Krankenkasse zur Organspende.

Aber irgendetwas gefiel mir nicht an der neuen Kampagne. In den Medien fand ich plötzlich nur noch Pro-Argumente. Klar, was heutzutage nicht mehr benötigt, wird eben recycelt.

Damit ich zur Verfügung stehe, komme ich auf eine Liste, auf der jeder sieht, dass ich schon 80 Jahre alt bin, mit voll funktionsfähigen Organen und immer noch lebe.

Damit meine Organe für die Verpflanzung auch frisch bleiben, darf der Arzt nicht warten, bis ich ganz tot bin. Also werde ich meinem Tod nicht ungestört im Kreise meiner Lieben ins Antlitz sehen dürfen. Wahrscheinlich kenne ich dann nicht mal die Ärzte.

Geht es beim Organ- Business nicht wieder nur um das Geld, anstatt um die Angelegenheiten der Organempfänger? Ich soll spenden und die Pharmaindustrie kassiert. Zerlegt in ihre verwertbaren Teile, kann meine durch Tanzen fit gehaltene Leiche bis zu 100.000 Dollar einbringen.

Werde ich bei einem Unfall, bei dem ich bewusstlos bin, weniger lange reanimiert, wenn ich einen Spenderausweis besitze?

Brauche ich jetzt einen Ausweis, in dem steht: ich will mich NICHT spenden?
Wann bin ich denn eigentlich tot? Es heißt, dass mein Stoffwechsel in den Körperzellen noch eine Weile weiterläuft und meine Seele sich langsam vom Körper ablöst, wenn ich schon als hirntot bezeichnet werde.

Genau während der Null-Linie im EEG werde ich operiert. Dann geben die Körper- und Organzellen keinen elektrischen Impuls mehr ab, und sterben allmählich ab. Erst nach etwa einer halben Stunde hat sich die Seele endgültig vom Körper gelöst. Manchmal dauert es aber auch Tage.

Wenn sich dann meine Lieben von mir verabschieden möchten, damit meine Seele ins Jenseits hinübergleiten kann, werden sie vielleicht aus dem Sterbezimmer hinaus geschickt, damit ich für die Organentnahme vorbereitet werden kann.

Danach sehen sie mich erst wieder, wenn ich schon ausgestopft und mit Besenstielen statt Knochen bestückt worden bin. Dann wird auch noch behauptet, dass mein Leichnam in würdigem Zustand zur Bestattung überführt wird.

Spezial-Teams von Ärzten schneiden mir dann während meines Sterbeprozesses, in dem ich Rückschau halten sollte, die Organe heraus, um sie sofort einem anderen einzupflanzen.

Per Definition ist das Rückenmark, das die Bewegungen bewirkt, nicht Teil des Gehirns. Trotzdem speichere ich dort meine Tanzbewegungen ab, weil es während des Tanzes viel zu lange dauern würde, sie aus dem Hirn abzurufen.

Da sich viele Hirntote noch bewegen, könnte es sein, dass ich hirntot noch auf dem Operationstisch Zumba tanze und Schmerzen empfinde.

Mediziner behaupten auch, dass das nur Reflexe seien, aber der Zahnarzt sagt ja auch immer „ es tut gar nicht weh.“ Klar doch, ihm tut es ja auch nicht weh! Hirntote Frauen brachten sogar schon Kinder zur Welt.

Die Nabelschnur, die meine Seele noch mit dem Körper verbindet, überträgt auch die Schmerzen, die ich dann noch empfinden kann.

Wie soll ich in dieser Situation noch jemandem seine Untaten verzeihen oder selbst um Vergebung bitten? In diesen Minutenläuft nämlich mein Lebensfilm ab.

Angeblich tote Patienten wehrten sich schon mal auf dem Operationstisch gegen die Organentnahme. Blutdruck und der Herzschlag stiegen und die Glieder zuckten. Dabei stießen die „Toten“ „gurgelnde“ Laute aus. Deshalb bekommen die gehirntoten Patienten in der Schweiz immer eine Narkose oder wurden festgebunden. In anderen Ländern nur dann, wenn der „Tote“ deutliche Lebenszeichen von sich gibt.

Sterben bedeutet in eine andere Welt hinein geboren zu werden.

Einzelne Teile meines Körpers, die ich mein Leben lang mit meinen Erfahrungen und Gefühlen belebt habe, sollen nun in einen anderen Menschen als Ersatzteil eingebaut werden. Was werden meine Schwingungen beim Empfänger anrichten? Wird er mit meinen Visionen der Göttin Kali umgehen können?

Meine Seele kann nicht ins Jenseits hinübergleiten, weil durch Maschinen das Herz und alle weiteren Organe künstlich in Gang gehalten werden. Ist das Organ entnommen und werden die Maschinen abgeschaltet, bleibt meine Seele bei ihrem Organ? Hängen nach der Transplantation etwa zwei Seelen an einem Körper? Wie sollen wir beide in einem Körper unseren persönlichen Auftrag noch erfüllen?

Wie schwierig ist es, mit nahestehenden Menschen auszukommen. Wie wird es sein, wenn wir uns einen Körper teilen müssen? Kommen vielleicht noch mehr Spender in unseren Körper?

Wenn ich als Hirntote mit meinen Organen 7 Menschenleben gerettet habe, wie bekomme ich meine 7 Seelenanteile dann wieder zurück? Stellt mir die Krankenkasse dazu einen Schamanen zur Verfügung?

In anderen europäischen Ländern kann mir sogar ohne meine Zustimmung ein Organ entnommen werden.

1.000 Nieren jährlich werden aus Indien exportiert. Das bisschen Geld das die Spender dafür bekommen, müssen sie für die Behandlung der Nebenwirkungen wieder ausgeben.

Nicht nur in Argentinien, Mexiko, Kolumbien und Indien werden Menschen Organe gewaltsam entnommen. Auch in Österreich werden Deutschen, Schweizern und anderen Touristen auch wenn die Angehörigen protestieren, Organe entnommen werden, sofern sie keine Widerspruchserklärung mit sich führen

Um schneller an die Organe zu kommen, gilt in Spanien und Frankreich bereits der Herzstillstand als ausreichende „Todesfeststellung“ für die Organentnahme, sofern kein Widerspruch vorliegt. Dies gilt auch für Deutsche, die z. B. in Frankreich oder Spanien Urlaub machen.

Soll Krankheit uns nicht auf unsere Fehler aufmerksam machen? Soll ich vielleicht durch Krankheit alte Schuld begleichen?

Warum war dieser Patient mit seinem neu transplantierten Penis nicht glücklich und bestand darauf, dass die Operation sofort rückgängig gemacht wurde?

Seele und Körper passen nach einer Organtransplantation nicht mehr zusammen, was die Abstoßungsreaktion des Körpers erklärt. Der Körper und seine Organe sind ein Spiegel der Seele.

Wohin werden die Organe wohl gebracht?

– Deutschland gilt als „Organ-Importnation“

Ich war entsetzt, als ich folgende Artikel las:

– Ehemals hirntoter Jugendlicher studiert heute an der Universität Rechnungswesen – weil seine Eltern die Organentnahme verweigerten –

– „19-Jährige nach Hirntoddiagnose aufgewacht“ –

Wenn ihr Eure Organe nicht spenden möchtet, seid Ihr in guter Gesellschaft:

– Papst ist kein Organspender mehr, da seine Leiche „intakt“ bleiben müsse
Wer über Organspenden alles noch genauer wissen möchte, findet es hier:

http://www.theologe.de/theologe17.htm

Die Mütter des Lichts

Auf diesem Relief ist das gestorbene Kind abgebildet, das zu Jesus betet:

Verstorbenes Kind

Heute erfährt man den Tod der Nachbarn oft nur noch durch die Zeitung.

Früher gab es die Leichenfrau welche schwarz gekleidet durchs Dorf ging und die Nachbarn informierte, wenn jemand gestorben war. Den Angehörigen spendete dieses Totenweibchen Trost. Sie war auch dafür zuständig, die verstorbenen Frauen und Kinder dort zu waschen, wo sie gewohnt haben, Haare und Nägel zu schneiden und für die Aufbahrung herzurichten.

Als Seelennonne oder Lichtmutter (niederdeutschen Lechtmoder) betete sie für die Toten, damit sie zum Licht finden.

Die erwachsenen Leichen kamen selten und nur wenn sie wohlhabend waren in einen Sarg oder später in eine Truhe.

Die Leichenfrauen brachten Totgeburten und tote Kleinkinder direkt zu den Friedhöfen. Auch mussten sie den schweren Kindersarg zum Grab tragen.
Einmal vergaß der Zimmerer so einen Sarg herzustellen und musste sich sehr beeilen. Deshalb strich er ihn mit wasserlöslicher Farbe Schwarz an.

Da es am Tage der Beerdigung natürlich regnete, wurde die Leichenfrau, die den Kindersarg auf ihrem Kopf zum Grab tragen musste, ganz schwarz im Gesicht. Zum Glück war ihr Gewand sowieso schwarz. Bestimmt wurde das als böses Omen gewertet.

Es gab auch früher schon Leichenordnungen z. b. in Nürnberg im 14. Jahrhundert:

http://www.nuernberginfos.de/nuernberg-mix/leichenfrauen.html

Seit 2003 kann man übrigens eine 3-jährige Ausbildung zur Bestattungsfachkraft machen:

http://www.cosmiq.de/qa/show/668543/Wie-wird-man-Leichenfrau/