Tag-Archiv | Liebesgott

Holi, das Fest der Farben beginnt am 1. März 2010

Das Holi-Fest ist eines der ältesten, populärsten und farbenprächtigsten Feste Indiens. Deswegen wird es auch „Fest der Farben“ genannt wird. Das Fest dauert bis zu zehn Tage und beginnt am Vollmondtag des Monats Phalguna. Während der gesamten Festtage werden, gleich einem „Frühjahrsputz“, die Häuser gereinigt und alte Streitigkeiten begraben.

IndianColours

Während der gemeinsamen Feierlichkeiten gibt es keine Schranken durch Alter, Geschlecht, Kasten oder gesellschaftlichen Status. und die Menschen feiern besonders ausgelassenen auf den Straßen Indiens. Sie bewerfen sich gegenseitig mit Farbbeuteln und bespritzen sich mit gefärbtem Wasser. Überall hört man „Holi-ho“ oder besondere Holi-Lieder. Holi wird vor allem im Norden Indiens gefeiert und hat in anderen Landesteilen andere Namen.

Die unterschiedlichen Farbtöne wurden ursprünglich aus heilenden Pflanzen, wie auch aus dem Palasabaum der „Flamme des Waldes“, der in dieser Zeit blüht, gewonnen. Mit seinen Blüten hat schon Krishna zu Holi gespielt. Auch er feierte mit seiner Gefährtin Radha und mit den Gopis das zärtliche Spiel der Farben. Heute werden aber zunehmend synthetische Farbstoffe verwendet. Die Farben werden vor dem Gebrauch erst auf einem Altar geweiht.

Die erste Holi-Festnacht beginnt in allen Landesteilen mit einem großen Feuer, in dem symbolisch eine Figur aus Stroh, die Dämonin Holika, verbrannt wird. Diese rituelle und symbolische Verbrennung geht auf eine Legende zurück, in der es um einen Streit um die „richtige“ Religion ging, der zwischen dem Prinzen Prahlada und dessen Vater ausgetragen wurde. Prahlada verehrte Vishnu, während sein Vater einen Dämonenglauben praktizierte. Mit Hilfe des Feuers sollte entschieden werden, welche Religionsausübung die richtige sei. Prahlada und Holika, die eigentlich feuerresistent war, mussten auf einen Scheiterhaufen steigen. Vishnu kam dem Prinzen Prahlada zu Hilfe und Holika verbrannte zu Asche. Von da ab feierten die Menschen als Erinnerung an die Vernichtung der Dämonin das Fest Holi.

In Südindien wird von dem Liebesgott Kama berichtet, der mit einem Pfeil auf Shiva schoss, um ihn in seiner Meditation zu stören. Shiva wurde zornig und ließ Kama zu Asche verbrennen. Erst das Flehen der Ratri, Kamas Gattin, besänftigte ihn, und er gab ihm das Leben zurück. Seitdem ist dieser Tag dem Gott der Liebe geweiht.

Das Frühlingsfest Holi markiert nun die Widergeburt des Liebesgottes und damit auch das allgemeine Erwachen der frühlingshaften Natur.