Tag-Archiv | Lorch

Wanderung vom Eisenbachsee nach Lorch

Eisenbachsee

Vom Eisenbachsee, einem kleinen Stausee wanderten wir über Rienharz, wo das Rechengenie Rüdiger Gamm aufwuchs:

zum Leineck See:

Leinecksee

Wir kamen an einigen alten Mühlen vorbei, die wie hier zu attraktiven Biergärten geworden sind:

Hagmühle

Diese Bachmühle mit Mühlengeistern, die die Gäste am rauschenden Bach empfangen, gibt es schon seit mindestens 1417.

Mühlengeist

Mühlenelfe

Hag bedeutet lebender Zaun und bezieht sich auf den Limes, der in der Nähe vorbeiführt.

Hasenrundweg

Auf dem Hasenrundweg trafen wir dann auf den Bembemberlesstein.

Bembemberlesstein
Das ist ein großes Sandsteingebilde mit zahlreichen Löchern. „bempere“ heißt auf altschwäbisch „klopfen wie mit einem kleinen Hammer“.

Auf engen schlüpfrigen Pfaden und über in den Stein gehauene Stufen erreichten wir die Schillergrotte,

Schillergrotte
die natürlich auch Friedrich Schiller besuchte, um sich dort von den guten Geistern inspirieren zu lassen, wenn sie schon so heißt wie er.

Von der Decke Sandsteingrotte Hohler Stein triefte ein kleiner Bach herab.

Hohler Stein

Eigentlich liefen wir ja bergab nach Lorch. Trotzdem es doch immer wieder ganz schön steil bergauf ging, bis wir alle Schluchten im Wald überwunden hatten und zum Garten der Sinne kamen, der Sonntagnachmittag geschlossen war:

Garten der Sinne

Wir machten noch einen kurzen Abstecher zum Kloster Lorch, dass ich ja schon vom Bärlauchfest kannte:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/04/29/baerlauchfest-2012-kloster-lorch-13595454/

Dort wurde auch wieder eine Vorführung der Greifvögel abgehalten:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/05/01/falknerei-kloster-lorch-13608633/

Dann liefen wir in die Stadt Lorch und schauten uns die schönen Fachwerkhäuser und die Kirche an. Auch hier gab es ein Schillerhaus. Der gusseiserne Bäderbrunnen neben der ehemaligen Badstube, aus dem Jahre 1899 wurde von Wanderern gerne zur Erfrischung gewählt.

Der Mann mit dem Regenschirm ist Mörike, der mit dem: „Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land …“

Hier könnt Ihr an unserem Spaziergang durch Lorch teilnehmen:

Falknerei Kloster Lorch

Adler

Wir wurden begrüßt von Gunter Pelz, der uns Allerlei über Greifvögel erzählte, z. B. dass Greifvögel viel schärfer sehen als Menschen und dass sie Mäuse aus 3 km erkennen können.

Sein Sohn Erik lief nebenher mit Oskar, dem Uhu herum, der eine Unterart der Eule ist. So ein Uhu hat eine Spannweite von 1.80m und wiegt ungefähr 4Kg:

Besonders süß war der kleine Kauz, der uns immer seine Ansicht von hinten präsentierte:


Kauz

Eulen sind nicht nur dämmerungs- und nachtaktiv.

Einige jagen durchaus auch tagsüber. Eulen sind nicht blind am Tag.

Der Falke unterscheidet sich von anderen Greifvögeln dadurch, dass er kein Nest baut.
Wanderfalken töten im Sturzflug andere Vögel mit ihren Krallen allein durch die Wucht des Aufpralls. Meistens überholt er aber seine Beute, reißt sie steigt wieder hoch und fängt sie wieder auf.

Zwar flog der Nordamerikanische Wüstenbussard Pedro auf die Köpfe einiger Zuschauer, aber er verletzte sie nicht dabei.

Hier traute sich einer sogar zwischen den Beinen des Falkners durch zu fliegen.

Der Wappenvogel der Bundesrepublik Deutschland ist der europäische Seeadler:

Adler werden heute noch zur Wolfsjagd eingesetzt. Der Adler hält den Wolf so lange nieder, bis der Jäger kommt und das Tier tötet.

Dann war da noch ein Greifvogel, der hatte schon am Tag zuvor keine Lust an der Greifvogelschau mitzuwirken. Der flog dann mal weg.

Bärlauchfest 2012 im Kloster Lorch

Heute waren wir auf dem Bärlauchfest beim Kloster Lorch. Die Parkplätze waren schon morgens so voll, dass wir auf eine riesige Wiese ausweichen mussten. Bei manchen Autos, die nur für das Fahren auf Asphalt geschaffen waren drehten die Räder im Matsch durch.

Klosterführerin

Angeboten wurden außer der Falknerei z. B. Vorträge über Kräuter und eine Führung durch das Kloster von einer Frau in mittelalterlichem Gewand, die u. a. erzählte, dass Königin Irene von Byzanz, Herzogin von Schwaben in der Lorcher Klosterkirche begraben wurde.

Wer sich für Schwertkampf interessierte bekam hier seine Lektion:

Überall waren Buden mit Kräutern. Nicht nur Bärlauchpesto duftete durch die Gegend….

Filzkunst

Es gab Schmuck und Handarbeiten:

Gestricktes

Körbe wurden geflochten:

Hier gab es leckere Süßigkeiten schön verpackt:
Süßigkeiten

Und alles wurde mit lauter Musik untermalt:

In der Kirche waren wunderschöne Gemälde von Greifvögeln ausgestellt, die Jan- Hendrik Pelz gemalt hat:

Im Inneren des Klosters waren alte und neue Gemälde an den Wänden. Hier habe ich einen Teil des Stauferrundbildes von Hans Kloss fotografiert, auf dem die Geschichte der Staufer dargestellt ist:

Stauferrundbild

Vom Turm hatten wir einen schönen Überblick auf das Bärlauchfest und auf die Umgebung:

BärlauchfestvomTurm

Wir genossen noch die wunderschöne Aussicht vom römischen Wachtturm, bevor wir wieder zum Parkplatz gingen:

Aussicht tvom römischen Wachtturm