Tag-Archiv | Lotosfüße

Shivaratri Shivas weibliche Hälfte Parvati

Shiva besteht, wie wir Menschen auch, aus zwei Hälften. Beide laden mich mit ihrem lieblichen Lächeln, das ihre Lippen umspielt ein, ihrem jeweils einzig richtigen Weg zu folgen.

Shiva Parvati

Shivas weibliche Hälfte, Parvati, deren Wangen im Purpur der göttlichen Gnade gefärbt sind, ist anmutig und ihr Blick war strahlend wie die Sonne. Sie umgarnt mich mit der Aussicht auf weltliche Freuden und Genüsse.

Shivas männliche Hälfte ist nur mit einem Fell bekleidet. Obwohl sein Antlitz tiefe Verinnerlichung zeigt, funkelt sein Blick wie die Sterne am Himmel, während er mich vor Parvatis honigsüßen und egosteigernden Wein warnte. Wo Freude ist, da ist auch Leid.

Er erinnert mich an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und lässt mich an meine Tränen und schlaflosen Nächte denken.

Ich erwähne aber auch, dass nicht nur Wege mit Disteln, Dornen und Gestrüpp ins Paradies führen.

Er empfiehlt mir, lieber aus dem kosmischen Milchozean trinken. Sein Reich sei nicht gespickt mit Einsiedlerhöhlen, in denen gefastet wird und wo man sich selbst kasteit. Es lauern in der Einöde auch nicht überall bösartige Dämonen, weil er sie mit seinem Dreizahn alle besiegen würde, meint er. Immerhin stände er ja auf dem Dämon der Unwissenheit. Während er dabei ärgerlich shimmyartig sein Haupt schüttelt, steigt ein wohlriechender Duft aus seinen Haaren. Der Klang Shivashallt durch die Nacht:

Shiva tanzt mit mir die kosmischen Sprünge, Funken schlagen aus seinen Augen, die mich in Ananda, den ekstatischen Zustand, in dem sich das Ego auflöst, bringt. Statt Abhängigkeit fühlte ich Freiheit.

Der Lauf Parvatis Sonne erscheint mir nun viel zu langsam. Shivas Glanz blendet mich und flößt mir Ehrfurcht ein.

Ich küsse seine lieblichen Lotusfüße, die bezeugen, wie gerne er damit über die Erde schreitet und blinzele dabei heimlich unter sein Fell.

In der Mitte seines Antlitzes liegt sein geschlossenes drittes Augen im Nebel, mit dem er alles wahrnimmt. Ich hoffe, dass er es nicht öffnet, denn dann würde er möglicherweise voller Wut mit den Füßen aufstampfen und mit seinem Feuer die gesamte Schöpfung vernichten.

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Fussmassage

Meine Füße lagen etwas höher auf einem Bänkchen. Monika rieb ihre Hände mit einem wohlriechenden Öl ein und begann an meiner Fußoberseite mit sanften streichenden Bewegungen vom Knöchel zu den Zehenspitzen zu Massieren. Dann strich sie zwischen den Sehnen in Richtung Zehenspitzen entlang.

Anfangs kitzelte es sehr, als sie ihre kreisenden Bewegungen durchführte. Ganz besonders, als sie mit ihrem Zeigefinger wie mit einer Säge zwischen meinen Zehen hindurch fuhr, musste ich mir ein herzhaftes Kichern verkneifen. Als sie aber stärker auf die Akkupunkturpunkte drückte, fühlte ich, wie der Energiefluss positiv beeinflusst wurde. Auch spürte ich, wie die Reflexzonen des Fußes, mit den anderen Bereichen des Körpers zusammenhingen.

Als sie von den Zehen zum Ballen strich, wurde ich wach, aber als sie in die andere Richtung massierte, schlief ich ein.

Dann ging es weiter mit kreisenden Bewegungen an der Fußsohle.

Krishnas Lotosfüße

Als sie zum Schluss den Fuß sanft zu den Fußspitzen hin ausstrich, hörte man nur noch ein leises Schnaufen von mir- ich war eingeschlafen und träumte von Krishnas Lotusfüßen:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/03/07/inneres-kind-8131753/

Meditation mit Visualisieren

Für einen Augenblick der Glückseligkeit soll ich jetzt also die Füße des Gurus, des Lichtbringers, visualisieren und gleichzeitig ein Mantra 108 mal aufsagen.

Lotusfußguru

Eigentlich ist das ganz einfach. Ich stelle mir seine Füße vor, die sich mir entgegenstrecken und beginne zu zählen:
1. Reihe linke Fußknöchel : 1-4 rechte 5-8,
2. 2. Reihe 9-13 und 14-18.

Nun hebt sich die linke kleine Zehe des Gurus

Bei jedem weiteren Durchgang geht eine weitere Zehe nach oben, bis 6 Zehen oben sind.
(6 mal 18 gibt 108) und schon sind meine 108 Mantren rezitiert.

Die Übung für die Fortgeschrittenen geht genauso, nur schaut man sich dazu dieses Video an:

Mist, mit diesem Video bin ich ganz durcheinandergekommen, da nützen mir auch meine Zehen nix mehr!

Ich verneige mich zu den Vajra- Füßen des kostbaren Lama, der durch seine Güte selbst in einem Moment die Große Glückseligkeit verleiht, vielleicht auch, wenn ich mich bei den Mantren etwas verzählt habe?