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Meditation mit Ebru

Ebru Nelken

Es wird bei der Ebru- Malerei quasi auf dem Wasser gemalt. Die Farben mischen sich nicht untereinander, sie führen aber einen lebendigen Tanz umeinander herum auf, so dass die Fantasie der Künstlerinnen angeregt wird und sie damit wie mit Marionetten spielen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=NKLml9IhvQI&feature=youtu.be

Ebru ist ein alt-türkisches Wort für Wolken und so sehen die Bilder auch aus. Sie eignen sich hervorragend als Mandala zur Meditation.

Um Gott näher zu kommen, versenkten sich Spirituelle Sufigemeinschaften des Osmanischen Reiches in dieser Wasseroberfläche ( persisch: abru) zur Meditation.

Von Cochin nach Kovalam

Onam- Elefanten

Morgens standen wir noch unter dem Einfluss des Kathakali- Tanzes, der uns stark beeindruckt hatte. Eigentlich wären wir noch gerne ein Weilchen geblieben. Wir hatten keine Lust auf die lange Fahrerei im Auto und dachten, dass wir Cochin auch hätten auslassen können. Die Kathakali- Vorführung gab es schließlich auch schon in Kumily und von der Stadt hatten wir so viel auch nicht gesehen.

Dann kamen die Angestellten beim Frühstück im Hotel mit dem Teetopf, den sie fest in ihrer Hand hielten und aus dem immer nur eine halbe Tasse eingegossen wurde.

Weitere Angestellte schauten uns beim Essen zu und fragten allzu oft, ob es uns auch schmeckt. Die Kellner schauten alle paar Minuten unter die Topfdeckel, obwohl niemand an den Speisetöpfen war.

Wir machten dann noch einen Spaziergang im weitläufigen Hotelpark.

Hotelpark Cochin

Zum Hotel gehörten weiße und braune Hasen, die frei herumliefen. Es gab auch einen riesigen, allerdings überfüllten Swimmingpool.

Dann mussten wir auch schon unsere Koffer holen und unsere Pullover und Mützen und Socken anziehen. Unser Taxifahrer hatte das Taxi nämlich auf weniger als 16°C herunter gekühlt. Das zeigte jedenfalls mein Thermometer aus dem Rucksack an. Er konnte gar nicht verstehen, warum wir es wärmer haben wollten und fuhr im kurzärmeligen Hemd.

Onam- Mandala

Ich war immer recht froh, wenn wir ab und zu einmal anhielten um den Onam- Feierlichkeiten unterwegs beizuwohnen und um mich bei fast 40°C wieder etwas aufzuwärmen.

Auf den Straßen sammelten sich lange Schlangen vor den Weingeschäften. Zum Feiertag, Onam wird hier nämlich Alkohol getrunken. Wenn die Inder betrunken sind, lachen sie mit seltsam hohen Stimmen.
Deshalb stand wohl in der Hausordnung des Hotels, dass nicht mehr als 9 Personen nach 22 Uhr in ein Zimmer dürfen.

Chakra- Singen voller Tantra mit Mantra und Yantra

Im Hinduismus gibt Es drei Wege zur Spiritualität: Yantra Der Pfad (losgelöster Handlung), Mantra (Erkenntnis )und Tantra (Hingabe).
In der Tantra-Meditation werden Mantras durch Konzentration auf die Yantras, verstärkt. Yantras sehen ähnlich aus aus wie Mandalas.
Um die Kundalini zu erwecken, werden Mantras gesungen und gleichzeitig Yantras betrachtet.
Das Nada Yoga handelt vom Einfluss von Klang, Rhythmus und Tönen auf das Bewusstsein.

Das 1. Chakra ist „LANG“ und entspricht dem Klang der Erde.
„Lang“ zu singen bezieht sich auf die Erdenergie von den Füßen bis zu den Knien.
Das 2. Chakra „Vang“ meint die Wasserenergie von den Knien bis zur Wirbelsäulenbasis.
„RANG“ ist Feuer im 3. Chakra und bezieht sich auf die Feuerenergie von der Wirbelsäulenbasis bis zum Herzen.
„YANG“ ist Luft im 4. Chakra und bedeutet die Luftenergie vom Herzen bis ins Kopfzentrum.
„HANG“ ist der Klang des Äthers im 5. Chakra und bezeichnet die Energie des Äthers oder des Raumes vom Kopfmittelpunkt bis zur Krone.

„AUM“ ist der Klang des Lichts im 6. Chakra und der Bereich der reinsten Bewusstheit, das Göttliche.

Der Lebensbaum der Kabbala

Den Sephirot- Baum kann man als Mandala zur Meditation verwenden. Auch kann man in diesem Seelenbaum schamanisch reisen, wie in Yggdrasil ( http://dschjotiblog00.blog.de/2009/12/29/yggdrasil-weltenesche-baum-wissens-7657231/ ), da in beiden Bäumen die Struktur sowohl des Makrokosmos (Universum, Himmel) als auch des Mikrokosmos (Mensch, Materie) angelegt ist.

Sefiroth- Baum

Dieser Baum des Lebens hat 10 Sephirot (Ziffern), die die Urkräfte der Schöpfung darstellen. Die sie verbindenden Pfade sind geistige Verbindungen und entsprechen den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabetes, Farben und Formen, Engeln und mehr. Die Sephirot beinhalten die 10 heiligen Namen Gottes und wenn wir sie im Gebet oder in der Meditation anrufen, können wir mit dem Göttlichen Licht in Kontakt treten.

Mantrasingen mit tibetanischen Mönchen

Das Mantrasingen, mit den tibetischen Mönchen, bei dem ich in Plochingen war, war ein unvergessliches Erlebnis.
Schon der tibetisch eingerichtete Raum mit tibetanischen Gemälden an den Wänden des SATI-YOGA-ZENTRUMS war geheimnisvoll und feierlich. Nachdem sich ca. 50 Personen eingefunden hatten, traten drei tibetische Mönche in den Saal. Zwei sympathische Frauen erklärten uns, wie alles ablief, sie sangen die Mantras vor und diejenigen, die die Mantren nicht kannten, sangen nach und nach mit.

Mantrasingen

Eine heilige Stimmung herrschte in dem Raum und die Energien strömten. Wir sangen bekannte und selbst den Mönchen unbekannte Mantren.
Auch das sehr schön klingende „Shima“, welches in der Sprache der Hopi „Liebe“ bedeutet, kannte ich noch nicht.
Beim letzten Mantra, dem Medizinmantra „om bekandze“, welches fremdartig und geheimnisvoll mit sehr tiefen Tönen intoniert wurde, hatte ich das Gefühl irgendwo in Tibet zu sein.

Tibetanische Mönche

Danach folgte noch eine stille Meditation, so dass die Energien sich gut verteilen konnten.
Verabschiedet wurden wir mit dem passenden Spruch von Yehudi Menuhin:

Wenn einer aus seiner Seele singt,
heilt er zugleich seine innere Welt.
Wenn alle aus ihrer Seele singen
und eins sind in der Musik,
heilen sie zugleich auch die äußere Welt.

Das Schöne ist, dass man hierher auch an weiteren Terminen zum gemeinsamen Mantrasingen kommen kann, dann aber ohne Mönche.

Bis zum 26.9.2009 kann man noch bestaunen, wie die „Grüne Tara“, die Schutzpatronin Tibets, die Mutter aller Buddhas, als Sandmandala im Plochinger Rathaus gelegt wird. Sie schützt vor Gefahren und führt zur Erleuchtung.

Am Mittwoch, 23. September, 19.30 Uhr, findet ein Vortrag im Alten Rathaus statt, bei dem das Mandala erläutert wird. Die Zerstörungszeremonie beginnt am Samstag, 26. September, um 11 Uhr. Der Eintritt ist immer frei.