Tag-Archiv | Meenakshi

Madurai

Morgens fanden wir im Speisesaal unseres Hotels nur schmutziges Geschirr. Wenn ich auf die Taste, auf der „Tea“ stand drückte, kam heiße Milch aus dem Hahn.

Überall in der Stadt spendeten uns Okrabäume ihren Schatten. Es wurde uns immer wieder erzählt, dass Okra das indische Viagra sei. Die Früchte heißen auch Ladyfinger oder Bhindi.

Wir wollten noch einkaufen gehen.Kurz bevor uns der Taxifahrer absetzen wollte, hatten wir einen Autocrash. Während die Fahrer sich einigten, wer schuld sei, hatten wir endlich mal genug Zeit die Stadt mit ihren Geschäften zu besichtigen. Nachdem wir nichts zum kaufen gefunden hatten, genehmigten wir uns eine eisgekühlte Cola und betrachteten das Gewusel in der Stadt.

Wir besichtigten den Meenakshi-Tempel noch einmal ausführlicher bei Tag. Hier gab es auch eine Säulenhalle, deren Säulen alle verschieden klangen, wenn man sie anschlug.

Besonders interessant war hier der heilige Tempelteich, der beurteilen kann, ob eine Literatur gut oder schlecht ist. Eigentlich wollte ich ja mein Reisetagebuch darauf schwimmen lassen, weil es heißt, gute Werke schweben an der Wasseroberfläche, schlechte sinken wie Steine herab. Dieser „ Golden Lotus Tank“ war leider ausgetrocknet und sah eklig grün und verschimmelt aus. Deshalb kann ich jetzt auch noch meine Erlebnisse aus Südindien in den Blog schreiben. 😉

Meenakshi Tempel

Dieser Miniatur Meenakshi Tempel in Madurai ist aus ist aus weißen Lotusstengeln erbaut.

weiße Miniaturtempel

Wir waren den Göttern wahrscheinlich nicht ehrerbietig genug, denn abends entdeckten wir, dass ein grünes Öl im Koffer ausgelaufen war und alle Hosen Flecken hatten.

Shiva und Parvati

Wunderschöne Säulenhallen sahen wir im Thirumalai Naicker Palace

Der Tempel, der der fischäugigen Göttin Meenakshi

Abends fuhren wir zur Abendzeremonie in den Meenakshi Tempel, der der fischäugigen Göttin Meenakshi gewidmet ist. Sie ist ein weiblicher Aspekt Shivas.


Der Bazar im Eingangsbereich des Tempels schimmerte geheimnisvoll.

Verkauf vor dem Tempel

Wie immer mussten wir vor dem Tempel unsere Schuhe ausziehen.

Bei der Leibes- und Taschenkontrolle wurde Andis Notfalltäschchen mit einem Feuerzeug beanstandet. Er könnte damit den Tempel in die Luft sprengen.
Im Tempelinneren wurde unser Verstand mit Unmengen von Weihrauch lahmgelegt.

Malawerkstatt

Malas (Blumengirlanden) wurden gebunden.

Müde Pilger

Die Figuren waren alle schwarz, weil sie mit Ghee (Butterschmalz) eingerieben worden sind.

Buttergheelämpchen

In diesem Tempel wurde Shiva, mit Mantren und Trommeln mit ohrenbetäubendem Lärm in den Schlaf gebrüllt:

Ein Höckerchen mit Shivas Fußabdruck war so heilig, dass es nicht fotografiert werden durfte. Es wurde mit Wasser begossen und mit Blättern abgewischt. Dann kamen Sandelholz und eine Kette aus duftenden Jasminblüten darauf, ein Tuch drüber und ab ging es ins „Schlafgemach“.
Diese „Füße Shivas“ werden in diesem separaten Raum, über Nacht aufbewahrt.

göttergehnzurruh

Bei der ersten Puja werden die Götter morgens zurück in den Hauptschrein gebracht. Dann folgen weitere Rituale, wie die Waschung der Götterbilder und das Schwenken von Lichtern aus Kampfer vor der Gottheit.

Beim Abholen unserer Schuhe wollten uns die Schuhaufbewahrungswallas doch tatsächlich für unsere Marke die falschen Schuhe andrehen.

Wellness für Elefanten

Tempelelefanten geht es in Indien oft besser als den Menschen. Liebevoll werden sie mit Glöckchen und anderem Schmuck behängt.

Ganesha

Elefanten können übrigens Ganesha besänftigen:

Ab und zu müssen sie bei Tempelfesten arbeiten und schwere Lasten tragen.
Dafür werden sie aber auch nach besten Ayurveda- Kenntnissen mit Massagen und Bädern belohnt. Sie werden geschrubbt und gebürstet und danach eingeölt, bis die Sommersprossen glänzen. Eine Pediküre bekommt dieser Elefant selbstverständlich auch:

Elefanten sehen jedesmal anders aus. Hier trafen wir einen hübschen rosa gesprenkelten:

Sommersprossen

Gutes Futter wie Bananen und bester Reis versteht sich für die Dickhäuter von selbst.

Ein komplettes Elefanten-Urlaubspaket kostet den Tempel 12.500 Britische Pfund.

Im Tempel selbst segnen die Elefanten die Menschen für einige Rupien.

Diese Elefantendame heißt Belayama. Das ist einer der vielen Namen der Göttin Parvati.

Manchmal erschrecken sie sich aber auch und werden wild.