Tag-Archiv | Mitgefühl

Menschlichkeit

Ich fühle mich menschlich, wenn ich anderen Menschen helfe und mein Herz sie annimmt. Ich nehme Anteil an ihrem Schicksal und ich helfe ihnen, wenn sie sich nicht selbst helfen können. Dazu muss ich aber ihre Not wahrnehmen und den Mut haben, mich verwunden zu lassen. Es gehen zuweilen dunkle Energien von ihnen aus, die ich mit meinem Licht erhellen möchte.

Der Verstand rät zur Flucht. Willst Du menschlich handeln, so höre auf Dein Herz, das Dir zuflüstert, dass das Licht über die Dunkelheit siegt. Du wirst Deine menschlichen Gefühle wie Selbstlosigkeit, Mitgefühl und Warmherzigkeit entwickeln und indem du als Werkzeug Gottes das nötige tust wirst du näher zu Deiner inneren Quelle gelangen.

Aber zur Menschlichkeit gehört nicht nur zu helfen sondern auch alle Kreaturen zu respektieren. Wir sind alle dafür verantwortlich, dass sie nicht leiden müssen:

Wie kann ein Mensch so etwas übers Herz bringen?

Möge ich jetzt und immer so sein:
ein Beschützer für diejenigen, die niemand beschützt,
ein Führer denen, die sich verirrt haben,
ein Schiff für jene, die über die Meere ziehen müssen,
eine Brücke für die, die Flüsse überqueren müssen,
ein Asyl für alle, die in Gefahr sind,
eine Lampe für die, die kein Licht haben,
eine Zuflucht für die Schutzlosen und ein Diener all denen, die Hilfe brauchen.

Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama

Vom Trauma zum Mitgefühl

Hat Euer Vater auch immer das Gefühl gehabt, dass nicht genug Essen da ist? Mutter meinte immer, das käme vom Krieg. Aber warum gibt es die gleichen Befürchtungen bei den jungen Männern auch, die waren doch gar nicht im Krieg und dürften nicht wirklich wissen was Hunger ist?

Dem scheint man jetzt auf die Spur gekommen zu sein:
Kriegskinder leiden unter den Erlebnissen des Zweiten Weltkriegs noch heute und sie haben das unverarbeitete Trauma in Form von Ängsten, Depressionen und psychosomatischen Beschwerden an die nächste Generation weiter gegeben. Das äußert sich in eingeschränkter Lebensqualität, weil die Erinnerungen wiederkehren und dann Krämpfe, Herzrasen und chronische Schmerzen auftreten.

Das Erlebte erscheint den Kriegskindern normal, egal wie grauenhaft es gewesen ist. Sie wußten zwar meistens noch die Geschichten zu erzählen, aber sie haben die dazugehörigen Gefühle verdrängt. Ihre eigenen Kinder haben die Ängste ihrer Eltern geerbt, leiden unter den Verlust- und Mangelerfahrungen, ohne den Krieg selbst erlebt zu haben.
Die Kinder von Vertriebenen fühlen sich oft heimatlos und entwurzelt.

Genforscher fanden Hinweise, dass ein Trauma das Erbgut verändern kann.
Wichtig sei es heute für Kriegskinder, über das eigene Schicksal zu reden, Sie müssen auch lernen, sich selbst und auch der nachfolgenden Enkelgeneration mehr Mitgefühl entgegenzubringen.

Quelle:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,610297,00.html

Hier ist ein video in dem Guan Yin, die Boddhisattwa des Mitgefühls mitteilt: wenn Liebe in eurem Herzen ist werden 1000 Hände dir zuhilfe kommen und du wirst mit 1000 Händen anderen helfen.

Meditation zum Thema Mitgefühl

Wir sitzen im Kreis um über das Mitgefühl zu meditieren. Eine Lampe mit einem Selenit gibt ein bißchen kaltes buntes Licht in die Dunkelheit des Raumes ab. Ich habe auch darauf geachtet mich zu schützen. Auf einmal setzt sich der Dalai Lama neben mich. Er drängelt sich richtig an mich, als ob nicht genügend Platz da wäre. Der Kreis der 12 Meditierenden ist eigentlich nicht im Raum beschränkt. Dann spielen auf einem Dorfplatz im Tibet ein Mädchen mit einer roten und ein Bub mit einer blauen Jacke. Im Hintergrund sind hohe Berge. Ich erinnere mich, daß ich meinen Körper keinesfalls während der Meditation verlassen soll. Erleichtert stelle ich fest, daß ich noch in meinem Körper bin und der Dalai Lama an meine Rechte Seite gedrückt , beruhigt mich jetzt auch. Er sucht irgendwas in einer alten Schublade für mich- aber die ist leider leer.
Plötzlich ändert sich sie Umgebung: Eigenartige Geräusche, wie das Hauchen eines Windes und langgezogene Jammertöne beunruhigen mich. Die Farben der Umgebung sind verschwunden. Ich bin in einem Totenland und der Dalai Lama ist weg. Ich habe ein unheimliches Gefühl. Irgend etwas stimmt nicht und ich beende die Meditation.
Danach schaue ich mir ein schönes Video zum Thema Mitgefühl an:

Kwan Yin und was wir mit und Steiners Katze gemeinsam haben

Kwan Yin heißt: jemand, der auf die Laute (der Welt) hört.
Sie ist eine Göttin der Barmherzigkeit, der Frauen und Kinder, der Gnade und des Mitgefühls.
Kwan Yin gilt als Bodhisattva. Ein Bodhisattva ist ein Wesen, welches bereits erleuchtet ist, aber den Eingang ins Nirvana solange zurückstellt, bis alle Wesen die Erleuchtung gefunden haben. Damit zeigt sie die Barmherzigkeit und allumfassende Liebe für alle Wesen auf dieser Erde.
Kwan Yin trägt die Perlen der Erleuchtung und wird meist mit einem Gefäß abgebildet, in dem sich das heilende Wasser des Lebens befindet, das jedes Ungleichgewicht ausbalanciert und Heilung auf allen Ebenen des Daseins schenkt. Der Drache, mit dem sie ebenfalls sehr oft abgebildet wird, ist ein altes Symbol für Spiritualität, Klugheit, Stärke, Transformation aber auch für Schutz.
Sie lebte als Tochter eines Fürsten in China und erfuhr das Mitgefühl für die Armen, Obdachlosen und Bedürftigen, denen Sie Nahrung, Liebe und Obdach aber vor allem Selbstliebe und Selbstannahme gab.
Was ermöglicht Kwan Yin uns?
Sie hat vielen kinderlosen Frauen geholfen.
Sie hilft uns, die Liebe zu allem was ist in uns selbst wieder zu finden, die Kraft des Herzens zur Entfaltung zu bringen, Barmherzigkeit zu erfahren und zu leben, damit wir ebenfalls zum Aufstieg bereit sein werden. Mit ihrer Hilfe können wir uns auf eine sehr sanfte und liebevolle Weise von Karma befreien .
Ihre Fähigkeit zu heilen ist grenzenlos. Heilung auf der spirituellen Ebene im buddhistischen Sinne bedeutet die Verwirklichung der beiden Aspekte von Weisheit und Mitgefühl, die zur Befreiung aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt führen. Weisheit ist die Erkenntnis von Ursache und Wirkung (Kausalität) und Vergänglichkeit, das Mitgefühl ist das gute, reine Herz, das jegliche Selbstbezogenheit transformiert und besiegt.
Die Königstochter Miau-schan (wundersame Güte) ist eine irdische Form von Kwan Yin . Sie lebte etwa im 3. Jahrhundert vor Christus. Ihr Vater ließ sie enthaupten weil sie ein kontemplatives Leben dem weltlichen Glanz am Königshof vorzog. Sie stieg hernieder zur Hölle und befreite durch die magische Kraft ihres Wesens die verdammten Seelen. Buddha riet ihr danach, sich zurückzuziehen und in Meditation zu leben. Er gab ihr einen Pfirsich aus den himmlischen Gärten, um ihr unsterbliches Leben zu sichern.
Kwan Yin lehnte es ab, in das lichtdurchflutete Paradies einzugehen, solange noch irgendein menschliches Wesen von ihm ausgeschlossen ist.

Es ist unwahrscheinlich, dass ein Mensch in unserer heutigen materiellen Welt die Eigenschaften in Kwan Jins Vollendung genauso wenig erreichen kann, wie Rudolf Steiners Katze reine Vegetarierin werden konnte.

Immerhin kann man es mit diesem 1000 – Hand – Guan Yin – Video ja mal versuchen, denn im berühmten Lotus-Sutra heißt es: den Namen Kwan Yin zu hören und ihre Erscheinung zu sehen, erlöst die Wesen von allen Leiden.: