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Der Osterhase

Der Hase ist das Lieblingstier der Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Erdgöttin Holda und der heidnischen Göttin Ostara. Er ist aber auch ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit, weil Hasen im Frühjahr sehr viele Jungen bekommen. Sobald die Menschen früher die Hasenmütter mit ihren Jungen sahen, wussten sie, dass der Winter vorüber war.

Osterhase

Heute kennt Ihn jeder als den Überbringer der Ostereier, im vorigen Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands noch völlig unbekannt. Bis zum 16. Jahrhundert wurden die Ostereier von verschiedenen Tieren gebracht. In einigen Regionen kam der Fuchs oder der Hahn, in anderen der Storch, der Kuckuck, der Kranich oder der Auerhahn, um die Ostereier zu verstecken.

Viele Kulturen bringen den Hasen mit dem Mond als Meister Lampe in Verbindung, da bei Vollmond die dunklen Flecken des Mondes an einen springenden Hasen denken lassen. Im Sanskrit bedeutet das Wort für Mond „Hasenträger“. Die Inder und auch die Japaner glauben in den Schatten des Mondes einen Hasen beziehungsweise ein Kaninchen erkennen zu können. Bei uns hieß es, dass sich Hexen in Hasen verwandeln könnten und in Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.

Ostara, die Strahlende germanische Frühlingsgöttin

Einst war Ostara die liebliche Frühlingsgöttin und Schwester Donars. Ihr Fest Ostern fiel in die Zeit des Wiedererwachens der Natur und bedeutete der Sieg des Frühlings über den Winter.

Ostara

Als das Patriarchat in Gestalt von Jägern Ostara, die Frühlingsgöttin des Matriarchiates beinahe zu Tode hetzte, wurde sie vom obersten Gott in einen Hasen verwandelt und dann sprang sie zum Mond hinauf. Seither kann man sie manchmal im Mond sehen.

Wenn Ostara über das Land fliegt, hinterlässt sie überall die Eier des neuen Lebens und ihr Fruchtbarkeitstier ist der Hase. Ostara verwandelt sich also an Ostern in den Osterhasen und die Kinder können nun buntgeschmückte Eier suchen.

Sprachlich kommt Ostara vom lateinischen „Aurora“, dem griechischen „eos“ und dem indoeuropäischen „aus“ und bedeutet Schein oder Glanz. Sie steigt im Osten aus dem Meer auf, in ein goldschimmerndes Gewand gehüllt mit gelben Schuhen und zarte Blumen. Keime brechen unter ihren Schuhen hervor, wenn sie über die Erde schreitet.

Im Althochdeutschen gab es den Monatsnamen „ostarun“. Mit Ostara kehrt der Frühling wieder, das Leben beginnt wieder. Sie bringt uns das Licht, die Wärme und das Leben wieder zurück. Ihr heiliger Baum ist die Birke, ihre heiligen Tiere sind Hase und Marienkäfer. Geopfert wurden ihr Brot und Eier, weil das Ei ihr Symbol ist. In England durften keine Hasen getötet werden, da sich an Ostara Hexen in Hasen verwandelten und die Mondhasen der Göttin Diana wurden.

Ostara wurde von der christlichen Kirche als Ostern beibehalten, als sie ihr Passah-Fest auf den Frühlingsvollmond verlegte und Jesus Christus zu Ostern auferstehen ließ.
Allerdings wurde der Sinn des Festes, die Freude über die aufgehende Sonne und das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf, verändert, indem es zum Fest des Todes und der Trauer (Karfreitag) und dann zur Freude über die Auferstehung Christi aus dem Grab wurde.

„Ostara“ Celebration of Ostara (The Goddess brings us flowers)

Ostara

Shivaratri 2010

In der Nacht vom 12. Zum 13. Februar 2010 , in der heiligssten aller Nächte,ist Shivaratri die Nacht des (Großen)Shiva oder Mahashivaratri. Am 14. Tag des Monats Phalguna wird Shiva, der Gütige, der Segen, gefeiert. Das ist die Bedeutung des formlosen Shiva. Seine Aufgabe ist die Zerstörung, damit Neues entstehen kann. Er trinkt das Gift des Urmeeres und rettet so die Welt.

Damit man den Formlosen Shiva (Shankara) mit seinen drei Augen (drei Welten) erkennt, wenn man ihm begegnet, wird er mit einem Dreizack (die drei Aspekte der Zeit) dargestellt. Statt ihm wird gerne auch ein Lingam verehrt. In einer Eishöhle in Armarnath wird sogar ein Eis-Lingam angebetet, das bei zunehmendem Mond wächst und sich bei abnehmendem verkleinert.

Shiva wird mir aber sicher auch meine klitzekleinen Sünden vergeben, wenn ich nicht diese anstrengende Reise zu diesem Wallfahrtsort machen werde und auch nicht wegen ihm den Berg Kailash besteige. Dafür wird er mich auch, wenn er in der vierzehnten Nacht der dunklen Hälfte des Mondes über die Erde schreitet, die ganze heilige Nacht beten und Mantren singen hören, so wie es der Göttliche in den heiligen Schriften selbst verlangt. „Möge unser Herrgott durch unsere Lobgesänge entzückt sein.“

“AUM NAMAH SHIVAYA

Irgendwo muss ich dann noch ein Lingam finden, denn dort drinnen ist Shiva zu finden und wird mich, wenn ich mich ihm voller Liebe und mit lodernden Herzen nähere und das Lingam mit Wasser, Milch, Joghurt, Butter und Honig begieße und mit den Blättern eines heiligen Baumes schmücke, von meinen klitzekleinen! Sünden befreien. Ich werde sicherheitshalber mal ein paar Basilikumblätter mitnehmen.

SHIVARATRI ist aus spiritueller Sicht ein besonders günstiger Zeitpunkt. Es ist der 14. Tag des Mondzyklus, der Moment an dem der Mond fast gänzlich verborgen ist. Der Verstand ist mit dem Mond eng verbunden. CHANDRA, der geheimnisvolle Engelsherrscher des Mondes, ist gleichzeitig die Gottheit, die den Verstand beherrscht. Er verliert an jedem Tag nach Vollmond ein sechszehntel seiner Strahlung, so dass er in der SHIVARATRI-Nacht nur den sechzehnten Teil seiner Kraft hat. Somit sind bei Neumond die Launen des Verstandes stark reduziert, so dass man leicht die geheimnisvolle Anwesenheit Gottes verspürt und sich auf seine unvergängliche Herrlichkeit und Gnade einlassen kann.

Um dies auch zu verwirklichen, muss man die Kraft zu Lieben entwickeln. Dieses geht am besten über den Verzicht. So wie die Hindus, werde ich also auch am Tag zuvor fasten um mich dank der geheimnisvollen Gnade SHIVAS, der im Lotus meines Herzens wohnt,zu transformieren. Ich werde in dieser Nacht versuchen alle dem Leben innewohnenden Sorgen und Leid zu vergessen und um mich herum Freude und Seligkeit auszustrahlen, um mich der unerschöpflichen Höchsten Quelle der Göttlichen Freude und Seligkeit zu nähern.

Tai Chi oder wie man den Mond umarmt

Tai Chi ist eine chinesische Bewegungskunst, auch „Schattenboxen“ genannt.
Tai Chi Chuan war lange Zeit eine geheim geübte und gelehrte Kampfkunst. Es ist die Körperliche Umsetzung eines geistigen Vorganges, so können mit der bloßen Hand Ziegelsteine zerschlagen werden, mit der richtigen mentalen Einstellung, wie es uns die Shaolin- Mönche bei ihren spektakulären Auftritten gerne vorführen.
Im Laufe der Zeit haben sich unterschiedliche Tai-Chi-Stile mit gemeinsamen Grundlagen und Prinzipien herausgebildet. Diese sind Taoismus, die Yin- Yang- Philosophie, Meditation, Kampfkunst und Traditionelle Chinesischen Medizin. Von letzterer wurde dann das Qigong (chinesische Heilmethode) beeinflusst.

Tai Chi

Warum wird Tai Chi geübt?
Es wird zur persönlichen Entwicklung geübt, um Körper, Seele und Geist zu stärken und dann eine innere Stärke zu entwickeln und ein erfüllteres Leben zu haben sowie zur Entspannung, um sich wohler zu fühlen, um mehr in seiner Mitte zu sein. Energie und Lebenskraft werden gestärkt, der Körper wird gekräftigt, die Körperhaltung verbessert sich, der Mensch wirkt anmutiger. Insgesamt wird man gesünder, die Energie, das Chi fließt gleichmäßiger durch die Meridiane (Energiebahnen im Körper).
Mit den Anfangsübungen wird die Energie, das Chi geweckt, nach und nach entfacht durch richtiges Atmen, Entspannen und Bewegung
Weiterhin baut man durch stete Übung Grundhaltungen, Bewegungen, Prinzipien und komplexe Übungen aus, und erreicht zuletzt eine Perfektion, so dass Tai Chi aussieht wie ein schöner Tanz.
Die Übersetzungen der Übungen sind nicht immer ganz eindeutig, wie man beim „Wildpferd“ sieht:
– Das Wildpferd schüttelt die Mähne
– Des Pferdes Mähne gleichmäßig teilen
– Die Mähne des Pferdes teilen
– Dem Pferd den Hals tätscheln

Hier wird die Übung beschrieben:
http://www.tai-chi-online.net/tai-chi-1/tai-chi-6.htm

Eine Grundtechnik das Lü,( heißt ziehen), soll so ausgeübt werden, wie man einen Seidenfaden aus dem Kokon zieht, um ihn anschließend zu verspinnen. Zieht man den Faden zu schnell, reißt er, zieht man zu langsam, verknäuelt er sich.
Man muss also seine innere Kraft beherrschen lernen.
Eine sehr schöne Bewegung ist auch
Der Tageslauf der Krähe

1. Die Krähe sitzt in ihrem Nest und schläft
2. Die Krähe sträubt ihr Gefieder
3. Die Krähe fliegt in den Morgen
4. Die Krähe fliegt in die Mittagssonne
5. Die Krähe fliegt in die Ferne
6. Die Krähe fliegt in den Nachmittag
7. Die Krähe fliegt in den Abend
8. Die Krähe kehrt zu ihrem Baum zurück und läßt sich nieder

Danach kann man noch „den Mond aus dem Meer angeln“ oder „ den Mond umarmen“.

Nachdem man mehrere solche Übungen ausgeführt hat, gibt es eine Abschlussübung um das Chi, mit dem man gearbeitet hat, wieder einzufangen.
Die Übungen finden in einem entspannten Zustand statt und daraus ergibt sich eine tiefe innere Entwicklung.