Tag-Archiv | Mondlicht

HAIKU 俳句

Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform in Symbolsprache, bei der die Natur, in der sich die Seele spiegelt und die damit verbundenen Gefühle beschrieben werden.

Ghost Haiku

Wenn ich die Zither schlage bedeutet das z. B., dass ich mich in Meditation versenke.

Es muss nicht alles streng logisch sein. Das Haiko kommt aus einer Zeit als das analytische Denken noch nicht gefragt war.

Sinneseindrücke, die etwas beim Dichter ausgelöst haben, werden im Haiku wiedergegeben.

Hier habe ich selbst mal probiert einige Haikus zu verfassen:

Wie eine Wurzel,
tief in die Erde dringt,
so hoch fliegt meine Seele.

Ihr wandelbaren Geister,
empfangt die Zaubergesänge,
einer zwischen den Welten Wandelnden.

Das Tor zur Anderswelt öffnet sich.
Ich schwebe zwischen den Welten,
wie eine Schlafwandlerin.

Die Zither schlagend mit trällerndem Gesang,
wandle ich durch den Sommergarten.
Der Vollmond leuchtet mir den Weg.

Feen wiegen sich,
tanzen zwischen den Nebelschwaden,
die das Mondlicht küsst.

Wasser murmelt leise.
Uralte Eichen raunen,
weise Laute wie Runen.

Leider gibt es dabei so viele Regeln zu beachten, dass mein Haiko bestimmt nicht am Kaiserlichen Hof von China angekommen wäre.

Samurai und Zen-Mönche schrieben ihre Todesgedichte oft in dieser Form.

Während des japanischen Ultranationalismus wurde man sogar dafür gefoltert, wenn man nicht alle Regeln einhielt.

Habt Ihr nicht Lust, noch ein paar Haiku- Zeilen hinzu zu fügen?

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Supermond- Meditation

Supermond 2012

So sah also gestern Abend der Supermond aus, als er auf seiner eiförmigen Laufbahn um die Erde ganz nah an unserem Haus vorbei schaute. Er war größer als sonst, weil er sich auf der runden Seite vom Ei befand. Weil er also am erdnächsten ist, heißt er deshalb Supermond.

Wie nah genau und wie schnell er ist, könnt Ihr hier nachlesen:

http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article106260819/Erdtrabant-wird-Sonntagfrueh-zum-Super-Mond.html

Ich machte es mir gleich mal auf meiner Meditationsdecke gemütlich und beruhigte meinen Emotionalkörper, indem ich mich in das sanfte Mondlicht einhüllte. Mit Sheila Chandra schwebte ich dann erst einmal auf Wolken:

Lyrics to Ever So Lonely:
Ever so lonely
Ever so lonely without you
Ever so lonely
Sink into your eyes and all I see
Love is an ocean
And you for me
Sink into your eyes
Your eyes
Are all I see
Your love is an ocean
An ocean refuses no river

Ever so lonely
An ocean refuses no river
Waiting for the time when we can be alone together
Alone together
Eternally
The ocean, the ocean
Refuses no river
The ocean, your ocean
Refuses no river
Ever so lonely
Ever so lonely without you
Your ocean
Your ocean
Refuses no river

Als ich nach der Meditation aus den Wolken fiel, war der Mond dahinter verschwunden.

Wer verzehrt denn Orchideen?

blaue Phalaenopsis

Gestern sah ich beim Obi wieder diese blaublütigen Orchideen, die mir neulich schon beim Dehner auffielen. Sie sahen so unwirklich aus, wie aus einer anderen Welt.

Bisher kannte ich nur die weiße Phalaenopsis-Orchidee. Ob sie wohl genmanipuliert sind? Haben sie statt Wasser Tinte oder blaue Lebensmittelfarbe zu trinken bekommen? Das wäre ja so, als ob man einem Baby statt Milch Curacao gäbe!

Auf einem Kärtchen stand, dass die Farbe in den Blütenstiehl gespritzt wird. Also gibt es gar keine blaublütige Phalaenopsis-Orchidee.
Besonders dann nicht, wenn man sie im Mondlicht betrachtet:

Auf einem Schild las ich, dass die Orchidee nicht zum Verzehr geeignet sei. Ob das die Blattläuse wohl interessiert? Vielleicht werden sie ja blau wenn sie an der blauen Phalaenopsis- Orchidee saugen.