Tag-Archiv | Museum

Das Feng Shui von Jebenhausen

Hier ist der Eintrag mit eingebettetem Video:

http://dschjoti.blogger.de/stories/2303215/

Vom Waldeckfreibad stiegen wir auf den Judenberg . Die Tür des jüdischen Friedhofs in Jebenhausen war leider verschlossen. Dabei hätte ich gerne das Grab von Albert Einsteins Opa besucht. Zum Glück war die efeuberankte Friedhofsmauer nicht allzu hoch, so dass die alten Grabsteine doch zu sehen waren.

Die evangelische Kirche war ihrem Äußeren nach wohl nicht nach Feng Shui Gesichtspunkten gestaltet worden. Kein Wunder, dass das Unwetter so auf sie zugefahren ist. Sie war evangelisch und somit zugeschlossen. Deshalb weiß ich nicht, wie sie innen aussieht.

Die alten Häuschen gefielen mir da schon besser. Mehrere Bächlein flossen friedlich durch den Ort ein stinkender und luftverpestender Oldtimer knatterte ebenso störend durchs idyllische Ländle, wie zu laute Motorradfahrer.

Viele Dächer waren provisorisch mit Plastiktüten und dergleichen abgedichtet, weil die Hagelkörner hier im Zentrum des Hagelschadens doch größeren Schaden angerichtet haben.

Das jüdische Museum sieht aus wie eine Kirche. Bis 1966 war es auch eine evangelische Kirche. Aber seither ist es geöffnet, aber nur an bestimmten Tagen und zu ganz bestimmten Zeiten, wenn niemand Zeit hat.
Ob es wohl es mit dem Feng Shui zu tun, dass der Hagelsturm das ohnehin renovierungsbedürftige Dach beschädigt hatte? Das Davidsternfragment muss doch so ein Unwetter förmlich anziehen.

Auch habe ich weit und breit keine Feng- Shui – Kristalle als Schutz gesehen. Nur eine riesige Mineralwasserflasche stand am Straßenrand. Aber Donar lässt sich wohl nur mit Met besänftigen.

Nach den Prinzipien des Feng Shuis, einer altchinesischen Harmonielehre der Energien, schießen spitze Gegenstände „geheime Pfeile“ ab. Dieser “tödliche Atem“ aus zerstörenden Energieformen wirkt ebenso schädlich auf die Umwelt, wie ein reißender Strom.

Um 17Uhr 30 Beide Kirchen läuteten die Glocken der katholischen Bruder-Klaus-Kirche und der evangelischen Jakob-Andreae-Kirche um die Wette. Gewonnen hat die evangelische Kirche, die war eindeutig lauter. Dafür läuteten die katholischen Glocken länger. Davon gingen die Abdrücke der Hageleinschläge auf dem Vorplatz aber auch nicht weg.

Mein Haus werde ich nun doch nicht pink anstreichen. Falls es mal wieder hagelt, bekomme ich diesen Farbton bestimmt mehr hin.

Die Magie von Garda

Don`t drink from the fairies cup

Als der Wassergott Benacus einst in die magische Welt des Monte Baldos reiste, verliebte er sich dort an einem kleinen Bergsee in die liebliche Nymphe Engadina mit den blauen Haaren.

Zusammen verließen sie das Reich der Zwerge und weil die Nymphe ihren Bergsee so sehr vermisste, schuf Benacus ihr den See Benacus. Dort vereinigten sie sich und da Engadinas blaue Haare nicht echt waren, nahm der See die tiefblaue Farbe ihrer Haare an. Weil sie ihr Kind Garda nannten, wurde der Benacussee in Gardasee umbenannt.

Auch heute ist Garda noch verzaubert und voller Magie, wenn man genau hinschaut:

http://www.myvideo.de/movie/9163179
Verzaubertes Garda – MyVideo

http://www.myvideo.de/watch/9163179/Verzaubertes_Garda

In der Altstadt von Garda gibt es sogar ein Engelmuseum. Dort könnt Ihr sogar Zimmer mieten.

Bio- Dienstfahrzeug für Kretschmann?

Dienstfahrzeug für Kretschmer

Am Eingang des krumm und schief gebauten Daimlermuseum in Stuttgart stand ein grüner Landrover, der aber sicherlich nicht fürs Gelände gebaut wurde, sondern eher als Designer-stück die Besucher erfreuen soll.

Landrover

Vor allem die Radkappenklammern mit den Spiralfedern erinnerten mich an die Einmachgläser meiner Großmutter.

Laut Museumsführerin stiegen wir nun in eine Zeitmaschine und fuhren ins 19. Jahrhundert:

In der oberen Etage erwartet uns plötzlich ein Pferd – leider nur ein ausgestopftes:

Pferd im Daimlermuseum

Ausführlich wurden wir nun über Gasmotoren und Benzinmotoren informiert und dass Daimler Motoren baute und Benz Automobile. Dann erfuhren wir noch, dass die Apotheke in Wiesloch einst die 1. Tankstelle der Welt war.

Wir müssen uns auch nicht mehr wundern, dass manche Leute das Internet für so gefährlich halten. Die Angst vor etwas Neuem scheint in der menschlichen Natur zu liegen.Manche Menschen machten sich Gedanken darüber, welche Auswirkung eine Geschwindigkeit von 80 Km in der Stunde auf den Menschen haben könnte. Andere erschraken zutiefst, wenn plötzlich eine Kutsche ohne Pferde durch die Gegend fuhr.

Benz hatte eine Kurbel für sein Dreirad. Auch sonst war das Autofahren etwas komplizierter als heute. Man musste es hören, wenn der Motor zu schnell lief um weniger Gas zuzuführen. Nur so konnte der Motor gedrosselt werden. Außerdem durfte man keinen Schnupfen haben, denn man musste es riechen, wenn das Benzin im Motor nicht ganz verbrannte und dann mit Wasser kühlen.

Wir kamen an diesem skurrilen Luftschiff vorbei:

Luftfahrzeug

Die drei Strahlen des Mercedes- Sternes symbolisieren übrigens Land, Wasser und Luft.

Wir bewunderten jede Menge alte Kutschen

Kutsche

und Busse:

Omnibus

und auch einen liebevoll bemalten Oldtimerbus:

 Oldtimer- Bus

Durchs Fenster sahen wir auch die neuen Autos mit Wasserstoffzellen, die zwar serienreif, aber nicht marktreif sind. Weil nämlich die dazugehörigen Tankstellen fehlen.

Hier ist ein früheres Postauto:

Postauto

Hier konnten sich die Kids abreagieren:

Nun raste die Führerin mit uns durch die Hallen, weil sie merkte, dass wir spät dran waren und noch nicht alles gesehen hatten.

schräges Treppenhaus

So ließen wir eben einige Räume weg.

Stolperfallen gabs immer mal wieder. Kein Wunder bei der schiefen Bauweise:

Stolperfalle

Trotzdem gelang es mir, diesen kreativen Arbeitsplatz im Vorbeirennen zu fotografieren:

Kreativer Arbeitsplatz

Ich weiß nicht mehr genau, welches Auto es war, bei dem man das Lenkrad abmachen musste, um einzusteigen. Tolle Erfindung, wenn es dann am Hang steht und plötzlich los fährt und man hat das demontierte Lenkrad in der Hand. Nur gut, dass der Sicherheitsgurt bereits in den 70gern erfunden wurde.

Mit diesem Winterfahrzeug räumte man früher den Schnee weg:

Winterfahrzeug

Hier steht ein Pullmann:

Pullmann

Wenn der Papst im Herbst nach Deutschland kommt und tatsächlich in so einem Unikum von Papamobil reist, macht er ja vielleicht doch noch mit mir eine Herrenboutik auf. Das war doch schon immer mein Traum:

Papamobil

Mich wundert, wie sie Dianas Auto wieder entknautscht haben:

Dianas Auto

Nachdem wir uns dann zusammen mit unserer Führerin in dem riesigen Museum erst mal verlaufen haben und sich die mehrköpfige Security über uns amüsiert hatte, kamen wir bei den Designern raus:

Design- Abteilung

Heiliger Strohsack! Hier gab es einen Blick auf die Fahrzeuge der Zukunft:

future car

Hoffentlich fliegen die dann nicht eines Tages damit an meinem Schlafzimmerfenster vorbei.

Fahrzeuge der Zukunft

Wenn sowas auf unseren Straßen fährt,

Bio-Fahrzeuge

ist das vielleicht nicht mehr so lustig wie zu Carl und Bertas Anfangszeiten:

Das Skulpture Museum in Mahabalipuram

Auf unserem Spaziergang durch die Stadt entdeckte ich plötzlich an der staubigen East Raja Street, wo sogar Schweine aus dem Gebüsch herauskamen, lauter knallbunte Götterfiguren hinter einer verfallenen Mauer leuchten.

Schweine

Da musste ich natürlich sofort hinein.

knallbunte Götterfiguren

Eine im Schatten des Gemäuers schlafende Gestalt schlappte hinter mir her und wollte mich wieder rauswerfen. Dann stellte sich aber heraus, dass er nur ein paar Rupien Eintritt wollte. Ich konnte gar nicht glauben, dass hier nicht der 25-mal so teure Touristenaufschlag galt.

Zwar waren die 3,000 klitzekleinen bis riesengroßen Figuren aus Holz, Zement und Bronze aus der Hindu Mythologie nicht so perfekt, aber dafür umso origineller.

Es gab auch Räume mit schöner Jugendstilkunst und wunderschön verzierte Türrahmen.

Auch waren dort zahlreiche schöne Gemälde zu bestaunen:

indische Gemälde

Sogar die Mona Lisa war dort – mit eher traurigem als geheimnisvollen Lächeln !

MonaLisa

Im hintersten Winkel standen einige interessante Gemälde, darunter diese Inderin, die nubischen Tanz vorführt. Den nubischen Tanz, kannten offenbar schon die alten Inder.

nubiandance

Typisch, der ausgestreckter Zeigefinger zum Schaabi. Vorne flach und erdig, wie ein Froschfuß. hinten hochgestellter Nachstellschritt auf dem Ballen und dazu federn…

So sieht es dann aus:

http://laughingsquid.com/nubian-goat-kid-mimics-humans-dance-moves/

Diese berühmte Mystikerin, die Heilige Karaikkal Ammayya, lief von Karaikkal in Südindien bis zum Mt. Kailash und zurück! -auf Händen.

Handlaufskulpt

Wir haben es wegen der schwülen Hitze gerade noch rechtzeitig auf Füßen zurück zum Hotel geschafft, bevor das Monsungewitter einsetzte: