Tag-Archiv | Mystiker

Natarajas Tanz in der Kirche

Ich wollte auf dem christlichen Weg, den schon unsere Mystiker gingen, eine Gotteserfahrung machen und suchte deshalb eine Kontemplationsgruppe in einer katholischen Kirche auf.

Im Wintermantel und Schal rezitierten wir gemeinsam einige Zeilen aus einem Heft auf dem Willigis Jäger „Integrale Spiritualität“ geschrieben stand.

Wir wurden angewiesen in die Stille zu gehen, indem wir alle Gedanken und Vorstellungen loslassen sollten, um so die Einheit mit dem göttlichen Urgrund zu erfahren.

Dann erfolgte eine ca. 20-minütige Kontemplation. Wir saßen im Kreis auf unseren Meditationshockern mit dem Rücken zum Altar. Weil es so kalt war, waren wir in Decken eingewickelt. Während der Kontemplation erlebte ich außer Stille auch ein gemeinsames Besteigen eines Gipfels.

Danach schritten wir auf unseren Wollsocken langsam im Kreis um den Altar herum, ich natürlich im Ballengang.

Bei der anschließenden 20-minütige Kontemplation besuchte mich zu meinem Erstaunen Shiva in seiner Nataraja- Gestalt:

Nataraja

Dann begann er sich während meiner beschaulichen Betrachtung so wie hier als Lillith zu präsentieren:

Mir wurde ganz heiß dabei. So hatte ich es mir nicht vorgestellt, auf Gott zu lauschen. Was hätte wohl Theresa von Avila, die durch einen leidenden Jesus bekehrt wurde, davon gehalten?

Während wir daraufhin schnell im Kreis über den Marmorboden schritten, konnte ich mich wieder etwas abkühlen.

Zum Abschluss rezitierten wir wieder gemeinsam den Text von Johanna Tauber über „ohne Bilder und Form“.

Ich bin sehr dankbar darüber, dass sich mir Gott so wunderbar von seiner weiblichen Seite gezeigt hat.

Besessenheit nach der Astralreise

Nach dem Vortrag von Holger und der anschließenden Diskussion über AKE kam ich zu dem Schluss, dass sich möglicherweise fremde Wesen in unseren Körpern einnisten, während wir außerhalb unseres Körpers auf Reisen gehen. Die Persönlichkeit mancher Leute ist nach Schockerlebnissen oder nach einem Koma oft völlig verändert. Sie werden dann als psychisch krank in Kliniken eingeliefert und mit Psychopharmaka ruhig gestellt.

In Indien geht man mit solchen Fällen ganz anders um. Da wird der Kranke von der ganzen Familie begleitet zu einem Heiligen in einen Balaji-Tempel gebracht und zusammen mit hunderten ähnlicher Fälle geheilt.

Siehe hierzu auch: Sudhir Kakar: ?Schamanen, Mystiker, Ärzte, wie Inder die Seele heilen?:

Im Balaji (= Hanuman)-Tempel in Mehndipur, wie im Asklepiustempel im alten Griechenland, werden die Patienten von ihren Leiden (böswillige Geister, die bei uns Wahnsinn, Epilepsie, TB, Unfruchtbarkeit usw. heißen) befreit. Diagnostiziert werden sie von Sayanas (Exorzisten), die Anzeichen einer seelischen Erkrankung durch Besessenheit finden. Sie kennen sich aus mit den verschieden Arten der Geister. Es gibt sogar Geister der unbefriedigten Wünsche. (hört sich psychoanalytisch an). Die bösen Geister sehnen sich nach einem menschlichen Körper und wenn sie ihn in Besitz nehmen, kann er krank werden.

Quelle:
http://books.google.de/books?id=GE-1ZN3_t-0C&pg=PA80&lpg=PA80&dq=Heilung,+Balaji+Tempel&source=bl&ots=mXwxpfkApg&sig=RHa-tu_BHz5rMk4K9PTymcFPZjg#v=onepage&q=Heilung%2C%20Balaji%20Tempel&f=false

Damit es aber nicht soweit kommt, dass uns etwas Schlimmes während der Nacht geschieht, wenn wir eventuell unbeabsichtigt in die Astralwelt gehen, haben wir doch als Kinder unsere Nachtgebete gelernt:

Abends wenn ich schlafen geh
vierzehn Engel um mich stehn,
zwei zu meinen Füßen,
zwei zu meinem Haupte,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zwei die mich decken,
zwei die mich wecken,
zwei die mich weisen
zu den himmlischen Paradeisen.

Nachdem meine Oma dieses Gebet mit mir gesprochen hatte, konnte ich des Nachts ungestört über die Häuser fliegen und kein einziges Ungeheuer störte meine Träume.

Ramakrishna

Ramakrishna Paramahamsa (religiöser Ehrentitel ) ist am 18. Februar 1836 in Kamarpukur in Bengalen geboren und lebte bis zum 16. 8. 1886.
Er war hinduistischer Reformer und Mystiker und ein ekstatischer Heiliger, der schon als Kind Visionen erlebte. Im Kali-Tempel, wo Kali als Retterin der Welt verehrt wurde, war er Priester. Dort betete er die Göttin Kali so lange an, bis sie sich ihm als die göttliche Mutter offenbarte. Daraufhin wurde er von einer Kommission aus hinduistischen Gelehrten als Avatar erklärt und somit Buddha oder Jesus gleich gestellt. Für Ramakrishna war das aber nicht wichtig.

Er erkannte nach seiner Erleuchtung, dass die Mystik des Christentums, des Islams und des Hinduismus alle zur Selbstverwirklichung führen können und lebte diese 3 Religionen auch nacheinander. Bildhaft verglich der dass jede Religion ihren Krug mit dem sie das Wasser aus dem Urgrund schöpft, anders nennt.

Er erkannte, das es derselbe Gott ist, dem sich alle nähern, nur eben auf verschiedenen Wegen