Tag-Archiv | Naturgeister

8. Die Schatten im Hause Renoirs

Renoirs Villa mit seinen Gemälden fand ich in einem wunderbaren uralten Olivenhain, wo sie sich gut versteckte. Die Villa enthielt auch noch alte Möbel und sie war zwar innen sehr interessant, aber dort spukte es.

Schatten von Renoir

 

Überall huschten die wunderschönen, aber düstere Geister der Vergangenheit herum. Renoir selbst malte wohl auch lieber im Freien.

Später, im Rollstuhl, malte er dann unter Schmerzen, mit einem an die Hand gebundenen Pinsel.

Hier war wirklich ein Modell-verschlingender Vampir am Werk, den ich nur Dank Shivas Dreizack von mir fernhalten konnte.

https://www.youtube.com/watch?v=xnpJcWBoDbQ&feature=youtu.be

So floh ich dann recht bald hinaus zu den Vögeln, die im Schatten der Olivenbäume herumflogen und dort beobachtete ich dann auch die Naturgeister.

 

 

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7. Die Sonne will nicht gestört werden

Die Stadt war völlig verzaubert von Touristen und anderen Naturgeistern und dann trafen wir im Grimaldi Schloss die Ziege Esmeralda, die sogar die Sonne, bzw. den berühmten Maler Picasso stören durfte.

Sie zeigte uns seine Bilder. Den Macho, den ich noch nie leiden konnte, der mit der Schattenseite des Lebens kämpft, der einen stinkenden Ziegenbock mehr liebte als seine Familie, wollte ich gar nicht kennenlernen.

Picasso malte sich sogar selbst als alten Ziegenbock, der eine junge Frau umwirbt. Das mussten die Naturgeister gleich mal spiegeln:

Pic Zig

Ausgerechnet Picasso meinte, Matisse sei verrückt. Aber wenn ich mir Picassos Friedenstempel ansehe, in den auch der Krieg mit wohnen darf… und seine Figuren mit den Körperteilen an den falschen Stellen….

Shiva meinte dass die Sonne schließlich auch schon vor dem Klimawandel recht heiß am Mittelmeer brannte, wo die alternden Künstler mit ihren Musen ihr Leben ausklingen lassen:

https://www.youtube.com/watch?v=Tt-EpMTQdEg&feature=youtu.be

Und so lästerten wir lange noch über die verzauberten Gemälde, Skulpturen, Tiere und die von ihm ausgemalte Schlosskapelle, während wir den wunderschönen Sonnenuntergang genossen und die Ziege fütterten.

 

 

 

 

2.Die Erschaffung des Lichtes

Matisse blaues Fenster

Die Sonne schien durch die riesigen blauen Glasfenster.

Violinmusik verzauberte meine Ohren und ich träumte wie Chagall mir erklärte, dass Blau die Farbe der Transzendenz sei und wie ich die Erschaffung des Lichtes von rechts nach links an den verschiedenen Schöpfungstagen lesen muss.

Kreise blitzen durch die Nacht. Das Fenster wurde heller. Tiere und Menschen und Engel erschienen.

https://www.youtube.com/watch?v=kkKBQwaE_Ug&feature=youtu.be

Plötzlich erschien Shiva auf dem Thron Gottes. Er stieg herab, meinte, dass ich nicht so viel auf die Künstler, die ihr Ego feiern, hören soll und mich lieber in dem alten Olivenhain an den Naturgeistern erfreuen soll. Dort würde ich das Licht nicht nur durch eine Scheibe wahrnehmen, sondern direkt im Herzen erfahren.

Olivenbaumgeist

Dass wir unser Leben freiwillig hinter Scheiben verbringen sei überhaupt völliger Unsinn, meinte Shiva während er mich nach draußen  zerrte.

 

Schneespaziergang

schneespaziergang

Nachdem ich heute früh schon mehrmals Schnee schippen musste, war ich heute Morgen nicht so gut auf den Winter  zu sprechen, zumal mein Nachbar wieder vor mir draußen war und überall auf dem Gehweg seine Eisspuren hinterlassen hatte, die ich nicht mehr wegbekam, weil sie festgefroren waren. Außerdem waren seit gestern ständig Schneegestöber vorhergesagt.

Nachmittags grinste die Sonne zu den Fenstern herein und da ich ihr Angebot nicht ablehnen konnte herauszukommen, machte ich mich auf zu einem Schneespaziergang. Es war nicht mehr so kalt und der Wind war auch nicht mehr da. Unter meinen Füßen knirschte der Schnee so schön und ich war ganz verzaubert von der weißen glitzernden Winterlandschaft.

Es waren nur wenige Leute unterwegs, hauptsächlich welche mit Kindern, die Schlitten fuhren. Ob die anderen wohl alle mit Grippe im Bett liegen?

Die Naturgeister trieben wieder ihre Spielchen und so konnte ich sie gut fotografieren.

https://www.youtube.com/watch?v=8Xw_ipSloUo&feature=youtu.be

Als ich zurück nach Hause kam, wurde ich schon sehnsüchtig von einer Amsel erwartet. Sie wollte Futter. Das von morgens war schon aufgefressen, jedenfalls die besten Stücke davon.

 

 

Das verzauberte Land um Bad Boll

Alte A8 verzaubert

Ich wanderte zu Ferienbeginn durch das gut beschilderte Labyrinth am Albtrauf und schaute zu, wie sich die Blechlawinen über die A8 ergossen.

Die Naturgeister geleiteten mich mit ihren Gesängen und so wie sie mit Worten zauberten, so taten sie dies auch mit allem um mich herum, bis ich nur noch mit ihren Augen die Wunder der Natur wahrnahm.

Beim Deutschen Haus rastete ich an einem wunderschönen Teich.

Oben auf dem Kornberg angekommen, suchte ich die sagenhafte Bertaburg. Ich konnte dort weder eine Ruine, noch Mauerreste sehen. „Deshalb heißt diese Behausung Burgstall“, meinte die plötzlich auftauchende Tante vom Kaiser Barbarossa.

Als Witwe war Berta nach Boll gezogen um dort auf dem Kornberg, oberhalb von Bad Boll in ihrer Bertaburg zu wohnen.

Sie gründete den Chorherrenstift und die romanische Stiftskirche in Boll, in der sie begraben wurde.

Berta verriet mir, dass sie jahrelang Mehl und Brot, das sogenannte Bertamahl, an die Boller gestiftet hatte und dann von ihnen so lange verehrt wurde, bis ihre Gebeine zu leuchten begannen. Seither besitzt die Gräfin Berta von Ravenstein und von Boll auch noch den Heiligentitel. Kein Wunder, da sich ihr Name vom althochdeutschen Wort „berath“ ableitet, das glänzend und strahlend bedeutet, genauso wie das keltische Wort belos.

Bei der 200 Jahre alten Silberpappel schien mir der keltische Gott Belenos, des Lichtes und der Heilung in dieser verzauberten Gegend auch noch stark präsent zu sein. Damit ihm niemand zu nahe tritt, war ein Eichenzaun drum herum errichtet worden.

 

Von der Boller Heide aus lassen sich übrigens wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten.

Die verzauberte Buocher Höhe mit dem Köpfle

s` Köpfle

Als ich über die Buocher Höhe wanderte, betrat ich einen ihrer drei Köpfe, den Kleinheppacher Kopf (452 m) der auch s `Köpfle genannt wird und über das Remstal wacht.

Von hier oben hatte ich eine tolle Aussicht über Kleinheppach, dessen Name sich von dem Bach zwischen den Hecken ableitet. Ich sah ins Remstal, zum Schurwald, zur Schwäbischen Alb und zum Schwarzwald.

Die Alemannen hatten hier oben auf der Buocher Höhe hre Heiligtümer stehen. Hier oben wurden Versammlungen unter großen Linden abgehalten und mit Gerichtssteinen gekennzeichnet. Später wurden an diesen Stellen christliche Kirchen errichtet.

https://www.youtube.com/watch?v=gbsd5w7s-2k&feature=youtu.be

1928 gab es hier oben auf dem Köpfle sogar schon mal eine Windmühle. Hoffentlich kommt niemand auf die Idee hier ein Windkraftrad aufzustellen.

Ausflug zum Schwäbischen Bermudadreieck

Türkenbundlilien 2

Das Schwäbische Bermudadreieck ist berüchtigt, wegen der häufigen und tragischen Luftunglücke. Gedenktafeln auf dem Bosler erinnern an die Verunglückten der tragischen Flugunglücke, deren Ursache nicht erklärt werden konnte. Viele ereigneten sich im dichten Nebel.

Der Wetterbericht hatte mal wieder die üblichen Gewitter angekündigt, aber es war weit und breit kein Wölkchen zu sehen. Also machte ich mich auf zum Deutschen Haus am Albnordrandweg, um von dort aus den 800 Meter hohen Gipfel am Albtrauf, den Bosler zu erwandern. Von hier oben wollte ich die wunderschöne Landschaft betrachten.

Außerdem gab es bei der Albkante am Gruibinger Wiesle sogar Kunstwerke, die Jahrhundertsteine und Felsplatten aus Jurakalkstein. Der Künstler hatte leider das Dach vergessen, unter dem ich im Falle des angekündigten Unwetters Schutz hätte finden können.

https://www.youtube.com/watch?v=NKL_bJsUzvg&feature=youtu.be

Irgendwie fand ich es doch eigenartig, dass an diesem mystischen Ort so viele Blüten einen Turban trugen. Türkenbundlilien heißen sie heute. Früher hießen sie Goldwurz, wegen ihrer goldgelben Zwiebel, mit deren Saft die Alchemisten  aus unedlen Metallen Gold zauberten.

Kühe bekamen Martagon, den Türkenbund zum Fressen, damit Milch und Butter schön gelb wurden.

Ihren Duft verströmen die Türkenbundlilien erst, wenn die Sonne untergeht. Dann kommen Schmetterlinge mit langen Saugrüsseln und bestäuben sie. Sie sollen damit auch Dämonen verjagen und gegen Besessenheit wirken und werden Babys gegen Zahnweh als Amulett um den Hals gehängt.

Als Liebeszauber wirken sie ebenfalls.