Tag-Archiv | Nirvana

Meine Verwandlung in eine Schildkröte

Leguane

Immer mal wieder verwandle ich mich in eine Schildkröte um meinen inneren Frieden zu suchen. Das gelingt mir, indem ich mir einen behaglichen Ort suche, an dem ich die Schöpfung beobachte und ganz langsam werde und Einkehr in mich selbst halte.

Zuerst fühlt es sich an, als ob ich den hinduistischen Weltenberg auf meinem Rücken trage. Aber nach einer Weile eröffnet mir der hinduistische Gott Vishna eine neue Sicht auf die Welt.

In meinen starken Panzer fühle ich Lebensweisheit und heilende Kräfte in mich einströmen. Nicht umsonst bekommen chinesische Kinder wenn sie krank sind ein Schildkrötenamulett umgehängt.

Verschiedene Seelen auf dem Wege ins Nirvana besuchten mich in diesen Tagen. Eine war zum Beispiel die griechische Schildkröte Chelone, die einst von Hermes verwandelt wurde, weil sie bei der Hochzeit von Zeus und Hera zu Hause geblieben war.

Hier seht ihr uns mit den Fischen zusammen im Pool baden und mit den Garnelen spielen:

Den Leguan habe ich auch mal besucht, aber der war nur an seinem Futter interessiert.

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Die Antwort eines Bodhisattwas

Dunkle gesichtslose verschleierte Frauengestalten krochen aus den Spalten der Felsenhöhlen. Immer mehr von ihnen kamen durch das Wüstental auf mich zu. Mir wurde ganz unbehaglich und ich fühlte mich von ihnen bedrängt und ich hielt die Luft an.

Die Szenerie erinnerte mich an die Leprakranken aus „Jesus Christ Superstar“, die ihn bedrängten sie zu heilen:

Auf einmal schwebte aus einem Ikosaeder die Lichtgestalt eines sitzenden Bodhisattwas zu mir heran und durchdrang meinen feinstofflichen Körper, so dass ich glaubte, der Bodhisattwa selbst zu sein. Langsam wurde mein Atem wieder kräftiger und mit jedem Ausatmen wurden die dunklen Gestalten mit ihren schwarzen Gewändern lichter, bis sie schließlich ganz verschwanden und sich das ganze Tal lichtdurchflutet vor mir ausbreitete. Ich fühlte mich unglaublich leicht, wie ein transzendentes Wesen. War ich nun ein Bodhisattwa?

Nach dieser Meditation mit dem 8. Chakra, kam ich zu dem Schluss, dass der Bodhisattwa mir lediglich demonstrieren wollte, dass er nicht nur egoistisch im Nirwana schwebt, wie ich ihm unterstellt hatte, sondern sich durchaus auch ins Jammertal begibt um andere Wesen zu erlösen.

Wenn die Menschheit sich durch die wiedergeborenen Seelen entwickelt, tragen die „Erleuchteten“, die im Himmel oder im Nirvana schwelgen schließlich nicht zur Evolution der Menschheit bei.

Dieser Bodhisattwa aber hilft anderen Wesen, indem er die göttliche Kraft durch sich wirken lässt, bevor er selbst ins Nirwana eingeht, damit das Leben nicht mehr als Leid erfahren wird, welches überwunden werden muss.

Mit Bharati auf der Kumba Mela im Cassiopeia

Wir waren eingeladen, einen Film über den größten unorganisierten Event der Welt anzuschauen, zu dem uns Bharati Erklärungen gab und unsere Fragen beantwortete.

70 Millionen Pilger, darunter die verschiedensten Heiligen, mit ihren Studenten wollen mit ihrer Anwesenheit ihren Weg zum Nirvana verkürzen. Dafür lassen sie ihre Haare und Fingernägel meterlang wachsen, transformieren ihre Sexualität indem sie sich Steine an ihre Geschlechtsteile hängen, oder durchbohren sich mit Dolchen um zu zeigen, dass sie eine Inkarnation Hanumans sind. Die höchsten Sadhus sind die, die nicht mehr an der Welt haften und somit weder Kleidung noch Speise und Trank benötigen.

Eine weibliche Sadhu ließ sich 3 Tage in ein Erdloch stecken, um zu demonstrieren, dass sie nicht einmal mehr atmen muss und auch weil ihr Körper während dieser Zeit, in der sie von der göttlichen Mutter erleuchtet wird, nicht berührt werden darf. Eine andere Frau, die zu einer Sekte gehörte, deren Mitglieder niemals Salz essen, wurde mit den heiligen giftigen Kobras eingesperrt und sie hängte sie sich um den Hals. Es hieß, dass sie das nur überlebte, weil Shiva sich in ihr manifestierte. Normalerweise gehen aber die weiblichen Sadhus nicht an die Öffentlichkeit .

Viele Wunder werden auf der Kumba Mela gezeigt, wie schwimmende Steine zum Ram-Gemurmel . Gott Rama ließ einst eine Brücke von Indien nach Sri Lanka aus schwimmenden Steinen bauen, die deshalb schwammen, weil Ram draufstand. Manche können sogar Erdbeben aufheben oder werden durch Wechsel in andere Körper 1200 Jahre alt.

Man sieht sowohl Haschisch rauchende und mit Handy telefonierende, die aber wohl noch einen weiten Weg zur Erleuchtung haben. Eigentlich wollen diejenigen, die sich mit dem schnellen und gefährlichen Weg des Tantras und des Verbotenen, der schwarzen Magie, befassen ja den schnelleren Weg gehen, landen aber umso öfter in der totalen Verwirrung.

Wir sahen auch Heilige, die ihren Arm 12 Jahre emporheben, bis er ganz dünn und verkrüppelt wird und manche sterben auch dabei.
Manche leiden, damit sie selbst schneller ins Nirvana kommen, manche nehmen aber auch anderen Menschen das Karma in Form von Schmerzen ab.

„Piloten-Baba“, ein Siddhi und spirituelles Oberhauptes der nackten, mit Asche eingeriebenen und mit dem Dreizack bewaffneten „Kriegerasketen“, den Naga Babas, ließ sich ebenfalls tagelang unter der Erdoberfläche eingraben. Er erkannte, dass der menschliche Wille Wunder bewirken kann, „wenn er klar, positiv und frei von Begierde ist“. Der Zweck dieser Samadhi-Demonstrationen ist die Förderung des Weltfriedens. Wenn ein Mensch in Samadhi eingeht, wird eine enorme Kraft freigesetzt, die erheben, inspirieren, heilen und alle, die damit in Berührung kommen, transformieren kann. Manchmal verschwindet Piloten-Baba auch einfach aus seinem orangefarbenem Dhoti, um die Menschen, besonders die Intellektuellen, zu überraschen. Beim Fragenstellen unserer Teilnehmer hat wohl einer versucht es ihm nachzutun, das endete aber nur mit einem lauten Gepolter, einer abgebrochenen Stuhllehne und allgemeiner Erheiterung.

Hier sieht man anders als in unserer genormten Welt der Kurzhaarschnitte, Glatzen und Jeans oder Anzug und Krawatte Mode eine unglaubliche Vielfalt und Kreativität der Sadhus: