Tag-Archiv | November

Mein geheimes Anwesen im Windmond

Da bei den Kelten alles Sein in den Tiefen der Dunkelheit wie aus einem dunklen Mutterschoß heraus geboren wurde, begann ein Zyklus immer mit der dunklen Hälfte. So begann also das Jahr Anfang November in der dunklen Jahreszeit.

Auch mein wilder Garten begann sich zu verändern. Die üppige Pracht stand noch voll in der Blüte und lebte in manchen Früchten (Erdbeeren) noch einmal auf, um dann langsamer zu pulsieren und schließlich einzuschlafen, wie auch die Frösche und Wassergeister in meinem Teich.

Alles an der Oberfläche scheint friedlich zu schlafen. Glitzernder Reif breitete sich wie ein Mantel über die Fauna. Das Gras darunter ist grau, die Farben sind verblasst.

Andere Geister beseelen und beschützen nun mein geheimes „An-wesen“. Sie steigen aus den Nebeln heraus und sausen mit den Winden ums Haus und stellen sich herrschsüchtig in Position. Aus diesem Grund hieß der November früher Windmond oder Nebelung.

Nun wird es Zeit mit der Natur mitzuschwingen, alles aufzuräumen und nach innen zu gehen in die Stille und sich Gedanken zu machen über die Illusion von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder die Dualität von Gut und Böse…

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Dschjotis Wanderung durch die Anderwelt

Als ich so durch den Wald wanderte, kam mit der Chinesische Spruch in den Sinn:
„Trage immer einen grünen Zweig im Herzen, es wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.“

Aber statt eines Singvogels flog ein Raubvogel zwischen den Welten auf den Ast eines Baumes und blickte bedrohlich zu mir herunter.

Bald ist Samhainmond und der Nebel verbreitete eine unheimliche Stimmung und ich hoffte, dass die Sonne sich bald blicken ließ. Mir fiel plötzlich das Gedicht von Hermann Hesse ein:

Der Herbstwind wehte alles Überflüssige und Abgestorbene hinweg. Mir wurde immer kälter. Die seltenen vorkommenden Bänke waren entweder verfault oder klitschnass.

Plötzlich öffnete sich das Tor zu Anderswelt. Während ich noch über mein Leben mit meinen Ahnen reflektierte, vernahm ich ein leises Lied aus der Anderwelt:

Ich lief noch tiefer hinein um die Melodie besser hören zu können, die mich an meine Embryozeit erinnerte:

Der Wald schien mir wie ein einziges riesiges Wesen, das da vor sich hin schnaubte und von den Klängen der Natur besänftigt wurde:

Sag mir wo die Blumen sind

Wo die Blumen jetzt sind kann ich Euch zeigen, weil ich mich noch gut an eines meiner Lieblingsbücher erinnere:

Wo die Blumen jetzt im Winter sind, wisst Ihr nun.

http://www.myvideo.de/movie/8867525
Mein Garten im November – MyVideo
http://www.myvideo.de/watch/8867525/Mein_Garten_im_November

Aber wohin sind die anderen aus diesem alten Antikriegslied verschwunden?

Erdbeeren an Allerheiligen!

Nachdem ich gestern Abend zu Samhain sehr viel Besuch von Drüben hatte, wollte ich mich heute etwas ausruhen. Als ich so auf dem Bett lag und vor mich hin döste, leuchtete plötzlich etwas Rotes durch die Balkontür:

Erdbeeren im November

Ich konnte es kaum fassen: Erdbeeren in meinem Blumenkasten, im November und das nach dem Schnee und der Eiseskälte der letzten Tage.

http://www.myvideo.de/movie/8832546
Sat Chit Ananda – MyVideo
http://www.myvideo.de/watch/8832546/Sat_Chit_Ananda

Ob mir dieses Geburtstagsgeschenk wohl meine Besucher hinterlassen haben?

Ardvi, die Göttin von den Sternen

Am 18. November feiern die Hexen die die persische Göttin Ardvi (feucht, mächtig und rein) Sura Anahita(unbefleckt) Shahr Banu. Sie ist sowohl für Mutterschaft als auch für den Krieg zuständig.

Weil sie auch die Göttin der klaren Wasser und Fruchtbarkeit ist, wurden ihre Tempel am Wasser gebaut.

Mondtänzerin

Ardvi stammt von den Sternen des Ahura Mazda, dem Schöpfergott, der die Macht des Lichts verkörpert. Ardvi erscheint deshalb als schönes, Mädchen mit einer Sternenkrone.
Ihr Wagen wird von vier Pferden (Wind, Wolken, Regen und Schnee)gezogen, ihre heiligen Begleittiere sind die Taube und der Pfau.

Folgendes Video einen orientalischer Hexenbauchtanz:

Bei „light of spirit“ erscheint die Göttin wirklich bezaubernd:

Nun habt Ihr sicher genug sternchen im Herzen, so dass ihr sie nicht mehr auf die Tische streuen müßt. 😉