Tag-Archiv | Osterei

Unglaublich, was der Osterhase diesmal brachte

Dieses Jahr bekam ich das dickste und schönste Riesen- Osterei, das ich je gesehen hatte.

Dieses Mal war nichts mit Ostereier- Suchen. Das Ei ist weithin sichtbar und lässt sich nicht verstecken. Meine Tochter trägt es immer mit sich herum:

Auswickeln darf ich es aber noch nicht.

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Ich wünsche Euch allen Frohe Ostern und viele bunte Ostereier

Vom Weltenei zum Osterei

Das Ei ist ein Symbol für das Leben, die Fruchtbarkeit, die Wiedergeburt und die Unendlichkeit, da es Träger des Lebens und der Lebenserneuerung ist. Die Vorstellung, dass das Weltall ein lebendes Wesen ist, reicht weit zurück:

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Am Anfang erhob sich die älteste griechische Göttin, Eurynome nackt aus dem Chaos, trennte den Himmel von den Wassern und das Licht von der Dunkelheit. Dann begann sie zu tanzen. Sie tanzte immer ekstatischer auf einer Welle gen Süden, als sie plötzlich bemerkte, dass da noch der Nordwind, den sie durch ihre Bewegung ausgelöst hatte, war. Sie ergriff ihn und rieb ihn zwischen ihren Händen, bis er sich in die große Schlange Ophion verwandelte, die sich um ihre Glieder schlang und sich mit ihr paarte. So wurde Eurynome vom Nordwind schwanger, und legte darauf als Taube das Weltenei. Ophion aber wand sich 7 x um das Ei, bis es ausgebrütet war und daraus die gesamte Schöpfung schlüpfte und damit die Menschen sich daran erinnern, werden die ältesten Tierarten der Welt auch heute noch aus Eiern geboren.

In der chinesischen Mythologie heißt es: „Am Anfang aller Zeit gab es nur Dunkelheit und
Chaos. Diese Dunkelheit hatte die Form eines Eies und in sie wurde das erste lebende Wesen hineingeboren. In der indischen Mythologie wuchs das goldene Ei aus einem Samenkorn, das auf dem kosmischen Ozean umhertrieb. Brahma schlüpfte aus diesem Ei und teilte sich selbst in ein männliches und ein weibliches Wesen. Auch im alten Ägypten spielt das Ei eine Rolle in Mythen über die Entstehung der Welt.

Teil 2:

Die Menschen in Hermopolis erzählten von dem Urhügel wo eine Gans ein Ei legte, aus dem der Sonnengott Re entschlüpfte. Auf den Mauerfriesen antiker Jupitertempel symbolisieren Ei-Ornamente die Zeugungskraft Jupiters. In römisch- germanischen Gräberfeldern wurden Eier aus dem 4. Jahrhundert als Grabbeigabe gefunden.

Ein Riesenei fiel aus dem Himmel in den Euphrat. Die Fische rollten es an das Ufer, wo die Tauben es ausbrüteten und Venus, auch Astarte genannt, kam heraus. Deshalb wurde das Ei das Symbolder Astarte oder Ostera.

Früher wurden die Ostereier als Fruchtbarkeitssymbole der Frühlingsgöttin Ostara zum Opfer gebracht und rot angemalt, der Farbe des frischen Blutes der Göttin Ostara. Das frische, hellrote Blut galt ebenfalls als Zeichen besonderer Fruchtbarkeit. Junge Mädchen, die zu Ostara ihre erste Monatsblutung bekamen, wurden besonders verehrt. Ihr Blut galt als heilig. Es wurde aufgefangen und zum Segen der Ernte in einem Ritual der Erde übergeben, um die Fruchtbarkeitder Felder magisch zu verstärken. Später wurden die Eier in den Farben der Natur bemalt, wobei jede benutzte Farbe eine rituelle Bedeutung hatte. Man färbte die Eier mit Zwiebelschalen, Blauholz, gefärbten Stofffetzen und Stechginster.


Der Osterhase

Der Hase ist das Lieblingstier der Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Erdgöttin Holda und der heidnischen Göttin Ostara. Er ist aber auch ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit, weil Hasen im Frühjahr sehr viele Jungen bekommen. Sobald die Menschen früher die Hasenmütter mit ihren Jungen sahen, wussten sie, dass der Winter vorüber war.

Osterhase

Heute kennt Ihn jeder als den Überbringer der Ostereier, im vorigen Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands noch völlig unbekannt. Bis zum 16. Jahrhundert wurden die Ostereier von verschiedenen Tieren gebracht. In einigen Regionen kam der Fuchs oder der Hahn, in anderen der Storch, der Kuckuck, der Kranich oder der Auerhahn, um die Ostereier zu verstecken.

Viele Kulturen bringen den Hasen mit dem Mond als Meister Lampe in Verbindung, da bei Vollmond die dunklen Flecken des Mondes an einen springenden Hasen denken lassen. Im Sanskrit bedeutet das Wort für Mond „Hasenträger“. Die Inder und auch die Japaner glauben in den Schatten des Mondes einen Hasen beziehungsweise ein Kaninchen erkennen zu können. Bei uns hieß es, dass sich Hexen in Hasen verwandeln könnten und in Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.