Tag-Archiv | Polizei

Herbstzauber in Stuttgart

Als ich in Stuttgart aus dem Zug ausstieg, war plötzlich der Hauptbahnhof mit dem besonderen Uhrturm, der ein Wahrzeichen Stuttgarts ist, verrückt und das um ca. 200 Meter!

Baumgeister in Stuttgart

Im Park rasten die Radler die Gehwege entlang, besonders die, die nur für Fußgänger ausgewiesen waren, als ob der Teufel hinter ihnen her wäre. Dabei sangen die Naturgeister doch so lieblich zu den raschelnden Blättern im Winde. Spinnennetze schwebten in den Büschen, die Wasservögel putzten sich und die Sonne schien…

Beim Bahnhof und auf der Königstraße waren überall Polizisten verteilt, manche sogar auf Pferden. Ob das wohl mit dem Fußballspiel zusammenhing?

An der Großbaustelle wunderte ich mich über die Zelte für die Ausgrabungen.
Ob die Archäologen dort wohl wirklich die älteste Spätzlesmaschine der Welt gefunden haben?

Damit wollen sie doch wohl nicht den sofortigen Baustopp des gigantischen Bahnprojekts erreichen?

Die Nesenbachfrau, die dort gefunden wurde, muss ihnen wohl so gestunken haben, dass sie das Geburtsdatum dieser schwäbischen Urfrau auf den 1. April 2014 gelegt haben.

Hier steht das alles ganz genau: http://www.dguf.de/index.php?id=328
Ob sie wohl mit dem Urururgroßvater aus Steinheim verwandt ist?

http://dschjotiblog00.blog.de/2013/09/08/urururur-opa-frau-16366984/

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Mein neuer Wachhund

Mehrmals wurde ich von der Waiblinger Telefonnr. 07151 502712 angerufen. Weil ich diese Nummer nicht kannte, wartete ich darauf, was nun auf meinen Anrufbeantworter gesprochen wird. Aber da sprach niemand drauf.

Wachhund

Auf meinem tollen neuen Telefon, ist aber die Nummer gespeichert, so dass ich zurückrufen konnte. Da war aber nur ein Anrufbeantworter einer Kanzlei, die mir jedoch unbekannt war. Zum Glück kann ich auch diese Nummer unterdrücken, dass ich von dort aus jedenfalls nicht mehr angerufen werden kann.

Inzwischen erfuhr ich nämlich, dass sich Gangster als Anwälte und Notare ausgeben und behaupten, man hätte etwas Wertvolles gewonnen und müsste, bevor(!) man es bekommt, Gebühren und Steuern an sie überweisen.

Obwohl eine deutsche Stadt in meinem Display erscheint, rufen die Täter von einem Call- Center aus der Türkei aus an, weil sie ihre eigene Rufnummer manipulieren.

Falls ihr bereits zu den Opfern gehört, könnt ihr euch an die Polizei unter 110 wenden.

Mit dem neuen Gigaset Telefon sehe ich immer gleich den Namen der Anrufenden, was ich viel angenehmer finde, als eine Nummer.

Dürfen Deutsche ihren Geburtstag nach dem Mondkalender feiern?

Nach dem gregorianischen Kalender habe ich immer am selben Tag im selben Monat Geburtstag. Aber wenn ich nachrechne, verschiebt sich die Stunde so, dass ich manchmal auch einen Tag früher oder später Geburtstag habe. Entsprechend wird das Solarhoroskop berechnet.

Übertragt ja nicht Buddhas Geburtstag vom Vorjahr in den Kalender.

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/07/buddhas-geburtstag-8-april-8324744/

Der verschiebt sich nämlich um einen Monat und wird in den einzelnen asiatischen Ländern auch noch an verschiedenen Tagen gefeiert.

Der Geburtstag Buddhas wird dieses Jahr auch am 17. Mai gefeiert, am 8. Tag des vierten (asiatischen???) Monats nach dem Mondkalender, der sich 2013 zum 2555. Male jährt.

Das Gute an diesen vielen Geburtstagsdaten ist, wenn ihr das Ereignis vergessen habt, könnt ihr ein paar Tage später auch zum nächsten Geburtstagstermin termingetreu gratulieren.

Ich würde gerne meinen Geburtstag auch so variabel festlegen, aber darf man das in Deutschland überhaupt? Stürmt dann nicht die Polizei in meine Wohnung und beschlagnahmt mir meinen PC?

Bei Führen eines gekauften Titels im Blog passierte das immerhin auch schon dieser Bloggerin Eva Ihnenfeldt:

http://gutjahr.biz/2013/04/polizei-blog/

Wer radelt so spät durch Nacht und Wind?

In dieser kalten Oktobernacht war es dieses Mal kein Schwertransport, dem wir begegneten, sondern ein eigenartiges Wesen auf einem Fahrrad mit vielen Lämpchen und Plakaten mit Zeitungsausschnitten und Wimpeln das da vor uns her fuhr:

Ich wollte es filmen, damit niemand nachher behaupten könnte, wir hätten ein Nachtgespenst gesehen und das käme vom Mantra singen oder gar von der Meditation. Da ich beim Abfahren dachte, ich hätte genügend Schwertransporter gefilmt, habe ich die Kamera hinten ins Auto gepackt. Wir mussten das ausladende Gefährt also vorsichtig überholen

Dann sprang ich aus dem Auto, holte die Kamera aus der Tasche und passte das rasselnde und klingelnde und Fähnchen wedelnde Unikum ab.

Zu meiner Überraschung hielt der Alien an und freute sich über das Interesse an ihm.
Wie man hier hört und sieht, war es aber kein Alien und auch kein Nachtgespenst, sondern ein freundlicher älterer Herr, der sich mir als Volker von Mallinckrodt vorstellte.

Er radelt mit seinem klingenden Litfasssäulen- Fahrrad durch Europa gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit:

http://www.myvideo.de/movie/8843424
Wer radelt so spät durch Nacht und Wind – MyVideo

http://www.myvideo.de/watch/8843424/Wer_radelt_so_spaet_durch_Nacht_und_Wind

Leider mochte Youtube mein Video nicht, deshalb war es so verpixelt. Bei Myvideo ist es zwar scharf, dafür gibt es aber vorne die Werbung.

Volker von Mallinckrodt erzählte, dass er in Stuttgart, München und Paris Malerei studiert hat und seine Werke in Museen ausstellt, als Kunststoffverarbeiter selbstständig war, auf Glas malt und mit Öl malt und dichtet. Er macht auch Lesungen…

Er hat 7 Wohnsitze bei reichen Leuten, die diese nicht nützen. Mit ihnen ist er befreundet und sie lassen ihn dort umsonst wohnen.

Seine Frau ist mit seinem besten Freund abgehauen und so blieb ihm als Unternehmer nur noch sein Fahrrad.

Vor 9 Wochen war er im Krankenhaus, weil er von Nazis verletzt wurde und nun ist sein Fahrrad kaputt. Deshalb fährt er jetzt mit dem Fahrrad seiner Freundin. Er sagte, die Göppinger Polizei unternähme nichts in seinem Fall. Die Neonazis scheinen ihn ernster zu nehmen. Er musste nämlich sogar einmal ab Thüringen unter Polizeischutz fahren, damit die Neonazis ihn nicht umbringen.

Volker von Mallinckrodt kommuniziert sogar mit der Queen Elizabeth, Prince Charles und mit Politikern aller Farben. Nur Angela antwortet ihm nie. Wahrscheinlich gefällt ihr die von ihm selbst gemachte Riesenbriefmarke mit ihrem selbstgemalten Portrait nicht, die an seinem Sattel klebt.

Er überließ mir mehrere Flyer über sein Leben. Hoffentlich treffe ich ihn mal wieder, wenn es hell und weniger eisig ist. Dann werde ich ein schönes Foto von ihm und seinem Gefährt knipsen.

Aber hier habe ich einen Link gefunden, wo Ihr ihn mit seinem lustigen Gefährt sehen und noch mehr über ihn erfahren könnt:

http://www.die-kirche.de/index.php?id=33&tx_ttnews%5Btt_news%5D=240&cHash=6cee762e417496183e6d195b8034ad5e

Gaudi und Gangster in Barcelona

In der Morgendämmerung ratterten wir eine halbe Stunde mit unseren Koffern übers Pflaster ohne das Miro Mosaik zu bemerken. Das Hotel sollte laut Prospekt nur 10 Minuten von der U-Bahn entfernt sein. Aber spanische Uhren gehen eben etwas anders.

Wir hatten uns noch nicht richtig von den Strapazen der Reise erholt und liefen dann mal eben auf den Hausberg Montjuïc zur Burg um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen.

Dann ging es hinein in das Getümmel. Die Ramblas, die Hauptpromenade durch die Stadtmitte war schon morgens rammelvoll mit Touristen, Straßenkünstlern, Buden und natürlich mit Taschendieben.

Als wir genug Jugendstilhäuser gesehen hatten, landeten wir auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen auf einem großen Platz mit alten Bäumen. Ein Mann mit Stadtplan fragte uns nach dem Weg und als wir ihm den Weg erklären wollten, stellte er sich seltsam doof an. Dann eilten plötzlich ein paar dunkle Gestalten herbei und wollten unsere Ausweise sehen. Vor lauter Schreck sind wir erst mal weggerannt. Später erfuhr ich, dass diese Gangster das wohl öfter so machen.

Diese Warnung hatten wir natürlich nicht gelesen:

http://www.barcelona-tourist-guide.com/de/general/sicherheit/barcelona-sicherheit.html

Die hohen Eintrittskosten zu Barcelonas Wahrzeichen, Gaudis Sagrada Familia konnten wir uns sparen, es war eine riesige Baustelle. Wir bestaunten lieber die umliegenden Jugendstilhäuser.

Da es uns dann aber doch zu heiß wurde, entschlossen wir uns zu einer abkühlenden Hafenrundfahrt. Vom Schiff aus konnten wir die Auswirkungen, der heißen Sonnenkraft auf die Gehirne der Architekten betrachten.

Die nicht TÜV-geprüfte Seilbahn erschien uns auch zu teuer und so amüsierten wir uns mit den grünen Mönchssittichen, die die Früchte der Kanarischen Dattelpalmen liebten.

Der Parc Güell war ein Traum wie aus Zuckerguss und der Ausblick über die Stadt war wunderschön.

Wir machten unseren Abendspaziergang als es noch hell war, weil wir früh schlafen gehen wollten. Nachts um 2 Uhr kam nämlich jede Nacht die Müllabfuhr und polterte unter unserem Fenster herum, dass ich dachte, das Hotel fällt ein.

Da tropfte es plötzlich mitten auf dem Gehweg schmierig und schleimig auf uns herab. Das konnte ja nur eine von den vielen Tauben gewesen sein. Ein freundlicher Mann half uns die Scheiße aus Kleidern und Haaren zu beseitigen. Er opferte sogar noch den Inhalt seiner Sprudelflasche dazu.

Nachdem er sich verabschiedet hatte, war plötzlich der Geldbeutel mitsamt den Ausweisen weg!

Dann mussten wir erst mal dem Taxifahrer den Weg erklären um ans andere Ende von Barcelona zur Polizeiwache zu kommen um dort Ersatz- Papiere zu holen. Mitten in der Nacht, als die U-Bahn schon geschlossen hatte, kamen wir wieder raus. Aber das war der Polizei genauso egal, wie die Adresse, an der man uns beschissen hatte.

Wie es anderen ebenso ergangen ist, habe ich natürlich erst hinterher gelesen:

http://www.barcelona-tourist-guide.com/de/general/sicherheit/barcelona-taschendiebe.html#birdpoo

Auf dem Rückflug bei der Zollkontrolle materialisierte sich doch tatsächlich mein Taschenmesser in meiner Jackentasche. Stundenlang hatte ich es am Tag vorher gesucht um eine Orange damit zu schälen und Barcelonas Taschendiebe verdächtigt es geklaut zu haben.

Immerhin bekamen wir im Hotel öfters mal überraschenden Besuch, der sich trotz abgeschlossener Tür „aus Versehen“ im Zimmer geirrt hatte.

Die spanischen Zollbeamten lachten nur und behaupteten ich sei „una terrorista“ und da ich ausreisen würde, durfte ich mein Taschenmesser in eine riesige Reisetasche legen, einchecken und mit nach Deutschland nehmen.

Da die Gangster meine Kamera nicht geklaut haben, könnt Ihr hier die Bilder von Barcelona betrachten:

Ein Schwertransport quält sich durch den Ort

als uns die Polizei in dieser Neumondnacht mit Megafon stoppte, konnten wir beobachten wie sich ein Monster der besonderen Art durch verschlungene Pfade quälte.

Es war dermaßen groß, dass es ganz sicher nicht der Straßenverkehrszulassungsverordung entsprach und eine umfangreiche Sondergenehmigung brauchte . Einige Zuschauer hatten sich schon im Cafe am Kreisverkehr eingefunden, um das Spektakel zu beobachten.

Es war ein Langtransport und ich hoffte, dass niemand auf die Idee kam, die Achsabstände abzumessen. Da hätten wir ja Stunden im Kreisverkehr zugebracht und Tage, wenn irgendwelche Maße nicht genehmigt gewesen wären!

Cochin

Ich war schon sehr verblüfft in Cochin so viele Männerpärchen Händchen halten zu sehen. Aber das ist bei dem Frauenmangel ja kein Wunder.

Als das allerdings verheiratete junge indische Paare in Mahabalipuram am Strand machten, kam die Moral-Polizei und nahm sie mit aufs Revier.

Die Diskussion geht immer darum, dass die Kinder verdorben werden und die Frauen nicht mehr verheiratet werden können.

Cochin ist eine 3 Millionen- Stadt, dessen Hafen schon seit der Antike für seine Gewürze bekannt ist.

Fort Cochin

Hier flickten die Fischer ihre chinesischen Fischernetze aus den Zeiten Kublai Khans und ließen sich dabei von den Touristen für ein paar Rupien zusehen.

Fischernetze Cochin

Es war immer noch Onam und alle hatten ihre schönsten Kleider angezogen und wandelten die Uferpromenade entlang.

Cochin Uferpromenade

Leider rasten wir an allen tollen kleinen Läden vorbei, hinter unserem Guide her, um ins jüdische Viertel zu kommen. Dort wimmelte es von Anmachern, die es uns dann auch vermiesten, uns in den kleinen Läden umzusehen.

Wir besichtigten die jüdische Siedlung und gingen in die Synagoge aus dem 15. Jahrhundert. Die 60- Personengemeinde spricht heute noch aramäisch- hebräisch. Auf einer Wand war die Geschichte der Juden in Indien dargestellt.

Dann schauten wir in die Franziskanerkirche hinein, in der Vasco da Gama begraben ist.

Abends gingen wir dann noch in eine Kathakali- Vorstellung.

Kathakaliwerbung