Tag-Archiv | Rajastan

Wie sieht eigentlich ein göttliches Pferd aus?

In Indien heißt es, dass Kühe heilig sind und Pferde göttlich. Ich versuche nun dahinter zu kommen, wie so ein göttliches Pferd aussieht:

Al Buraq
In der besonderen Nacht der Himmelsfahrt des Propheten Mohammeds übergab ihm der Erzengel Gabriel ein geflügeltes Pferd mit dem Gesicht einer schönen Frau, den Burak. Auf diesem Pferd flog Mohammed in Begleitung des Erzengels Gabriels zum Tempelberg nach Jerusalem. Nachdem Mohammed das islamische Ritualgebet verrichtet hatte, führte ihn Erzengel Gabriel durch die sieben Paradiese zu Allah.

Chiron
Chiron ist ein heilkundiger griechischer Zentaur, mit dem Oberkörper eines Menschen und dem Unterteil und Beinen eines Pferdes. Er symbolisiert die Harmonie des Menschen mit dem Pferd und vereint die Vernunft des Menschen mit der Kraft und des Pferdes.

Sein Vater ist Kronos und seine Mutter die Nymphe Phylra. Er lehrte freundlich und bereitwillig das Jagen, die Medizin und die Musik. Zu seinen Schülern gehörten Äskulap, Achilles, Jason und Herkules.

Chiron verletzte sich an einem von Herkules‘ vergifteten Pfeilen. Es gab kein Gegengift und dem unsterblichen Zentauren droht das Schicksal, ewig grausame Schmerzen erleiden zu müssen. Die Götter stellten ihn deshalb als Sternbild Schütze mit seinem Pfeil und Bogen sichtbar ans Firmament.

Pegasus
Dichter schwingen sich an diesem unsterblichen weißen Hengst mit Flügeln zu den geistigen Höhen hinauf. Sein Vater war der Meeresgott Poseidon.
Beim Aufstampfen mit seinen Hufen entstehen überall solche Quellen wie die Musenquelle auf dem Berg Helikon.

Sleipnir
Die Bauern ließen die schönsten Ähren auf dem Feld für Sleipnir stehen. Sleipnir war das achtbeinige Lieblingspferd des nordischen Gottes Odin. verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten. Blitzschnell konnte es über die die Meere und durch die Luft jagen.

Die Ohren der Marwari-Pferde Rajastans sehen aus wie zwei sich küssende Papageien:

Fazit: das göttliche Pferd sieht aus wie ein weißes Pferd, mit 8 Beinen und 2 Flügeln mit einem Gesicht wie eine Frau mit zwei sich küssenden Papageien auf dem Kopf.

Unsere unglaubliche Reise von Orchha nach Agra

Wir lasen gerade in der Zeitung, dass wir in Lucknau und Delhi gerade abgefahren waren, als es mal wieder größere Überschwemmungen gab. Schwein gehabt.

Schwein

Dann traf eine Gruppe spanischer Gehörloser ein. Sowas hatte das Indische Personal noch nicht erlebt. Die Kellner waren ganz aus dem Häuschen, die Gebärdensprache erschien ihnen doch sehr befremdlich, vor allem dann, als eine der Frauen Milch zum Kaffee wollte, fielen dem Kellner fast die Augen aus dem Kopf. Er war entsetzt: Sie machte eine Gebärde, als ob sie ihre Brust melkt. Wir fielen fast vom Stuhl vor Lachen.

Auf unserem Morgenspaziergang erfuhren wir den Grund, warum wir am letzten Abend keine trockenen, sauberen Handtücher bekommen konnten:

Waschplatzjpgg

Es war immer alles feucht und schimmelte leicht. Dann sahen wir auch noch, wie die Wäsche am Bettwa- Ufer auf den Steinen gewaschen und auf den Kuhfladenbedeckten Felsen getrocknet wurde. Da es dort wohl keine Waschmaschine gab, hatten wir dann auch Verständnis dafür, dass unsere Zimmer nie gemacht wurden, was uns ehrlich gesagt auch ganz recht war. Das Personal war eben anderweitig beschäftigt – mit Baulärm, den man natürlich auf Bitten der Gäste nicht einstellen konnte, weil in einem so großen Hotel ja immer mal etwas renoviert werden muss.

Aber, eine Stunde bevor wir auschecken mussten, standen plötzlich schon viele „Boys“ , die wir bis dahin noch nie gesehen hatten, mit Schrubbern vor der Türe und sie fragten uns, wann wir endlich gehen würden.
Der Manager des Hotels lud uns dann beim Abschied ein, doch auf unserer nächsten Reise nach Orchha wieder ins Maharadschahotel zu kommen.

Wir nahmen lieber dankbar die Einladung unseres freundlichen Fahrers an, sofort mit ihm nach Agra zu fahren, anstatt wie geplant den halben Tag mit den Koffern in Jhānsi zu verbringen und nachts im Dunklen im Zug in dem Gedränge und den Läusen zu reisen (Fehler bei der Buchung durch die indische Agentur).

Auf unserer unglaublich interessanten Reise nach Agra sehen wir öfters Menschen auf den Bussen sitzen. Das ist in Indien zwar nicht erlaubt, aber von privaten Unternehmen wird diese gefährliche Art des Reisens geduldet.

Bus zwischen Orchha und Agra

Viele sind dabei schon ums Leben gekommen, wenn Vollbremsungen nötig waren oder Stromkabel zu niedrig hingen. Auch bei Tunneln und Brücken gab es viele Opfer zu beklagen. Hier kam uns ein vollbeladener Geistertraktor entgegen:

Geistertraktor

Wir entdeckten diese sandgefüllten Feuerlöscher an einer Tankstelle.

Feuerlöscher

Hier geht es weiter, wie wir durch den Teil von Rajastan kamen, durch den man nachts keinesfalls fahren darf:
http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/06/orchha-agra-dholpur-district-8319432/