Tag-Archiv | Ratte

Sind Eure Verwandten auch alles „Ratten“?

Die heilige Karni Mata ist eine Reinkarnation der Göttin Durga und die Schutzgöttin der Rajputen lebte im 14. und 15. Jahrhundert. Ihr ist der heilige Rattentempel Karni Mata geweiht, in dem die Pilger gemeinsam mit ihren Vorfahren, den Ratten aus den selben Behältern speisen, ohne dass es je zu einer Epidemie gekommen wäre:

Um den toten Sohn einer Fürstenfamilie wieder zum Leben zu erwecken, verlangte Karni Mata vom Totengott Yama die Herausgabe der Seele des toten Kindes. Weil das Kind aber schon wiedergeboren war, war dies nicht mehr möglich.

Karni Mata schwor daraufhin, dass niemand aus ihrem Volk je wieder das Totenreich betreten würde und dass die verstorbenen Seelen somit als Ratte wiedergeboren würden. Nach einem Rattenleben sollten sie als Sänger auferstehen. Deshalb werden fahrende Sänger bei den Rajputen besonders verehrt:

Karni Mata lebte 150 Jahre lang und blieb jung und hübsch und nach ihrem Tode wurde sie eine Ratte.

Unter meinen Verwandten gibt es wirklich Ratten, chinesische! Und bei Euch?

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Jahresfest 2011 des Sri Sitti- Vinayagar Hindu- Tempels in Stuttgart

Von Weitem schon hörten wir die Trommeln und den Gesang und folgten den eigenartigen Klängen.

Wir kamen an diesem Sonntag zu einer Prozession von Hindus und fühlten uns wie Aliens in Südindien. Alle Tamilen aus dem Großraum Stuttgart waren nach Bad Cannstatt herbeigeströmt um zu feiern. Überall waren dunkle Gesichter und schwarze Haare und die Frauen trugen ihre schönsten Saris. Auch die Kinder waren festlich herausgeputzt.

Hinter uns wurde plötzlich geschwäbelt und ich drehte mich um. Es waren Inderinnen, die sich über das Jahresfest der Hindu- Tempel Einweihung unterhielten und dass dieses Fest 12 Tage lang mit Reinigungszeremonien und Pujas gefeiert wird. Eine Puja wird sogar für eine Ratte, die das Begleittier Ganeshas ist, gefeiert.Die Ratte bedeutet übrigens Weisheit und steht für das Unterbewußte.

Vor dem Sri- Sitti- Vinayagar Hindu- Tempel in der Waiblinger Straße 30 in Stuttgart- Bad Cannstatt lagen überall Schuhe herum. Auch wir mussten unsere Schuhe ausziehen. Dann durften wir die Götter besuchen.

Sri Sitti- Vinayagar Hindu- Tempel

Hier wird die Göttin Ampal verehrt:

Göttin Ampalim Sri Sitti- Vinayagar, Hindu, Tempel Stuttgart Bad Cannstatt

Das sind die Statuen der Plantengötter:

Planetengötter
siehe auch hier:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/03/20/besuch-hindutempel-kirchheim-8212426/

Wir sahen wie Tänzer mit tragbaren Altären auf der Straße ihren rituellen Tanz aufführten. Ein Tänzer hatte sogar Haken im Rücken:

Eine Frau und ein Tänzer hatten Speere durch die Wangen gestochen. Ob sie wohl ein Schweige- oder ein Fastengelübte gegeben hatte?

Schweige- oder Fastengelübte?

Siehe hier:

http://dschjotiblog00.blog.de/2011/07/19/feiern-suedindien-11503656/

Es roch überall nach Räucherstäbchen und Qualm und die Mantra-Gesänge der Frauen beim Tempelwagen wurden lauter.

Die Gläubigen brachten den Priestern ihre Opfergaben aus Kokosnüssen, Milch, Obst und Blumen und erhielten den Segen.

Die Statue Ganeshas/Vinayagars wurde nun von den Menschen mit Gesang und Tanz im Tempelwagen um den Block gezogen. Für Ganesha war dieser Sonntag nun ein Bade- und Festtag. Hier kommt er aus dem Sri Sitti- Vinayagar Hindu- Tempel heraus:

Auf der Straße wurde bereits getanzt:

Abends wurde Ganesha bei einer Puja in den Schlaf gesungen.

Warum Ganesha zwar 4 Köpfe, 10 Arme, aber nur noch einen Zahn hat.

Falls Ihr einmal einem Elefanten mit nur einem Stoßzahn begegnet, könnte es sein, dass es Ganesha ist.

1Ganesha

Der intelligente und weise Gott Ganesha ist der Schutzherr der Wissenschaften, der Ausbildung, der Schule und der Schriften. Er wird gerne vor wichtigen Unternehmungen oder bei Hochzeiten angerufen.

Ganesha verkörpert das OM oder AUM.

Er ist glücklich verheiratet mit den Zwillingen Siddhi, der mystischen Kraft und Buddhi, der Einsicht.

Wie sein Vater Shiva hat er eine Energie-Schlange um seinen Bauch gewickelt und liebt den Tanz. Sein Tanz gleicht dem Herzschlag des Universums.

Interessanterweise ist sein Reittier eine Maus oder eine Ratte, das heißt, dieser Elefant ist gar keiner, denn er hat die Furcht vor Mäusen schon überwunden. Er hat ja auch nur den Kopf eines Elefanten, weil sein Vater Shiva dem Knaben Ganesha in seiner Wut darüber, dass er ihn nicht zu seiner Frau Parvati ins Bad lassen wollte, den Kopf abschlug und ihm dann, damit der Familienfriede gerettet wurde, den nächstbesten Kopf den er finden konnte wieder aufsetzte und das war eben ein Elefantenkopf.
Shiva hatte natürlich auch noch einen anderen Grund so aufgebracht zu sein, schließlich hat Parvati, als er sich ewig lange nicht bei ihr blicken ließ um zu meditieren, einfach aus ihren Hautschuppen und etwas duftendem Sandelholzöl und natürlich mit heiligem Gangeswasser, dieses Knäblein geformt- ohne den Vater!

Eines Tages wurde Vyasa vom Gott Brahman beauftragt, Ganesha die Mahabarata ( Großer Kampf)zu diktieren. Die Mahabarata ist die größte und bedeutenste Sanskritdichtung, mit 220000 Zeilen, mit Krishna als Haupthelden. Nachdem Ganeshas Griffel vom vielen schnellen Schreiben steckengeblieben ist, nahm er seinen Stoßzahn, der dabei aber leider abbrach.

Manchmal, so heißt es, trinken Ganeshastatuen auch Milch. Bei meinem Besuch im Indischen Tempel in Kirchheim habe ich das aber noch nicht so genau verifizieren können.

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/03/20/besuch-hindutempel-kirchheim-8212426/

Besser fände ich es ja, wenn sie Milch spenden würden. Vielleicht muss man nur genug zu Ganesha beten, am besten wenn die ersten Sonnenstrahlen hervorkommen:

Om Ganesha namaha, Om , Ganesha ich verbeuge mich vor dir
Gajananam bhutaganadisevitam Ich verehre die Lotusfüße von Ganesha