Tag-Archiv | Rauhnächte

Die 5. und die 6. Rauhnacht

Jetzt waren die Landschaft, der Wald und seine Bewohner endgültig vom Schnee verzaubert und meine Seele natürlich auch so, dass ich mich meilenweit von meinem Alltag entfernte.

Ich wanderte also mit meinem Schatten die kaum noch zu erkennenden Waldwege entlang, auf weißen Teppichen durch das vereiste Reich der Wintergeister, die heulend durch die Bäume pfiffen.

Werwölfe

Der Schnee begrub alles unter sich und die letzten bunten Blümchen, die ich gestern noch begrüßte, waren fort. Der Schnee lag wie eine dicke Wolldecke über dem grünen Gras. Geisterhafte Wesen in den Bäumen versprühten kleine Schneekristalle in meine Mütze.

Kaum war ich wieder zuhause, stellte ich noch Kekse, Milch und ein paar Münzen auf das Fensterbrett, um die vorbeiziehenden Geister zu besänftigen und dann schloss die Türe vor den immer zahlreicher herumwandernden Geistern.

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Dreiköniginnentag

In den Rauhnächten sollten eigentlich die schlechten Energien und böse Geister vertrieben worden sein. Die Zwölf Nächte sind nun aber herum, in der das Geisterreich offen und die Seelen der Verstorbenen umher ziehen und Geister und Dämonen als Wilde Jagd durch die Lande ziehen.

Trotzdem sah ich heute noch eines von ihren wunderschönen Pferden aus dem verzauberten Wald von Eckwälden heraus traben.

Eigenartige Wesen zeigten sich dort aber auch. Manchen von ihnen fehlte irgendetwas, andere waren erschreckend und furchterregend.
Manche dieser Geister waren buckelig und verkrüppelt, manche aber majestätisch oder verführerisch schön:


Heute zogen die Kinder als Heilige 3 Könige verkleidet von Haus zu Haus und schrieben magische Zeichen über die Eingangstüren um das Haus vor Unheil zu schützen:

20+C+M+B+14

C steht für die Heilige Katharina
M steht für die Heilige Margret
B steht für die Heilige Barbara

Aber sie symbolisieren auch die 3 Nornen, die Vollstreckerinnen des Schicksals.

Rauhnächte oder die Nichtzeit

Zwischen dem Mond- und Sonnenjahr fehlen 12 Nächte, die die alten Kelten als Nicht- Zeit kannten. Weihnachten (wih heißt heilig) bedeutete einen Zeitraum von 11 Tagen und 12 Nächten, den Rauhnächten, die zwischen dem Sonnenjahr (365Tage) und dem Mondjahr (12mal 29,5 Tage gibt 354) Tage liegen.

Rauhnacht

Es sind die 12 Rauhnächte zwischen den Jahren in der die physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt sind und die Grenzen zu anderen Welten und Bewusstseinsebenen verschwimmen und alles geschehen kann. Das Tor zur Geister- und geistigen Welt klafft besonders weit auf.

Ich habe heute beim Einkaufen eine Klobürste erworben und damit meine Chakren gereinigt. Danach habe ich auch ein wenig Hagazussa gespielt.

Ich nahm nämlich ein wundersames Flimmern wahr und als die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebel krochen, konnte ich ein paar Geister erblicken, die ich natürlich gleich fotografiert habe. Sie bemerkten mich gar nichtund ich konnte hingerissen ihrem Zaubergesang lauschen:

Manche Menschen versuchen zu Weihnachten mit Räucherwerk böse Geister auszutreiben oder zu Silvester die Geister und Dämonen mit Feuerwerk zu verscheuchen.

Die Nichtzeit ist auch eine Zeit des Stillstandes, in der man weder Geschäfte abschließen noch Wäsche waschen sollte. In dieser Zwischenzeit, sollten sich die Menschen anstatt zu arbeiten, besinnen und im Kreise ihrer Lieben die Wiederkehr des Lichtes feiern.

Hängt man weiße Unterwäsche auf lockt man lüsternen Geister an.
Wer draußen nur seine Wäsche aufhängt, könnte noch Schlimmeres erleben.

Draußen tobt nämlich die wilde Jagd Wotans (Odins) mit dem einäugigen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte zusammen mit den Verstorbenen, auf der Jagd nach einem Eber, begleitet von seinen Raben Mugin und Munin („der Gedanke und die Erinnerung“) und den Wölfen Geri und Freki („der Gierige und der Gefräßige“).

Deshalb feiere man besser daheim mit Julbier, reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Plätzchen, warmen Met und einem Festtagsschmaus und opfere wie unsere Vorfahren Äpfel, Nüsse und Honig.

Während die Natur draußen unter ihrem Schneekleid oft leblos erscheint, schenkt die große Mutter dem Sonnengott neues Leben. Mit den länger werdenden Tagen erwacht auch die Natur und das Leben wieder um uns herum und wir erkennen, dass jeder Tod nur ein vorübergehender Schlaf ist.

Ich wünsche Euch noch ein paar besinnliche Rauhnächte.

Inneres Weihnachten

Endlich kann sich meine Seele dem Stress der materiellen Welt entziehen, der am Weihnachtsabend seinen Höhepunkt fand.

Nun beginnen die 12 Heiligen Nächte in denen ich das ruhige Licht des Himmels suchen werde. Ich nehme Kontakt auf mit meinen tieferliegenden Gefühlen. Ich stelle Fragen und höre auf die innere Weisheit. Ich will eins sein mit dem Göttlichen, das mir die Kraft gibt für ein weiteres Jahr in der Welt zu strahlen. 

Ich wünsche euch friedliche Weihnachtstage und -nächte.

Julfest – Midwinter – Rauhnächte

Ju(hu)l , heute am 21. Dezember ist Wintersonnenwende und jetzt nimmt das Sonnenlicht wieder zu.
Früher wurde dieser Tag mit Julfeuern und brennenden Räder gefeiert, die ins Tal rollten.Weihnachten (wih heißt heilig) bedeutete einen Zeitraum von 11 Tagen und 12 Nächten, den Rauhnächten, die zwischen dem Sonnenjahr (365Tage) und dem Mondjahr (12mal 29,5 Tage gibt 354) Tage liegen.
In dieser Zeit der Lücke stehen die sonstigen “Gesetze” still, denn es ist ja eine Zwischenzeit, eine Zeit, in der das Tor zur Geister- und geistigen Welt besonders weit auf ist.
In dieser Zwischenzeit, sollten sich die Menschen anstatt zu arbeiten, besinnen und im Kreise ihrer Lieben die Wiederkehr des Lichtes feiern.Sogar demjenigen, der draußen nur seine Wäsche aufhängt, könnte Schlimmstes widerfahren, denn:
Draußen tobt die wilde Jagd Wotans (Odins) mit dem einäugigen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte zusammen mit den Verstorbenen, auf der Jagd nach einem Eber, begleitet von seinen Raben Mugin und Munin („der Gedanke und die Erinnerung“) und den Wölfen Geri und Freki („der Gierige und der Gefräßige“).

Deshalb feiere man besser daheim mit Julbier, reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Plätzchen, warmen Met und einem Festtagsschmaus und opfere wie unsere Vorfahren Äpfel, Nüsse und Honig.

Während die Natur draußen unter ihrem Schneekleid leblos erscheint, schenkt die große Mutter dem Sonnengott neues Leben. Mit den länger werdenden Tagen erwacht auch die Natur und das Leben wieder um uns herum und wir erkennen, dass jeder Tod nur ein vorübergehender Schlaf ist.

Noch ein paar besinnliche Rauhnächte,

Dschjoti