Tag-Archiv | Rauhnacht

Die 5. und die 6. Rauhnacht

Jetzt waren die Landschaft, der Wald und seine Bewohner endgültig vom Schnee verzaubert und meine Seele natürlich auch so, dass ich mich meilenweit von meinem Alltag entfernte.

Ich wanderte also mit meinem Schatten die kaum noch zu erkennenden Waldwege entlang, auf weißen Teppichen durch das vereiste Reich der Wintergeister, die heulend durch die Bäume pfiffen.

Werwölfe

Der Schnee begrub alles unter sich und die letzten bunten Blümchen, die ich gestern noch begrüßte, waren fort. Der Schnee lag wie eine dicke Wolldecke über dem grünen Gras. Geisterhafte Wesen in den Bäumen versprühten kleine Schneekristalle in meine Mütze.

Kaum war ich wieder zuhause, stellte ich noch Kekse, Milch und ein paar Münzen auf das Fensterbrett, um die vorbeiziehenden Geister zu besänftigen und dann schloss die Türe vor den immer zahlreicher herumwandernden Geistern.

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Die 4. Rauhnacht

Da ab gestern, der 4. Rauhnacht die Frostgeister das Land fest im Griff haben und alles vor Kälte klirrt, prognostizieren die Wetterhexen für Ostern Schnee. Die 4. Rauhnacht entspricht nämlich dem Monat April:

http://www.8ung.info/6208/wetter-im-april-2015-mittels-der-12-rauhnaechte

Kein Wunder, dass Frau Holle, die Göttin der Unterwelt es schneien ließ, bei soviel Streit in der Welt während der Rauhnächte!

4.Rauhnacht

Mit den Geistern und Dämonen (daemon war bei den Griechen der spirituelle Ratgeber) des wilden Heeres Wotans jagen auch verschiedene Tiere, die in Verbindung mit unseren Emotionen stehen, durch das Land:

Es ist nicht ratsam sich mit Grausen abzuwenden, sondern es ist besser die Dämonen zu füttern, damit sie zu unseren Verbündeten werden und auch weil jeder von uns 108 Dämonen besitzt.

Der Tag nach der 3. Rauhnacht

Schneegeist

Ich stehe ruhig und zufrieden im Garten und beobachte, wie der Schnee leise vor sich hin rieselt. Ab und zu fliegt ein Vogel durch die Büsche. Dann höre ich leise die Stimmen der Naturgeister ein Weihnachtlied wie ein Mantra singen:

Die Geister und Dämonen der wilden Jagd sammeln sich bereits unter der Schneedecke in meinem Garten, damit sie zu Sylvester, wenn die Tore besonders weit geöffnet sind, aufbrechen kann.

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/12/21/julfest-midwinter-rauhnaechte-7618530/

Dann darf keine weiße Wäsche auf der Leine hängen, weil die Reiter diese dann mitnehmen um sie als Leichentuch zu benützen. Außerdem randalieren sie besonders wild, wenn sie sich in Wäscheleinen verfangen.

Pranayama nach der ersten Rauhnacht

Wassergeist

Nach dieser heiligen Nacht, beginne ich mit dem Pranayama um neue Lebensenergien zu erhalten.
Prana ist die Lebensenergie und Ayama heißt ausdehnen.

Ich stehe also im Samastiti, d.h. ich stehe ruhig da und lausche in mich hinein…

http://sayoga.de/asana-2014-samasthiti/

Während mein Atem in mich einströmt, führe ich meine ausgestreckten Arme seitlich bis in Schulterhöhe. Beim Ausatmen gehen die Arme von alleine wieder in die Ausgangsposition zurück.

Dabei beobachte ich die Veränderung an meiner Fensterscheibe, die mit einem Kondenswasserbild beginnt: