Tag-Archiv | Reh

Spaziergang zur Hütteneckalm

Wir wollten mal eben einen Spaziergang um die Almhütte herum machen um den Kuckuck zu besuchen, der immer von dort oben herunter schrie.

Hütteneckalm

Der Weg entpuppte sich dann aber als mehrstündige Wanderung, weil er auf der Karte falsch eingezeichnet war und weiter oben dann im Geröll endete.

Gleich morgens lief uns der erste Feuersalamander über den Weg:

Oben auf der Hütteneckalm gab es einen Gasthof mit Ziegen

und Enzianwiesen

Enzian

Trollblumen dienen den Trollen als Fackeln um ihnen den Weg zu leuchten.

Trollblumen

Hier beobachteten wir einen Schmetterling:

Gegen Abend sprang auch noch ein Reh über die Wiese:

Erleuchtung in den Streuobstwiesen

Es war eine dieser wundersamen hellen, duftenden Vollmondnächte, als ich unterwegs zu meinem Lieblingsapfelbaum war.

Am Tag zuvor wurde ich immer wieder beim Schlafen im Unterholz in der Nähe meiner Lichtung gestört, durch die blöden Autofahrer, Spaziergänger, Weinbauern, Jogger und was sich sonst noch alles in meinem Revier breitmacht.

Ich überquerte also gerade die Straße, als ein unglaublich helles Licht auf meinen Tapetum lucidum, meinen sogenannten „leuchtenden Teppich“ hinter der Netzhaut traf und mich augenblicklich in den Zustand des Satoris, der Erleuchtung versetzte.

Ich schwelgte nun in diesem Glückszustand, in diesem göttlichen Licht und dankte der göttlichen rehäugigen Göttin für dieses unverhoffte Gnade.

Dann verschwand genauso plötzlich wie es aufgegangen war, das göttliche Licht wieder und vor mir stand eines dieser grässlichen Ungeheuer, die auf den Straßen schon viele meiner Verwandten getötet haben. Verwirrt kratzte ich mich mit den Schalen meines Hinterlaufs und sprang dann mit einem Satz in die Büsche, wo ich mich dann im Dornengestrüpp auch noch verletzte, während das Ungeheuer röhrend die Straße bergauf rollte.