Tag-Archiv | samhain

Meditation im Exotischen und Botanischen Garten Hohenheims

Tor zur Anderswelt

Gestern noch war ich im Außen, doch so plötzlich wie das kalte Wetter einsetzte, so wende ich mich auch wieder mehr nach Innen und der Vergangenheit zu.

Gleich zu Beginn meines Spazierganges erschien mir die  rote Göttin in ihrer Verkleidung als rotes Eichhörnchen. Die Dreifaltigkeit der Göttin schließt auch die weiße Göttin mit ein, die leider nirgends zu sehen war. Aber die  Greisin in ihrer  schwarzen  Hülle hüpfte  bereits von Baum zu Baum und verkündete, dass auch wenn alle Blätter herunter  fallen, die Lebenskraft im Innern liegt und daraus das NEUE hervorgehen wird. Das Alte muss sterben, damit das Neue geboren werden kann.

Unter den uralten Baumriesen  gehe ich  auf die Tore der Anderswelt zu.

Bald ist  Samhain, das Ende des keltischen Jahres, an dem die Zeit still steht und die Ahnen wieder unter uns weilen.

Wir ehren dann die Götter des Totenreiches, die die Seelen der Verstorbenen in ihrem Reich begrüßen.  Hier können sie sich ausruhen, bis sie sich wieder reinkarnieren.

https://www.youtube.com/watch?v=lH-HbJ_aI4w

Genauso wie die Natur ruhen wir uns nun aus und lernen uns kennen. Wir blicken zurück auf das, was im letzten Jahr getan wurde.

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Dschjotis Wanderung durch die Anderwelt

Als ich so durch den Wald wanderte, kam mit der Chinesische Spruch in den Sinn:
„Trage immer einen grünen Zweig im Herzen, es wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.“

Aber statt eines Singvogels flog ein Raubvogel zwischen den Welten auf den Ast eines Baumes und blickte bedrohlich zu mir herunter.

Bald ist Samhainmond und der Nebel verbreitete eine unheimliche Stimmung und ich hoffte, dass die Sonne sich bald blicken ließ. Mir fiel plötzlich das Gedicht von Hermann Hesse ein:

Der Herbstwind wehte alles Überflüssige und Abgestorbene hinweg. Mir wurde immer kälter. Die seltenen vorkommenden Bänke waren entweder verfault oder klitschnass.

Plötzlich öffnete sich das Tor zu Anderswelt. Während ich noch über mein Leben mit meinen Ahnen reflektierte, vernahm ich ein leises Lied aus der Anderwelt:

Ich lief noch tiefer hinein um die Melodie besser hören zu können, die mich an meine Embryozeit erinnerte:

Der Wald schien mir wie ein einziges riesiges Wesen, das da vor sich hin schnaubte und von den Klängen der Natur besänftigt wurde:

Spaziergänge im September

Im September, zur Tag-und-Nacht-Gleiche verabschieden wir uns von der Natur und bedanken uns für ihre Gaben mit dem Erntedankfest. Nun beginnt die dunkle und kalte Jahreszeit. Wir ziehen uns wie die Natur nach innen zurück. Seit dem 8. September, Mariä Geburt sind die Schwalben“ furt“.

Mit Samhain, Allerseelen oder Halloween beginnt ein neuer Zyklus.

Sonderbare Wesen stiegen aus den Nebeln am Fluss und die unwirklichen Landschaft ließen mich staunen. DerTau verlieh den blühenden Gräsern einen geheimnisvollen Glanz.

So begleiteten uns auch auf unseren Spaziergängen, besonders an Ebon, dem traditionellen Erntedankfest der Hexen am 22. September, wieder die Naturgeister mit ihren wehmutsvollen Gesängen. Pilze warfen uns giftige Blicke zu und manchmal türmten sich die Wolken zu bedrohlichen Gebilden.

Wir trafen auf „Magische Mittler“, Blindschleichen die sich gerne unter Haselbäumen aufhalten und deshalb früher „Hart- und Haselwurm“ genannt wurden. Diese zauberhaften Wesen wandelten mit uns zwischen den Welten und beklagten sich, dass Schwarzmagier sie für ihre Zauberstäbe benutzen und sie später nicht wie ausgemacht nach einer bestimmten Zeit wieder frei ließen.

Wie ich Samhain mit den Ahnen feiern werde

Weil morgen, an Allerheiligen, wenn ich meinen 81. Geburtstag feiern möchte, keiner von meinen Freunden und Verwandten Zeit hat mit mir zu feiern, werde ich heute Abend , am 31. Oktober Samhain mit meinen Ahnen zusammen feiern.

Der Bruch im Zeitgefüge wird an diesem Tag der Vorhang zwischen der Welt der Menschen und der Geisterwelt besonders dünn werden lassen.

Ich werde die Geburtstagskerze ins Fenster stellen, damit sie den Weg durch den Schleier leichter zu mir finden.

Den Esstisch wollte ich mit dem Basilikum schmücken, den ich vor dem Schnee retten wollte, aber er ist leider in meinem Tomatenminigewächshaus erfroren:

MinnigewächshausOKt2012

Es ist die Zeit der Vergänglichkeit, des Loslassens, des In-sich-Gehens und die Zeit, neue Weisheit zu erlangen.

Für Göttinnen wie Kali, Hel, und Morrigu aber auch die Ahnen und sonstige Gäste aus der Geisterwelt habe ich dieses Video erstellt:

Nachdem wir es zusammen angeschaut haben, werde ich dem lauschen, was sie mir mitteilen möchten.

Hier gibt es noch mehr Info über Samhain:

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/10/31/samhain-halloween-7279128/

Ich wünsche Euch ein besinnliches Samhain

Halloween lies between…

Halloween liegt zwischen dem evangelischen Reformationsfest und dem und dem katholischen Allerheiligen.

Heute am Reformationstag haben die Kinder in Baden- Württemberg schulfrei, damit sie Halloween, den Tag vor Allerheiligen feiern können. In manchen neuen Bundesländern müssen sie den gesetzlichen Reformationstag feiern. In Niedersachsen müssen sie, sofern sie evangelisch sind, einen Antrag stellen, wenn sie zum Gottesdienst gehen wollen.

Das alles haben wir Martin Luther zu verdanken, der an so einem Tag seine 95 Thesen an die Kirchentür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen hat, weil ihn die Bischöfe nicht anhören wollten. Weil dies der Anfang war, die Kirche zu reformieren, heißt dieser Tag Reformationstag.

Hierzu einige Sprüche, die allesamt von Martin Luther stammen:

Wer lieber Samhain und Halloween feiert kann hier nachschauen:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/10/30/halloween-samhain-9857225/

Samhain-Halloween

Samhain, das Dunkelmondfest (Sam=Sommer, hain =Ende irisch) wurde schon vor 5000 Jahren zur Zeit der Kelten gefeiert.
Am 31. Oktober wird das Ende des Sommers gefeiert und es ist der Beginn des Jahres für Hexen und Kelten. Durch einen Bruch im Zeitgefüge wird an diesem Tag der Vorhang zwischen der Welt der Menschen und der Geisterwelt besonders dünn.

Eule

Die keltischen Druiden glaubten, dass es zu dieser Zeit zum Kontakt mit den Verstorbenen kommen kann. Sie befürchteten aber auch, die Toten könnten die Gelegenheit nutzen, sich in dem Körper eines Lebenden festzusetzen um so auf der Erde bleiben zu können.
Um sie zu besänftigen, brachten die Kelten ihnen Opfergaben und zelebrierten die Halloween-Nacht mit einem großen Fest. Der Brauch, Speisen und Getränke für die Besucher aus der anderen Welt bereit zu stellen, soll nur dazu dienen, dass sich die Toten wohl fühlen und somit keinen weiteren Schaden in der Welt der Lebenden anrichten.
Die Kelten verehrten Samhain als Herrscher des Winters und glaubten, dass er in der Nacht zum 1. November auf die Erde zurückkehrt, um bis zum Frühjahr das Zepter der dunklen Jahreszeit zu übernehmen.

Es ist die Zeit der Vergänglichkeit, des Loslassens, des In-sich-Gehens und die Zeit, neue Weisheit zu erlangen. Auch die Metamorphose in der Natur läßt diese Wahrheit erkennen.
Göttinnen wie Kali und Hel, die Zauberin oder alte Weise überbringen ihre Botschaft für einen Neuanfang.

Zu Beginn der Christianisierung wollte die Kirche dieses Fest abschaffen. Als dies nicht gelang, wurden christliche Feiertage wie den Reformationstag, Allerheiligen und Allerseelen in die Zeit vom 31. Oktober bis 2. November in diese Zeit gelegt. Da auch bei den christlichen Festen Tote geehrt wurden, gelang die Umstellung wenigstens teilweise. Geblieben ist jedoch der Name Halloween, der sich aus der Verkürzung des christlichen Feiertages All Hallow’s Eve/All Hallowed Evening (Aller Heiligen Abend) ableitet.

Die Iren wandelten den Brauch ab und die Geister wurden mit Fratzen und Verkleidung abgeschreckt, um den Toten vorzugaukeln, man sei einer von ihnen. Dazu gab es die für die Jahreswende typischen Wahrsagebräuche, die in Irland noch heute zu Halloween gehören.
Iren brachten Halloween nach Amerika. Mit dem Spruch Trick or treat, Rat oder Gabe, gehen in den USA Kinder, als Geister verkleidet mit dem grimmig aussehenden Kürbis, der ausgehöhlt und durch eine Kerze erleuchtet ist, von Haus zu Haus und erhalten von den Bewohnern Süßigkeiten als Geschenk. Wenn sie abgewiesen werden, rächen sie sich mit Streichen. Der ausgehöhlte und beleuchtete Kürbis, Jack-o-Lantern genannt, geht zurück auf die Legende vom Trunkenbold Jack, den nicht einmal der Teufel in die Hölle einlassen wollte. Aus Mitleid gab er Jack aber eine glühende Kohle mit auf den Weg, die dieser in eine Zuckerrübe steckte, damit sie nicht verlischt und ihm den Weg zeigen kann – seitdem spukt sie ruhelos durch die Welt.
In den USA nimmt in den letzten Jahren der Gruselrausch immer größere Dimensionen an. Heute ist oft nicht ganz klar, ob Jack-o-Lantern uns vor bösen Geistern beschützt, oder ob er selbst einen Unhold darstellt. Halloween wurde aber erst im Laufe des 20. Jahrhunderts in den USA zum Fest des Grauens.