Tag-Archiv | Sanskrit

Wie Naturgeister Dämonen vertreiben

Während ich meditiere und weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft weile, sondern das Geheimnis des Augenblicks genieße, höre ich eine leise Melodie aus der Mitte meines Gartens dringen.

Ich befinde mich in der Realität des Mystischen und nehme wahr, wie die Naturgeister Hymnen zur Göttin singen, während die Blüten ihren süßen Duft verströmen, die meine Seele bereichern und meine Sinne beflügeln.

Dämon

Sie lobpreisen die Göttin und singen davon, dass sie helfen soll, die fremdartigen und destruktiven Gedanken und Gefühle wie Unzufriedenheit und Angst, die in unser Denken eindringen wollen, zu bekämpfen.

Oh Göttin wecke mich aus dem Schlaf der Illusionen, damit ich die leise Stimme meines Herzens vernehme und meine Seele wachsen kann um Freude & Leichtigkeit zu verspüren:

In Indien wird das Stotra oder Stotram in Sanskrit gesungen, damit z. B. die Göttin Durga gegen den Büffeldämonen Mahisha kämpft:

http://shravanmanyam.blogspot.in/2014/02/MahisasuraMaridini.html

Blumendevas im April

Langsam trudeln die Devas wieder in meinem Garten ein… Elfen, Feen, Gnome… Kobolde … Im Sanskrit heißen sie „die Leuchtenden“ oder „die Strahlenden“. Ihnen sind die Begriffe „ Gut und Böse“ fremd.

Mit einer Schlüsselblume, auch Himmelsschlüsselchen genannt, welches Glück, Wohlstand und Schutz verleiht, schloss ich das Reich der Elfen auf.

Glücksklee

Kaum hatte ich meinen vierblättrigen, glückbringenden Klee aus dem Winterquartier geholt, waren die Elfen auch schon da und legten ihre Elfenbabys in meine Tulpen.

Ich begrüße die Devas und bitte sie mich bei der Gartenarbeit zu beraten. Sie lassen sich gerne filmen und posieren gerne vor meiner Kamera. Natürlich wollen sie sich danach auch eingehend auf dem Bildschirm betrachten und ihr Aussehen verändern.

Manchmal streiten sie sogar so laut darüber, in welche Form sie gesehen werden wollen, dass die Spatzen Partei ergreifen. Lasse ich aber Musik erklingen, beruhigen sie sich wieder und singen laut schallend mit:

Am nächsten Morgen finde ich dann meistens solch ein blühendes Paradies vor.

Dschjoti beim Mantrasingen mit Ganesha

Zu Acht sangen wir uns an diesem Abend durch die acht Paradiese.

Das indische Harmonium vibrierte immer schneller mit der Erde, in der wir verwurzelt waren und ließ seine Töne zusammen mit unserem Gesang auf den Tönen der Violine zum Himmel empor steigen.

Während wir unsere Mantren sangen, vereinigten wir uns mit dem Göttlichen und die Energie strömte in das buddhistische Rad der Erlösung mit seinen acht Speichen.

Um die Wirkung der Mantren zu erhöhen konzentrierte ich mich auf Bindu, den Punkt des Universums, in dem das Universum entsteht und vergeht.

Dabei wurden nicht nur unsere Herzen und unser Bewusstsein, sondern auch der Raum in dem wir sangen ganz weit. Noch nie haben wir unseren Meditationsraum so groß und gewaltig erlebt.

Da der weise Gott Ganesha, der Schutzherr der Wissenschaften für den Neuanfang und die Transformation steht, begrüßten wir ihn zuerst in der heiligen Sprache des Sanskrits.

Sobald er in dem indischen Harmonium den Herzschlag des Universums vernahm, tanzte er mit seiner Energieschlange um den Bauch gewickelt in unserem Kreis herum. Unsere Guritha sprang sofort derart begeistert auf, dass ich dachte, seine Reittiere, Mäuse und Ratten hätten sie erschreckt.

Dann tanzte sie mit ihm und durfte sogar mit seinem abgebrochenen Stoßzahn auf ihrer Violine spielen. Dabei trippelte er mit seinen Lotusfüßen die ganze Zeit total verzückt auf ihren Notenblättern herum und wiegte seinen lieblichen Elefantenkopf hin und her.

Meine früheren Begegnungen mit Ganesha habe ich hier beschrieben:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/03/20/besuch-hindutempel-kirchheim-8212426/
http://dschjotiblog00.blog.de/2010/06/08/ganesha-4-koepfe-10-arme-zahn-8761827/
http://dschjotiblog00.blog.de/2012/01/14/ganesh-maha-mantra-12451883/

Warum alle Sanskrit lernen sollten

Heute habe ich den 5. Finger wieder gefunden.

Als ich gerade auf Strümpfen durch die Wohnung lief, verfing sich ein komischer Stein in meinen Wollsocken. Als ich ihn genauer anschaute, glaubte ich den Fingernagel Shivas zu erkennen.Da war er, der 5. Finger, den ich schon so lange vermisste.

Shivas Hände

Sofort klebte ich den Finger mit Fixogum wieder an seine Hand, die schon seit einer Weile auf den fehlenden 5. Finger wartete. Zumal ich erst kürzlich den 4. Finger gefunden habe, als das Bild von der Wand fiel:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/07/08/bild-faellt-wand-14069299/

Die Trommel ist ein Attribut des tanzenden Nataraja Shivas und drückt den Urlaut aus.

Shiva hält mit seiner rechten Hand die Trommel Damaru und rasselt mit diesem Mudra den Urlaut. Aus diesen Trommelschlägen entstand einst die heilige Sprache Sanskrit.

Kein Wunder, dass sich die Menschen so verrückt verhalten. Wenn sie kein Sanskrit mehr verstehen, wissen sie auch nicht, was Shiva ihnen auf dem Sommerfest in Stuttgart mitteilen wollte:

Das Lakshmi Mantra öffnet Eure Herzen

Um eure Herzen zu öffnen, lade ich Euch in meinen Garten ein. Die magischen Klänge des Mantras sollen Eure Seele berühren und Euch wieder ins Gleichgewicht bringen.

Beim Singen des Mantras entsteht eine bestimmte Energie .Wir wiederholen das Mantra, um seine Energie zu erhöhen.

Wenn Ihr das Mantra laut mitsingt, werdet Ihr die Magie seiner Schwingungen spüren und ein tiefes Gefühl von Frieden und Wohlergehen erfahren.

Das Lakshmi Mantra wird hier in der Sprache der Götter, dem Sanskrit gesungen weil es sich hier um Urklänge (“Ma” heißt “Mutter”) mit mystischer Energie handelt:

Om Shri Mahalakshmiyei Namaha

Om wir lobpreisen und verbeugen uns vor (der Göttin) Lakshmi

Die hinduistische Göttin des Glücks, der Schönheit und der Fülle, die uns alles im Überfluss gibt, aktiviert auch unsere positiven Eigenschaften.

Hier habe ich noch mehr über Lakshmi geschrieben:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/10/16/lakshmi-fest-9635986/

Das höchste Glück lässt sich durch die Einkehr nach Innen während des Mantra Singens erfahren.

Mantra

Sprechen Zigeuner Sanskrit?

Jedes Jahr im Frühling strömen tausende Zigeuner in den Süden, zur Sonne und zum Meer, auf einer Pilgerreise nach Les Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue, Südfrankreich. Hier wird die Heilige Sahra mit Zigeunermusik und Flamenco und Gebeten geehrt.

Zigeuner sind fromme Katholiken, die die Madonna, den weiblichen Aspekt der Schöpfung verehren, z. B. bei Wallfahrten nach Les-Saintes- Marie- de- la- Mer und Lourdes. Kein Wunder, dass dieses intuitive Volk von anderen Völkern, die die einseitige Ausbildung des Intellektes bevorzugten, als Bedrohung angesehen und bekämpft wurde.
Roma lehnen die Anwendung des Begriffs Zigeuner auf sich ab.

Wie also nennen sich die Zigeuner? Gypsies“, „Gitanos“, „Gitans“ ? Roma, Sinti?
Die internationale Selbstbezeichnung aller „Zigeuner“ auf der Welt ist „Roma“. Rom bedeutet Mensch.

Roma sind eine Volksgruppe mit eigenständiger Kultur und stammen aus dem Punjab in Nordindien.

„Der Punjab ist der Teil der Erde, der Zeuge des ersten Anbruchs der Dämmerung der zivilisierten Menschheit war… Die älteste und größte Kultur Indiens entsprang hier…Mit Stolz erfüllt es uns, dass die Roma, die einen beachtenswerten Teil der Bevölkerung Europas bilden, aus dem Punjab stammen. Diese Tatsache ist belegt durch erhebliche Ähnlichkeiten in Sprache, Kultur und Sitten des Romavolkes. …“ Zitat des Dichters Rabindranath Tagore.

Aus Nordindien verschleppten die Araber bei ihren Eroberungsfeldzügen im 9., 10.und 11. Jahrhundert die Bewohner, um sie als Sklaven zu verkaufen und als Soldaten gegen die oströmischen Legionen zu schicken.

1976 wurden die Zigeuner von Indien als ein aus Indien stammendes Volk anerkannt und sie bekamen eine Flagge mit rotem Grund mit dem indischen Rad.

Die Sprache der Sinti und Roma unterscheidet sich geringfügig und stammt aus dem altindischen Sanskrit. Forschungen zeigen, dass das Romanes als Dialekt des Punjabi bezeichnet werden kann.

Dieses Interview berichtet über die Gemeinsamkeiten der Romani und der Indischen Kultur, Religion und Sprache.

Shiva beginnt wieder zu tanzen

Die Erde bebt und vibriert unter Shivas stampfenden Fußtritten. Seine auf- und niederzuckenden Augenbrauen entfesseln gewaltige Urkräfte und unter seinem dröhnenden Trommelwirbel bäumen sich tosende Wassermassen zu einem zerstörerischen Werk auf.

Verängstigt schaut die Flussgöttin Ganga aus seinem wild umher wirbelnden Haar, das nun in lodernden Flammen um Shivas Kopf tanzt. Shiva tanzt den Tandava, den kosmischen Tanz der Zerstörung und der Neuerschaffung.

Aus den Karanas, bildet er mit Hand- und Fußbewegungen seine 108Tanzfiguren für die kosmischen Zyklen von Schöpfung und Zerstörung wie auch den täglichen Rhythmus vom Geburt und Tod. Sogar seine von den Menschen gefürchtete Kobra, die an seinem Halse lebt, versucht sich in New York vor seiner gewaltigen Energie in Sicherheit zu bringen.

Menschen sammeln sich leise zum Gebet, dem Shiva Vandana, um ihn milde zu stimmen. Einige singen Sanskritverse um den mit Vibhuti (heiliger Asche) Beschmierten und nur mit einem Tigerfell bekleideten Asketen zu besänftigen:
Dance in my life
Shiva Nataraja
And turn to ashes my suffering
Drink the poison that comes from the ego
Take my mind to be pure

Er hält die Zerstörungskräfte des schwarzen Zwerges, den Urdämons Apasmara mit seinem Fuß unter seiner Kontrolle. Sein geschmeidiger Hals gleitet von rechts nach links und wieder zurück. Irgendwann werden seine ekstatischen Bewegungen im Rad der Wiedergeburten verklingen…

Oh Shiva Neelkantham, du großer Befreier, sauge das Gift wie einst, als es den Kosmos zu verseuchen drohte, auch diesmal wieder in deine süße blaue Kehle!