Tag-Archiv | Satori

Erleuchtung in den Streuobstwiesen

Es war eine dieser wundersamen hellen, duftenden Vollmondnächte, als ich unterwegs zu meinem Lieblingsapfelbaum war.

Am Tag zuvor wurde ich immer wieder beim Schlafen im Unterholz in der Nähe meiner Lichtung gestört, durch die blöden Autofahrer, Spaziergänger, Weinbauern, Jogger und was sich sonst noch alles in meinem Revier breitmacht.

Ich überquerte also gerade die Straße, als ein unglaublich helles Licht auf meinen Tapetum lucidum, meinen sogenannten „leuchtenden Teppich“ hinter der Netzhaut traf und mich augenblicklich in den Zustand des Satoris, der Erleuchtung versetzte.

Ich schwelgte nun in diesem Glückszustand, in diesem göttlichen Licht und dankte der göttlichen rehäugigen Göttin für dieses unverhoffte Gnade.

Dann verschwand genauso plötzlich wie es aufgegangen war, das göttliche Licht wieder und vor mir stand eines dieser grässlichen Ungeheuer, die auf den Straßen schon viele meiner Verwandten getötet haben. Verwirrt kratzte ich mich mit den Schalen meines Hinterlaufs und sprang dann mit einem Satz in die Büsche, wo ich mich dann im Dornengestrüpp auch noch verletzte, während das Ungeheuer röhrend die Straße bergauf rollte.

Der Japan- und Bonsaigarten im „Blühenden Barock“ in Ludwigsburg

Dieser japanische Garten strahlte eine geheimnisvolle Ruhe aus, die auf uns überging.

Japangarten

Um uns in den japanischen Garten einzufühlen ließen wir uns auf einer Bank nieder und lauschten dem lieblichen Vogelgezwitscher und dem leisen Plätschern des Bächleins, welches sich zusammen mit holperigen, unebenen Wegen durch den Garten schlängelt und den Lauf des Lebens symbolisiert.

Pflaumen- und Kirschbäume mit ihren welkenden Blüten zeigen die Vergänglichkeit. Bunte Blumen(„hana“ heißt auch Schönheit) lenken die Japaner beim Meditieren durch ihre Farben ab. Um alles Weltliche hinter sich zurückzulassen stellen sie lieber Steine auf.

Einen japanischen Garten anlegen heißt nämlich „ishi wo tatsu“ = Steine aufstellen. Diese Steine können Tiere wie Hunde, Schweine oder Kälber symbolisieren. Wir fragten uns, welchen Göttern sie wohl gewidmet sind. Nach einer Legende verwandelte sich ein Fisch, der einen Wasserfall hinauf kam in einen Drachen und fand so Satori (Erleuchtung). Sand und Kies stellen Wasser dar, mit geharkten Wellen.

Dann näherten wir uns gemächlich wieder dem Ausgang indem wir noch einmal die Schönheit dieses Gartens in unserer Seele nachklingen ließen.

Die Göttliche Ordnung im Himmel und auf Erden

Friedrich Johannes Kepler (1571 – 1630) war zugleich gläubiger Christ und beschäftigte sich mit der Astrologie. Als Begründer der modernen Naturwissenschaften entdeckte er die Gesetze der Planetenbewegung als Ausdruck der Weltharmonie des Schöpfers.

Während seines Unterrichtes hatte er eine Satori- Erfahrung, eine Eingebung, bei der er schlagartig die Anordnung des Weltalls als göttliche Ordnung begriff.
Er glaubte, dass in der Welt die göttlichen Ideen für den menschlichen Geist sichtbar werden, damit er sie erkennt und lobpreisen kann.
Das Resultat seiner Vision waren die Sphären der sechs damals bekannten Planeten, die in die 5 Platonischen Körper eingebettet sind.

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/11/10/meditation-platonische-koerper-7347021/

Die Göttliche Ordnung können wir auch in unser Leben sinnvoll integrieren:
Morgens ordne ich meine Gedanken. Und schreibe alles auf, was tagsüber zu erledigen ist.
Läuft etwas schief wird ab jetzt die göttliche Ordnung angerufen.

Ich lobe die göttliche Ordnung in meinem Gebet und während ich ihr danke, fühle ich wie sie meinen Körper, meine Seele und meinen Geist durchdringt und sowohl mir selbst Friede und Kraft bringt, als auch den anderen, für die ich bitte.

Zur stetigen Erinnerung an die hilfreiche göttliche Ordnung, die mich begleiten soll, klebe ich notfalls hier oder da einen Zettel auf Medizinschrank, Tel, Schreibtisch, Koffer, Arbeitsplatz… je nachdem, wo der Schuh drückt.Jetzt klebe ich mal einen auf meinen PC. Vielleicht tauchen dann verschwundene blogfreunde wieder auf. 😉