Tag-Archiv | Schöpfung

Hıdrellez

Laut dem türkischen Bauernkalender, gibt es den Sommer ab dem „Hıdrellez“-Tag am 6. Mai, der von den Katholiken als St. Georg-Tag gefeiert wird. Er dauert bis zum 8. November. Die andere Hälfte des Jahres ist Winter.

In allen Mittelmeerländern wurde die Ankunft des Frühlings oder des Sommers im Namen mancher Götter mit besonderen Feierlichkeitenen begangen.

Hzir und Ilyas

Am Hıdrellez-Tag trafen sich auf der Erde die Propheten Hızır ( unsterblicher Heiliger, der in höchster Bedrängnis zu Hilfe kommt) und İlyas (Elias) Schutzengel auf dem Meer.

Durch die verbundene Aussprache der beiden Wörter “Hızır” und “İlyas”, entstand “hıdrellez“.

Der Prophet Hızır, ein weißbärtiger Schutzengel an Land, auf einem Schimmel und Symbol des Frühlings, erlangte durch das Trinken von Lebenswasser die Unsterblichkeit. So verhalf er den Suchern und Wanderern auf dem mystischen Pfad.

Besonders im Frühling, mischt er sich unter die Menschen und eilt jenen, die sich in Schwierigkeiten befinden und ihn rufen, zu Hilfe.

Vor Hıdrellez werden die Häuser geputzt, besondere Speisen zubereitet und neue Kleidung gekauft um Hızır gebührlich zu empfangen. Es werden Almosen verteilt, gefastet und geopfert.

Die Feierlichkeiten werden im Grünen abgehalten. Man springt durch das Feuer und befestigt Wunschzettel an den Bäumen.

In der Hıdrellez Nacht, sucht Hızır verschiedene Orte auf um seinen Segen zu verteilen. Am Hizir- Tag, kann man in Feldern und Gärten auf die Fußspuren von Hizir treten, und seinen Überfluss aufnehmen. Aus den kargen Stellen der Erde, die Hizir betritt, sprießen Pflanzen und Blumen.

Mit dem Erwachen der Natur beginnt in der Nacht vor dem Hıdrellez das “Öffnen des Schicksals” der Menschen. Junge Mädchen versammeln sich in der Natur um ihr Glück zu öffnen. In einen mit Wasser gefüllten Tontopf werden Schmuckstücke gelegt, der Topf mit einem Tuch verschlossen und unter einem Rosenbaum gestellt. Am nächsten Morgen beten die Mädchen um ein gutes Schicksal und öffnen den Tontopf um die Gegenstände herauszunehmen. Dabei werden Vierzeiler vorgelesen, die das Schicksal beschreiben.

Hızır wurde einst von Gefährten Noahs zur Hilfe gerufen und schützte das mit Menschen voll beladene Schiff bei der Seekatastrophe.

Der Name Hizir stammt aus dem Arabischen und heißt so viel wie der Grüne, weil er sich auf die ausgetrocknete Erdoberfläche gesetzt hat, die daraufhin unter ihm ergrünte. Es genügt allein seinen Namen auszusprechen, damit Hizir sich einfindet.

Zwar ist Hizir eigentlich unsichtbar, aber manche Menschen sehen Hızır und Ilyas doch in der Nacht vom 5. Mai auf den 6. Mai, wenn sich der Himmel mit der Erde verbindet und die Kraft der Schöpfung sich offenbart…

Die unislamischen islamischen Heiligen

Der Islam kennt zwar keine Heiligen, die zwischen dem Gläubigen und Allah vermitteln, aber das Volk in der islamischen Welt hat das immer anders emfunden.

Weil der Prophet Muhammad den Islam verkündete, wird er ganz besonders verehrt. Ebenso verehrt werden aber auch seine Gefährten, die ersten vier Kalifen Abu Bakr, Omar, Osman und Ali und Muhammads Gattin Chadidscha und ihre Tochter Fatima.

Vor der Ankunft der ersten Türken war das Gebiet der heutigen Türkei christlich. Die zur Religion des Islam übergetretene Bevölkerung bewahrte aber, was ihnen heilig war. So entstanden viele Stätten der Verehrung. Besonders bei den Sufis bekam die Bevölkerung Hilfe durch Heilige, die ihnen in den Nöten des Alltags beistanden. Der Heilige Georg verwandelte sich einfach in den muslimischen Hidrellez.

Fast jedes Istanbuler Wohnquartier besitzt sein eigenes Heiligengrab, mit einer turban-bekrönten osmanischen Grabstele, mit grünem Zaun und Grabstein. Auf der Mauer stehen Kerzen und manchmal steht dort auch eine Tafel, auf der die offizielle Religionsbehörde darauf hinweist, dass das Abbrennen von Kerzen an Heiligengräbern unislamisch ist.

Obwohl Heiligenverehrung und Personen- und Gräberkult im Islam eigentlich abgelehnt wird, sind Gräber frommer Männer und Frauen zu Pilgerstätten geworden. Unter ihnen waren bedeutende Mystiker und Mystikerinnen, welche die reine Gottesliebe predigten und sehr bescheiden lebten. Die Bezeichnung „Sufi“ soll auf ihr einfaches Wollgewand zurückgehen. Manche gründeten Sufi-Orden, wie jenen der „Tanzenden Derwische“.

Maulana Rumi war einer der größten mystischen Dichter des Islam und gründete den Maulawi-Orden der tanzenden Derwische.

Seine größten Werke sind der Divan-e Schams, den er seinem mystischen Lehrmeister Schams-e Tabrizi widmete, das Masnavi, eine große epische Gedichtsammlung, und die metaphysischen Diskurse Fihi ma fihi.

Um sich mit Gott seelisch zu verbinden und in seiner Liebe aufzugehen, schrieb er Gebete, die auch gesungen wurden oder tanzte den wirbelnden Derwischtanz.

In Rumis Gedichten steht z. B. der Geliebte für die ewige Sehnsucht des Menschen und für das Transzendentale oder der Schmetterling, der an der Kerze verbrennt für das suchende, liebende Herz.

Raben

Als ich dieses Gedicht in meinem Garten las, erhob sich um mich herum ein überirdischer Gesang:

Ich suchte am Kreuz der Christen, doch da war Er nicht;
Ich ging in den Tempel der Hindus und in die alten Pagoden,
doch nirgends fand ich eine Spur von Ihm.
Ich suchte auf Bergen und Tälern, doch
Weder in der Höhe noch in den Niederungen fand ich Ihn.
Ich ging zur Ka’ba nach Mekka, doch auch dort war Er nicht.
Ich fragte die Gelehrten und Philosophen,
doch Er war jenseits ihres Begreifens.
Da schaute ich in mein Herz, und dort,
an Seinem Wohnort, sah ich Ihn;
an keinem anderen Ort war Er zu finden.
(Juwelen persischer Weisheit)

Rabi’a von Basra geb. ca. 720 ist die berühmteste arabische Mystikerin. Sie hatte viele Schüler, unter ihnen den Mystiker Hasan al-Basri.

Einst ging sie mit einem Eimer Wasser und einer Fackel durch die Straßen von Basra und rief:

„Ich möchte Feuer ans Paradies legen und Wasser in die Hölle gießen, damit niemand mehr Gott aus Angst vor der Höllenstrafe oder in Erwartung paradiesischen Lohnes anbetet!“

Mit diesen Gedanken beeinflusste sie Generationen von Sufis und auch den türkischen Sufi Yunus Emre, ein volkstümlicher Sänger und Dichter des 13. und 14. Jh. Dieser wandernde Derwisch ist einer der wichtigsten Dichter der türkischen Geschichte. Für ihn war das Paradies eine Schlinge, um menschliche Herzen zu fangen. In seinen Liedern preist die gesamte Schöpfung ihren Schöpfer.

Er wurde in mehr als hundert anatolischen Dörfern geboren und starb 1320 und 1321, in mehreren anatolischen Orten, an denen es entsprechende Gedenkstätten gibt.

Meditation im Schnee

Ich will meine heilige Zeit auf Erden mit einem Spaziergang verbringen, der mich mit dem Wunderbaren in Berührung bringen soll.

Meditation im Schnee

Bevor ich mich in tiefe Kontemplation in die Schneelandschaft hinein gleiten lasse, lenke ich meine Aufmerksamkeit auf all das, was meine Sinne aufnehmen können: auf meinen Atem, auf meine rhythmischen Schritte, auf die Wolken am Himmel, auf das Gezwitscher der Vögel…

Dabei lausche ich intensiv auf die Geräusche der Umgebung, bis ich die Musik höre, die alles in einem neuen Licht erscheinen lässt. Es klingt so, als ob Engelsflügel die Atmosphäre von berühren.

Während ich leise diese wundersamen Lobeshymnen mit summe, um die Schöpfung zu preisen, fühle ich, wie sich die göttliche Energie in mir manifestiert.

Licht strömt aus meinem Herzchakra und ich tanze im Universum, jenseits von Raum und Zeit. Ich bin nur noch reine Energie und entdecke immer neue Dimensionen:

Schade nur, dass diese magischen Momente so schnell vorbei gehen.

Meditation im Schnee

Ich will meine heilige Zeit auf Erden mit einem Spaziergang verbringen, der mich mit dem Wunderbaren in Berührung bringen soll.

Meditation im Schnee

Bevor ich mich in tiefe Kontemplation in die Schneelandschaft hinein gleiten lasse, lenke ich meine Aufmerksamkeit auf all das was meine Sinne aufnehmen können: auf meinen Atem und auf meine rhythmischen Schritte, auf die Wolken am Himmel, auf das Gezwitscher der Vögel?

Dabei lausche ich solange intensiv auf die Geräusche der Umgebung, bis ich die Musik höre, die alles in einem neuen Licht erscheinen lässt. Es klingt so, als ob die Atmosphäre von Engelsflügeln berührt wird.

Während ich leise diese wundersamen Lobeshymnen mitsumme, um die Schöpfung zu preisen, fühle ich wie sich die göttliche Energie in mir manifestiert.

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Schade nur, dass diese magischen Momente so schnell vorbei gehen.

 

Die höllischen Kreaturen bei der Abtei Saint-Jean d’Orbestie

Dieser Morgen war unheimlich still. Nur Vogelgezwitscher drang aus dem nahegelegenen Schilf herüber. Noch waren die obligatorischen Heckenscheren, die pünktlich um 10 Uhr einsetzten, nicht aktiv. Der Rasen war kurz geschoren und die meisten Urlauber waren bereits abgereist.

Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Bad im inzwischen gereinigten Pool der Adam`s Family, spazierte ich durch die Landschaft und fand mich bei der Abtei Saint-Jean d’Orbestie wieder, welche Benediktinermönche 1107 gegründet haben.

Aus der gleißenden Sonne trat ich in die uralten dunkle Gemäuer ein und glaubte eine Kirche zu betreten. Aber sie enthielt weder Altar noch Bänke.

Höllische Kreaturen

Gruselige Geschöpfe, die die direkt aus der Unterwelt des nahegelegenen Puit d´enfer (Tor zur Hölle)zu kommen schienen, grinsten mir aus den Gemäuern entgegen. Einige, wie Pluto waren mit dem Lehm des Fußbodens verklebt, aus dem sie gestiegen sind. Teufelsmünzen klebten noch auf ihren Körpern.

Fasziniert von ihrer Scheußlichkeit konnte ich dennoch eine gewisse Schönheit in ihnen erkennen. Es war die Schönheit der Göttlichen Mutter der Schöpfung, durch die Brille des Künstlers betrachtet, der solche Kreaturen aus Kupfermünzen schuf:

Trotzdem war ich froh, als ich wieder draußen die warme Sonne anbeten durfte. Beim Wandern durch Dünen und Heidelandschaften zum Meer wurde es mir auch wieder warm ums Herz.

Meine Verwandlung in eine Schildkröte

Leguane

Immer mal wieder verwandle ich mich in eine Schildkröte um meinen inneren Frieden zu suchen. Das gelingt mir, indem ich mir einen behaglichen Ort suche, an dem ich die Schöpfung beobachte und ganz langsam werde und Einkehr in mich selbst halte.

Zuerst fühlt es sich an, als ob ich den hinduistischen Weltenberg auf meinem Rücken trage. Aber nach einer Weile eröffnet mir der hinduistische Gott Vishna eine neue Sicht auf die Welt.

In meinen starken Panzer fühle ich Lebensweisheit und heilende Kräfte in mich einströmen. Nicht umsonst bekommen chinesische Kinder wenn sie krank sind ein Schildkrötenamulett umgehängt.

Verschiedene Seelen auf dem Wege ins Nirvana besuchten mich in diesen Tagen. Eine war zum Beispiel die griechische Schildkröte Chelone, die einst von Hermes verwandelt wurde, weil sie bei der Hochzeit von Zeus und Hera zu Hause geblieben war.

Hier seht ihr uns mit den Fischen zusammen im Pool baden und mit den Garnelen spielen:

Den Leguan habe ich auch mal besucht, aber der war nur an seinem Futter interessiert.

Shivaratri Shivas weibliche Hälfte Parvati

Shiva besteht, wie wir Menschen auch, aus zwei Hälften. Beide laden mich mit ihrem lieblichen Lächeln, das ihre Lippen umspielt ein, ihrem jeweils einzig richtigen Weg zu folgen.

Shiva Parvati

Shivas weibliche Hälfte, Parvati, deren Wangen im Purpur der göttlichen Gnade gefärbt sind, ist anmutig und ihr Blick war strahlend wie die Sonne. Sie umgarnt mich mit der Aussicht auf weltliche Freuden und Genüsse.

Shivas männliche Hälfte ist nur mit einem Fell bekleidet. Obwohl sein Antlitz tiefe Verinnerlichung zeigt, funkelt sein Blick wie die Sterne am Himmel, während er mich vor Parvatis honigsüßen und egosteigernden Wein warnte. Wo Freude ist, da ist auch Leid.

Er erinnert mich an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und lässt mich an meine Tränen und schlaflosen Nächte denken.

Ich erwähne aber auch, dass nicht nur Wege mit Disteln, Dornen und Gestrüpp ins Paradies führen.

Er empfiehlt mir, lieber aus dem kosmischen Milchozean trinken. Sein Reich sei nicht gespickt mit Einsiedlerhöhlen, in denen gefastet wird und wo man sich selbst kasteit. Es lauern in der Einöde auch nicht überall bösartige Dämonen, weil er sie mit seinem Dreizahn alle besiegen würde, meint er. Immerhin stände er ja auf dem Dämon der Unwissenheit. Während er dabei ärgerlich shimmyartig sein Haupt schüttelt, steigt ein wohlriechender Duft aus seinen Haaren. Der Klang Shivashallt durch die Nacht:

Shiva tanzt mit mir die kosmischen Sprünge, Funken schlagen aus seinen Augen, die mich in Ananda, den ekstatischen Zustand, in dem sich das Ego auflöst, bringt. Statt Abhängigkeit fühlte ich Freiheit.

Der Lauf Parvatis Sonne erscheint mir nun viel zu langsam. Shivas Glanz blendet mich und flößt mir Ehrfurcht ein.

Ich küsse seine lieblichen Lotusfüße, die bezeugen, wie gerne er damit über die Erde schreitet und blinzele dabei heimlich unter sein Fell.

In der Mitte seines Antlitzes liegt sein geschlossenes drittes Augen im Nebel, mit dem er alles wahrnimmt. Ich hoffe, dass er es nicht öffnet, denn dann würde er möglicherweise voller Wut mit den Füßen aufstampfen und mit seinem Feuer die gesamte Schöpfung vernichten.